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41

Mittwoch, 31. August 2016, 07:01

Hallo Oliver,


wie sieht es denn inzwischen mit den NO3-Messungen bei der Wasseranalyse aus. Ende Juli hieß es noch, dass ihr in 2-3 Wochen eine Lösung habt.
Jetzt sind wir bei Ende August....
Des weiteren warte ich auch noch immer auf die 2. Aktion, dass Osmosewasser wieder mit gemessen wird. Das wurde damals versprochen als ihr falsche KH-Werte rausgegeben habt.
Im Grunde macht ihr sehr gute Produkte, nur deine Marketing-Strategie lässt sehr zu wünschen übrig, schade.
Gruß

Christian

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cohiba

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42

Mittwoch, 31. August 2016, 21:24

Ich würde auch gerne die nächste Probe einschicken, hätte seeeeehr gern Nitrat mit dabei...lohnt es sich noch zu warten ? Grüße Silvio
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Totte

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Freitag, 9. Dezember 2016, 09:30

Gibt es zu den NO3-Messungen bei der Wasseranalyse schon neue Informationen?

fantomas1703

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Freitag, 9. Dezember 2016, 10:21

Ich schließe mich dem an. Würde auch gerne eine Probe einschicken. NO3 wäre da schon sehr interessant.
Viele Grüße

Thomas
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45

Freitag, 9. Dezember 2016, 13:25

Hallo
Ati wird sich bestimmt melden wenn es soweit ist !!
und Ben hat ja auch geschrieben das bei denen ein Umzug ansteht in größere Räumlichkeiten.


Gruß
Manuel

CeiBaer

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46

Freitag, 9. Dezember 2016, 13:34

Im Moment läuft aber noch die Aktion das Osmosewasser testen zu lassen.

bis 15.12.2016
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47

Mittwoch, 30. August 2017, 19:14

hallo Oliver, hallo Ben,

aus gegebenem anlass durch einen beitrag in einem anderen thema wollte ich eine anregung bezüglich der angabe der salinität in euren analyseergebnissen geben.
offenbar gebt ihr nur den wert der nacl salinität aus. das gibt in letzter zeit häufig verwirrungen, weil wir diese zu hause ja nicht bestimmen/messen können. viele zweifeln dann an ihrer hardware.

bestünde die möglichkeit, dass diese messweise als erklärung in einer fussnote festgehalten wird bzw. ,das wäre noch besser, das man die gesamtsalinität irgendwo als zahlenwert mit angibt? vielleicht hinter der ausgegebenen salinität als ein wert in klammern. allein an den beiden werten könnte man dann schon zusätzlich eine verschiebung in den werten ausmachen können und ggf. sogar wie hoch diese ist. das würde vielen anwendern sicher helfen ihre analyse noch besser zu verstehen.

diese darstellung der salinität von rein nacl scheint soweit auch noch niemandem bekannt gewesen zu sein. sicher messt ihr doch auch die gesamtsalinität.

ich bin in sowas natürlich ein laie, aber vielleicht gibt es die möglichkeit dies etwas einfacher und noch transparenter zu gestalten. zumindest so, dass der häuslich zu messende wert ebenfalls mit ausgegeben wird.
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48

Donnerstag, 31. August 2017, 16:10

Das kann ich nur genau so unterstreichen!
Wie viele andere kontrolliere ich mit der Analyse meine Gerätschaften alle. Ich messe selber alle Werte direkt bevor ich die Probe entnehme. Und mich würde es auch stark ins schwanken bringen, wenn ich eine Salinität von rund 35 messe, aber in der Analyse ein Ergebnis von 33 raus kommt.
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49

Donnerstag, 31. August 2017, 17:52

Genau das Problem hatte ich auch, hatte alles mit Refraktometer und 2 Spindeln nachgemessen und kam immer wieder auf 1.0233. Laut Analyse war ich da aber weit drunter.
Gruß René


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50

Freitag, 1. September 2017, 12:05

Moin moin,

- in der Anfangszeit haben wir die anhand von NaCl berechnete Basis-Salinität mit der Gesamt-Salinität (gemessen mit einem elektrischen Leitwetgerät mit automatischer Temperaturkompensation) permanent abgeglichen. Hier zeigten sich in der Regel keine größeren Abweichungen (kleiner als 0,3 PSU, kleiner als 1%).

Größere Abweichungen stellten fast ausnahmslos Refraktometernutzer fest, welche das Refraktometer mit Osmosewasser/Dest. Wasser kalibriert haben. Die Kalibrierung eines Refraktometers mit Osmosewasser/Dest. Wasser ist jedoch unzulässig und führt zu erheblichen Abweichungen von bis zu 3 PSU (Gesamt-Salinität).

Weitere Abweichungen in der Salinität werden durch eine fehlende Temperaturkompensation bei der Umrechnung aus der Dichte, oder durch verrutschte Skalen in Spindeln hervorgerufen.

- Um die Ausgabe jedoch etwas eindeutiger zu machen und um hierdurch Missverständnisse vorzubeugen, habe ich eine neue Formulierung gewählt. Jeder der nun eine Analyse öffnet wird nun sehen: Salinität (NaCl)

Ich prüfe zudem die Möglichkeit zwischen Basis-Salinität (NaCl) und Gesamt-Salinität (alle Mengenelemete) unterschieden zu können.

Ich weise gerne noch einmal darauf hin, dass bei solchen Fragen gerne auch unser kostenloser Kundenservice via labor@atiaquaristik genutzt werden kann.

- Abschließend möchte ich jedoch noch erklären warum wir die Salinität anhand von NaCl bestimmen.

Natürliches Meerwasser besitzt, außer in unmittelbarer Nähe zu Flußmündungen und Industrieabwässsern, eine sehr homogene (gleichmässige)Zusammmensetzung. 86% der Salinität werden durch NaCl gebildet. Misst man natürliches Meerwasser oder künstliches Meerwasser mit natürlicher Zusammensetzung, erhält man das gleiche Ergebnis für die Salinität, egal ob alle Mengenelemente für die Berechnung genutzt werden oder nur NaCl.

Aquarienwässer können hingegen von der natürlichen Zusammmensetzung des Meerwasser stark abweichen. In Ausnahmefällen passt kein Mengenelement zur gleichen Salinität, was den Umgang mit dem Aquarium und die Korrektur der Wasserchemie erschwert.

Ein Beispiel: Gehen wir davon aus dass fast alle Elemente zu einer Salinität von 35 PSU passen, mit Ausnahme von Magnesium und Sulfat (errechnet aus Schwefel). Magnesium liegt in unserem Beispiel bei 1700 mg/l (ca. 1300 mg/l bei 35 PSU) und Sulfat bei 3300 mg/l (ca. 2700 mg/l bei 35 PSU). Beide Werte zusammen bilden einen Differenz zu natürlichen Werten von 1000 mg/l, erhöhen die gemessene Salinität somit um 1 PSU. Bewertet man nun diese Probe anhand der Gesamt-Salinität so passt kein Wert zum anderen, die Wasserchemie scheint komplett durcheinander. Bewertet man die Salinität nur anhand von NaCl kommt man zum Schluß dass Magnesium und Schwefel erhöht sind, was der Wahrheit entspricht.

- Ich hoffe dies wahr verständlich.

MfG,

Ben

CeiBaer

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51

Freitag, 1. September 2017, 13:22

hallo Ben,

danke für deine erklärung.
wenn man vorraussetzt eine spindel und das refraktometer zeigen 1a richtig an, dann kann es durchaus dazu kommen, dass zu hause ein anderer wert angezeigt wird als ihr ausgebt? dieses auf grund von verschobenen mengenelementen.
gut zu wissen, weil, das wird vielen usern dann sicher helfen diesen wert richtig zu interpretieren.
ich hoffe nur nicht, dass allzuviele leute ihr wasser aufgesalzen haben ohne das es eigentlich not tat.

besteht keine möglichkeit die gesamtsalinität mit auszugeben? unabhängig von der wasserzusammensetzung. das würde den meisten usern sicher helfen ihre verwendete hardware einzuschätzen, unabhängig von der wasserzusammensetzung.
-

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Ben@ATI

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52

Freitag, 1. September 2017, 14:17

Hallo CeiBaer,

wie bereits geschrieben prüfe ich unsere Möglichkeiten, die Gesamt-Salinität zu berechnen und anzuzeigen, mit unseren Programmierern.
Wir befürchten jedoch dass diese Angabe die User zusätzlich verwirrt. Das Kernproblem ist aus meiner Sicht ein anderes.

Jeder Meerwasseraquarianer sollte sich mit der Zusammensetzung von Meerwasser grundlegend beschäftigen. Dann würden die Salinität und die angestrebten Richtwerte viel besser verstanden. Zudem muss verstanden werden, dass Meerwasser sich aus einer quantitativen (auf die Menge der Salze bezogenen) und einer qualitativen (auf die Zusammmensetzung des Salzanteils bezogenen) Größe zusammensetzt.

Die Salinität gibt einfach nur an wie viel g Salz in einem kg Meerwasser gelöst sind. Um dies zu verdeutlichen, ein Wasser mit ausschließlich 35g Magnesiumchlorid pro kg Wasser hat ebenfalls eine Salinität von 35 PSU. Als Meerwasser kann man dies jedoch nicht bezeichnen.

Die 35 PSU des Norm-Meerwassers setzen sich jedoch aus Natrium, Chlorid, Magnesium, Schwefel, Calcium, Kalium, Brom, Strontium, Bor, Fluor und Spurenelementen zusammen. Diese Elemente stehen zudem in einem festen Verhältnis zueinander.

Setzt sich die Salinität eines Aquarienwassers korrekt zusammen, ist die errechnete Salinität aus NaCl gleich der Gesamtsalinität. Je stärker die Abweichung zwischen NaCl-Salinität und Gesamtsalinität ist, desto unnatürlicher ist die Zussammensetzung des Salzwassers in einem Aquarium. Die von uns errechneten Idealwerte geben dann an, welche Mengenelemente korrigiert werden sollten, um die natürlichen Verhältnisse wieder herzustellen.

Da es unzählige Kombinationen gibt, wie ein Meerwasser "versaut" sein kann, sollten solche Korrekturmaßnahmen wissenschaftlich angegangen werden. Wir helfen mit unserer Erfahrung gerne bei der Planung.

Wer sich mit der Materie näher auseinander setzen möchte, dem rate ich folgenden Beitrag zu lesen:

http://atiaquaristik.com/de/?page_id=2358

LG,

Ben

Matthias S.

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53

Freitag, 1. September 2017, 15:24

Die Salinität gibt einfach nur an wie viel g Salz in einem kg Meerwasser gelöst sind.
Hallo Ben,

danke für Deine Antwort.
Aber genau um diesen Punkt geht es doch.

Die Salinität, die da teilweise in den Analysen angegeben wird, ist oftmals eben nicht deckungsgleich mit den heimischen Messwerten.
Andere Parameter, die darauf ansonsten evt. Einfluss nehmen könnten, scheiden da doch m.E. aus.
Qualitätsrefraktometer, hochgenaue Spindeln wie zB die von Tropic Marin oder auch sehr gute Leitfähigkeitsmessgeräte scheinen bei Einigen nicht vergleichbare Werte zur Analyse zu zeigen.

Geht nur darum, dass hier nicht eine Salinität in der Analyse ggf. zu niedrig angezeigt wird, obwohl der eigentliche Wert im Grunde stimmt.

Und darauf basierend dann eine unnötige Erhöhung der Dichte empfohlen wird.

Das ist ja immer wieder die Frage von zahlreichen Usern gewesen.

Bin ehrlich gesagt auch etwas ratlos an der Stelle, warum die angegebene Salinität solche Differenzen haben kann.

Gruß,
Matthias

Ben@ATI

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Freitag, 1. September 2017, 16:19

Hallo Matthias,

Wir versuchen durch individuelle Empfehlungen auf die Einzelfälle einzugehen, da man Erfahrung braucht um mit den Analyseergebnissen richtig umzugehen.

Hinweise die Salinität zu erhöhen geben wir i.d.R. nur mit dem Zusatz, das entsprechend erhöhte Mengenelemente in der Dosierung angepasst werden sollen. Bei ganz schwierigen Fällen wird auch die Korrektur durch Wasserwechsel empfohlen. Muss nur Na und Cl angepasst werden, gibt es den Hinweis sich bei uns zu melden. Wer darauf eingeht bekommt die nötige Korrektur von uns berechnet.

Die Salinität gibt einfach nur an wie viel g Salz in einem kg Meerwasser gelöst sind.

Aber genau um diesen Punkt geht es doch.


Nur wenn wir über die reine Salinität sprechen. Und ich habe schon unsere Bereitschaft erklärt unsere Möglichkeit zu prüfen eine Salinität anzugeben, die ein einwandfrei geeichtes Refraktometer als auch eine Qualitätsspindel zeigen sollten.

Jedoch zeigen wir nur eine niedrigere/abweichende Salinität an, wenn die Leitionen in der Wasserprobe reduziert sind und wenn die Zusammmensetzung der Probe stark von der Zusammmensetzung natürlichen Meerwassers abweicht. In diesem Fall sollte man sich bei uns melden und von unserem kostenlosen Support gebrauch machen, anstelle eine Rat im Netz zu suchen. Für die Planung der nötigen Korrektur, mit dem geringsten Arbeitsaufwand und Gefährdungspotential für Korallen braucht man ein sehr gutes Verständnis von der Materie und Erfahrung.

Kostenlosen Support gibt es Werktags unter labor@atiaquaristik.com

Bitte nutzt dieses Angebot!

Lg und ein schönes WE,

Ben

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Sonntag, 10. September 2017, 12:23

Hallo,

ergänzend noch ein kleiner Hinweis. Am einfachsten gelingt die richtige Bestimmung der Gesamtsalinität mit einem Leitwert-Messgerät. Die Art, wie derzeit viele zuhause ihre Salinität messen ist leider oft anfällig für Fehler. So haben Spindeln den Nachteil das je nach Temperatur andere Werte für die Dichte angezeigt werden und nicht selten auch grundsätzliche Abweichungen vorhanden sind. Refraktometer werden nicht selten falsch kalibriert (mit Reinstwasser) und zeigen dadurch ebenfalls nicht korrekte Werte an.

Am einfachsten ist eine korrekte Bestimmung der Salinität mit einem Leitwertmesser mit eingebauter Temperaturkompensation. So wie es Labore auch benutzen. Leider benutzen aber die meisten genau die beste Lösung nicht. Man muss dazu nicht unbedingt ein sehr teures Gerät benutzen. Geräte wie dieses: https://www.conrad.de/de/greisinger-glf-…0170910100926:s sind mehr als ausreichend.

viele Grüße
Oliver


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Sonntag, 10. September 2017, 12:48

Hallo Oliver, danke für deine ergänzung.

nur, nichtsdestotrotz nutzen die meisten eine spindel oder refraktometer. die allerwenigsten ein digitales gerät. auf ein solches hinzuweisen ist nicht hilfreich.

wir unterstellen hier einfach mal, dass diese geräte korrekt eingestellt sind und richtig anzeigen.

dann gibt es differenzen der heimisch gemessenen werte zu eurer ausgabe. das ist das was zu verwirrungen führt.

entweder gebt ihr die gesamtsalinität mit an, oder ihr erklärt es auf den analysen in einer fussnote, dass dieser ausgegebene wert lediglich eine information darstellt und ggf. abweichen kann von der zu hause angezeigten salinität.

das wäre allerdings weniger elegant als die gesamtsalinität mit anzugeben.

so ist dies für die allermeisten ein wert ohne aussagekraft. ganz ehrlich... mir war diese art der salzgehaltbestimmung auch neu. war so nirgens dargestellt.

eine analyse sollte ja aufschluss geben über die realen, auch zu hause messbaren werte und ggf. eine art referenz darstellen.

wenn das technisch für euch nicht möglich ist, dann muss das aber bekanntgegeben werden, weil es sonst zu den o.g. verwirrungen kommt.
Ben wollte dies ja bereits prüfen inwieweit die ausgabe des "echten" wertes möglich ist.
-

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DaRo

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57

Sonntag, 10. September 2017, 14:04

Man muss dazu nicht unbedingt ein sehr teures Gerät benutzen. Geräte wie dieses: https://www.conrad.de/de/greisinger-glf-…0170910100926:s sind mehr als ausreichend.


Hallo,

das Greisinger GLF 100 ist bestimmt ein prima Gerät (nutze ich auch) aber mit 180 EUR eben nicht gerade billig. Beim Wasserwechsel ist das aber echt hilfreich.

Ansonsten muss ich Michael recht geben. Wenn ich eine Analyse in der Hand halte, vergleiche ich die angegeben Werte mit den bei mir und von mir gemessenen Werten. Wenn ein Wert anhand einer bestimmten Konzentration berechnet wurde und damit unter Umständen abweicht, stelle ich gleich alles in Frage. Die Salinität ist leider genau der Wert, den man noch am einfachsten "vergleichen" (weil relativ leicht zu ermitteln) kann.

Mittlerweile gibt es soviel Informationen, dass man fast einen Dr. in der Chemie benötigt, um alle Messwerte richtig interpretieren zu können. Euer Tool um die natürlichen Konzentrationen der verschiedenen Elemente für die eingegebene Salinität zu berechnen ist da sicher eine große Hilfe. Aber ich denke, die meisten sehen sich nur die diversen Pfeile, Harken und Co an.

LG
Daniel

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DaRo« (10. September 2017, 14:05)


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Sonntag, 10. September 2017, 19:04

Ich fände es schön wenn ihr zu jedem Wert auch den Meßfehler mit angeben würdet. Dann ließen sich die Werte auch besser interpretieren.

Viele Grüße, Tobias
Mein Aquarienblog: www.dasnanoriff.de
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Tobias

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Montag, 11. September 2017, 09:45

Zitat

nur, nichtsdestotrotz nutzen die meisten eine spindel oder refraktometer. die allerwenigsten ein digitales gerät. auf ein solches hinzuweisen ist nicht hilfreich.


Warum ist es nicht hilfreich wenn ich die genauste Art der Bestimmung nenne, die jemand zuhause machen kann ? Ich finde es schon sinnvoll das die Leute das zumindest mal wissen. Ob man es macht ist ja eine andere Frage. Es geht darum typische Fehler zu vermeiden !!

Zitat

wir unterstellen hier einfach mal, dass diese geräte korrekt eingestellt sind und richtig anzeigen.


Genau das ist aber leider nicht gängige Praxis. Wir sehen das ja täglich. Wie oft messen wir eine Probe nochmal mit dem Leitwertmesser nach weil der Kunde eine Frage hatte. Bei der Überprüfung mit dem Leitwermesser wird dann in der Regel die NaCl-basierten Salinität bestätigt oder es kommen max. Abweichungen von 0,3 psu zustande. Wenn der Kunde aber stärkere Abweichungen hat, liegt der fehler meist woanders wie Ben und ich schon erklärt haben.

Zitat

so ist dies für die allermeisten ein wert ohne aussagekraft. ganz ehrlich... mir war diese art der salzgehaltbestimmung auch neu. war so nirgens dargestellt.

Das interpretierst du leider nicht richtig. Wie bereits mehrfach schon ewähnt liegt die Differenz zwischen der NaCl-basierten Salinität und der "Gesamtsalinität" meist unter 0,3 psu und stellt damit sehr wohl eine gute Orientierung dar. Kannst ja mal zu uns ins Labor kommen. Dann zeigen wir dir gerne was "gängige Praxis" ist. Wir planen ohnehin mal einen Tag der offen tür bei uns :3_small30:

Zitat

eine analyse sollte ja aufschluss geben über die realen, auch zu hause messbaren werte und ggf. eine art referenz darstellen.

Richtig. Und das kann man auch so betrachtenen. Die geringen möglichen Abweichungen bei der Salinität sind hier nun wirklich nicht kriegsentscheidend. Falls der Kunde zuhause aber stärkere Abweichungen feststellt, empfehlen wir das Gerät zu überprüfen oder mit uns Kontakt aufzunehmen um die stärkeren Abweichungen bei gewissen Mengenelemten zu besprechen bzw. einen Handlungsplan zu erarbeiten.

Zitat

wenn das technisch für euch nicht möglich ist, dann muss das aber bekanntgegeben werden, weil es sonst zu den o.g. verwirrungen kommt.
Ben wollte dies ja bereits prüfen inwieweit die ausgabe des "echten" wertes möglich ist.

Möglich ist für uns nahezu alles. Deswegen haben wir ja auch als bisher einziges Labor eine automatische salinitätsabhängige Berechnung und Bewertung der Mengenelemente und nicht einfach feste Vorgaben. Ich weiß aber schon jetzt wenn wir mit 2 Angaben für die Salinität anfangen und diese dann in der Regel auch noch sehr ähnlich sind, das genau dies zu noch mehr Verwirrung und Rückfragen führt. Wie gesagt, die Abweichungen sind hier eher klein. Meist unter 0,3 psu. Was soll das also ? Und wenn es Fragen gibt, sind wir ja da.

Was aber immer hilft ist die Zusammenhänge richtig zu verstehen. Und jetzt habe ich mal eine Frage an dich. Kennst du den Grund warum wir die NaCl-basierte Salinität überhaupt eingeführt haben ? Wir hätten auch die Chlorinität nehmen können. Allerdings ist das Produkt aus Natrium und Chlorid noch geeigneter. Ich möchte einfach nur mal sehen, ob die Gründe dafür bekannt sind.

@Daniel
da hast du ja schon den richtigen Leitwertmesser :D Wie konnte ich so töricht sein und das mal hier erwähnt haben...so was nutzloses....
Aber mal Spaß beiseite. Unsere salinitätsabhängige Betrachtung der Mengenelemente ist wesentlich wichtiger als ewig über eine mögliche marginale Abweichung von NaCl-basierter Salinität und "Gesamtsalinität" zu diskutieren. Das die meisten Leute nur auf die Haken und Pfeile schauen ist ja auch normal. Hinzu kommt noch das Abweichungen bei einigen Mengenelemente überhaupt nicht tragisch sind. Wer z.B. für Magnesium einen Wert von 1500 statt 1300 hat oder oder bei Calcium 460 statt 420 hat muss sich nicht wirlich sorgen machen. Deshalb haben wir ja "MyReefbook" ins Leben gerufen. Hier kann man unter "andere Aquarien" sich andere analysen und die dazu gehörigen Becken anschauen und so selber viel recherechieren.

@Tobias
Das würde vermutlich eine Tagesaufgabe :D Das die Abweichung bei der Salinität nur marginal ist, wurde ja ausgiebig erklärt.
Bei den Mengnelementen gehen wir aber von einer Abweichung kleiner 2% aus. Bei den Spurenelemente verhält es sich je nachdem wie nah man an die Nachweisgrenzen kommt dann anders. Wichtig ist in diesem Zusammenhang vielleicht noch das wir uns für das teuerste Spitzenmodell von dem ICP-Hersteller entschieden haben und wir alle 3 Proben eine Kontrollprobe (Referenz) mitlaufen haben. Durch diese Arbeitsroutine wird sichergestellt, das Abweichungen auf unter 2% reduziert werden. Zwar kosten diese permanent mitlaufenden Kontollproben Zeit, aber nur so kann man mögliche stärkere Abweichungen zuverlssig vermeiden. Daher ist es nicht nur wichtig eine gute und genaue ICP-OES zu haben, sondern auch gewissenhaft und konsequent damit zu arbeiten.

viele grüße
Oliver


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oliver Pritzel« (11. September 2017, 09:48)


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Montag, 11. September 2017, 13:37

Und jetzt habe ich mal eine Frage an dich. Kennst du den Grund warum wir die NaCl-basierte Salinität überhaupt eingeführt haben ?

nein, ist mir nicht bekannt, wie vielen anderen auch, weil ihr es auch nicht erklärt habt, wann und warum ihr es eingeführt habt. das ist für mich der springende punkt.
sicher werdet ihr das nicht ohne grund gemacht haben. aber das hättet ihr erklären müssen. das ist meiner meinung nach nicht geschehen und eigentlich nur durch zufall rausgekommen.

Wie konnte ich so töricht sein und das mal hier erwähnt haben...so was nutzloses....

das ist weder töricht noch nutzlos... hilft aber den nutzern bei der problematik nicht weiter. die allermeisten messen mit den "üblichen" messgeräten, werden sich auch nicht solch ein digitales messgerät zulegen. dieses messgerät haben wir bereits schon diskutiert gehabt. trotzdem haben es nur die allerwenigsten. daher hilft der hinweis auf das gerät hierbei nicht weiter. man sollte sich auf die breite masse einstellen.

Wie gesagt, die Abweichungen sind hier eher klein. Meist unter 0,3 psu.

kann es auch höhere abweichungen als die 0,3 psu zwischen nacl- und gesamtsalinität geben? ich denke schon. es fehlt aber ein hinweis in der analyse, der dies und die differenz der eigens gemessenen salinität erklären würde. ich weiss nicht ob du es verfolgt hast, aber gerade dieser wert hat viele leute bei der auswertung ihrer analyse teilweise deutlich verunsichert. die empfehlungen gingen dann bis hin zu ergänzung von reinem nacl durch speisesalz.

aber sei es wie es ist, das ganze war nur als verbesserungsvorschlag für bessere transparenz und verständnis einer analyse gemeint. wenn dies nicht gewünscht/möglich ist, dann vergesst den hinweis einfach. wir werden uns dann bei fragen zu analysen daran ausrichten.
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