Angaben auf Elimi-Phos Rapid

  • Huhu,


    ich habe mal eine Frage... Ist es möglich, dass die Angabe auf der Flasche von Elimi-Phos Rapid nicht korrekt sind?
    Auf der Flasche und auf der Internetseite steht, dass 1ml/100l = PO4 um 0,1 reduzieren. Also ziemlich stark!
    Ich glaube aber eher, dass 10ml/100l = PO4 um 0,1 reduzieren!


    Wie komme ich drauf?


    1. Ich bin der Meinung irgendwo mal gelesen zu haben, dann 10ml/100l = PO4 um 0,1 reduzieren würden. Damals hatte ich mich zu dem Einfluss von Elimi-Phos Rapid auf Strudelwürmer belesen. Die Themen waren schon ein paar Jahre alt.


    2. Ich habe ein Becken mit einem Gesamtvolumen von knapp 1000 Litern. Da ich meinen aktuellen PO4 von 0,1-0,13 etwas reduzieren möchte und vor kurzem einige Strudelwürmer hatte, habe ich mich für Elimi-Phos Rapid entschieden. Die Strudelwürmer wurde ich mittlerweile los. Das ist vor ein paar Wochen passiert und unabhängig vom nächsten Punkt.


    Nun wollte ich weiterhin das Projekt der PO4 Reduzierung angehen. Ich habe also eine ganze Woche immer zur gleichen Zeit 3ml dosiert. Das müsste also täglich eine Reduktion von 0,03mg/l PO4 bedeuten. Es sollte also nach 7 Tagen doch irgendwas passiert sein, selbst wenn ich Depots oder hohen Eintrag habe.
    Gestern habe ich also nach den 7 Tagen gemessen (24h nach der letzten Dosierung). Erwartungsvoll hat der Hanna Checker runter gezählt und ich habe alles erwartet. Ob es nun 0 wäre, oder umgerechnet 0,03 oder ähnliches. Aber was kam raus? 0,12 etwa nach mehreren Referenzmessungen... Bisher hatte es also keinen Einfluss.


    Ich habe immer abends zur gleichen Zeit dosiert. Das Lanthan gebe ich direkt vor den Ablaufschacht, dass der Großteil direkt dort hinunter geht und das ausgefallene PO4 am besten im Powerfilter (DSR) gebunden wird.


    Jetzt ist die Frage: Wirkt das Lanthan bei mir nicht? Ist das Depot wirklich so stark, dass es sofort alles ausgleicht auf immer den gleichen Wert? Oder benutze ich es falsch? Oder ist die Dosierempfehlung irgendwie daneben?
    Ich werde nun täglich 10ml dosieren und erneut in 7 Tagen messen. Damit müsste es täglich zu einer Reduktion um 0,1mg/l kommen!

    SPS Hauptbecken: DIY Weißglas 295x70x55
    - 5x ATI Straton - Tunze 6105 - Tunze Stream 3 - Deltec 3000i - Jebao DCP-10000 -
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  • Ich reduziere in 9000 Liter Po4 um 0.02 pro Tag mit 40ml


    Also 0.44 ml reduzieren 0.02 in 100 Liter
    Oder 0.22 reduzieren 0.01 in 100 Liter


    Also komme ich auch nicht an die Empfehlung heran.


    Ich gebe es in den Ablaufschacht dann läuft das 35m bis zum Vliesfilter und dann in den Abschäumer. Ich vermute die Filterung ist entscheidend und die Zeit die Lathan zur Reaktion Zeit hat vor der Filterung.


    Gruß Torben

  • Hallo,
    ich benutze das Präparat über viele Monate, jeweils immer nach Bedarf (wenn Phosphat knapp über 0,1 mg/l), so auch in meinem neueren Becken (600l Nettovolumen).
    Gabe in den immer etwas mitfließenden Notablaufschacht mit Spritze 3-5 ml, ca. 2-4 mal die Woche.
    Der unten am Rohr angeschlossene (auch der Notablauf hängt dran) Clarisea -Vliessrollenfilter zieht daraufhin Sekunden später an.
    Kontaktzeit also relativ kurz. So konnte ich bisher den P-Wert zwischen 0,05-0,1 mg/ l recht gut halten.


    Die Dosierung ist somit auch bei mir nicht exakt nach Herstellerangabe...wie Tow ja auch schon schreibt, die Kontaktzeit ist wohl für die Effektivität nicht unbedeutend.


    Einfach ins Becken geben (ohne die sofort entstehenden Ausfällungen möglichst gleich wieder herauszuholen) möchte ich vermeiden, auch wenn Direkteingabe wohl am effektivsten und wohl am ehesten nach Herstellerangabe von der Dosis.
    Nicht nur, weil es ab einer gewissen, höheren Dosis toxisch für die Kiemenatmer zu sein scheint.
    Die Ablagerungen der Ausfällungen auf den Steinen / Sand /usw. im Becken als mögliche Depots selbst sind langfristig bestimmt nachteilig.
    Ich denke auch, dass diese Depots (auf/in Steinen/Sand/Deko) den Phosphatspiegel relativ rasch wieder auf ein gewisses Niveau (oder eben ein wenig darunter) anheben könnten.
    So versuche ich zumindest den Verbleib des Lanthanwirkstoffes (oder deren chem. Bindungen) im Wasser zu minimieren. Trotzdem ist Lanthan in der ICP bei mir nachweisbar.


    Mein Fazit: das Zeug funktioniert gut, Dosis ist Erfahrung und Gefühlssache (so blöd das klingt) bei Anwendung. Vermutlich auch bei jedem Beckensystem ein wenig anders. "Sofortherausnahme via Rollenfilter" oder ähnliches (regelmäßig/oft gewechselte Watte usw.) vorteilhaft, auch wenn Effektivität dadurch gemindert.
    Einen Phosphatwert von 0,05-0,1 mg/l wirste damit mit etwas Beobachtungsgabe bestimmt auch langfristig hinbekommen, wenn das Dein Ziel sein sollte.
    Ich versuche jedoch den Einsatz von TM Phosrapid gering zu halten.
    So arbeite ich auch weiterhin mit anderen Adsorbern (Rowa auf Eisenbasis oder seit kürzerem auch ab und zu mit ATI auf Alubasis) geringdosiert zusätzlich.
    Auch wenn deren Einsatz mit allerlei Unannehmlichkeiten verbunden ist.
    Phosphat wird wohl zumindest bei mir langfristig immer ein Thema bleiben, denn ich füttere hauptsächlich Granulat/Flocken-und diese Futtersorten beinhalten bekanntlich ziemlich viel Phosphat...
    Ne genauere Anleitung zur Dosierung kann ich somit auch nicht machen...muß halt vorsichtig ausprobiert werden.

    Gruß
    Thomas

  • Ich danke euch für eure Rückmeldung. :)

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