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AC-Peter

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Sonntag, 10. Februar 2019, 17:53

Cyanos und Dinos?

Hallo,

haben nun seit 3 Monaten ein MW-AQ. Haben mit RRR gestartet und zusätzlich das Reef Mature Pro Kit von Red Sea verwendet. Kieselalgen hatten wir in der Einlaufphase zwischen Woche 4 und 5 relativ stark. Grüne Fadenalgen hatten wir überhaupt keine. Nach den Kieselalgen sah das Becken auch wieder gut aus.

Besatz besteht aktuell aus 2 Kupferanemonen und 10 LPS-Korallen, welche auch alle echt gut dastehen.
Zudem haben wir 7 Einsiedler, 8 Schnecken (davon 4 Sandgrabende) und eine schüchterne Boxerkrabbe.

Kämpfen aktuell mit massiven Algen-/Bakterienproblemen. Insbesondere der Kies ist betroffen und mit grünen, roten und braunen Algen übersät gewesen. Haben bereits versucht über 1 Woche täglich Phytoplankton als Nährstoffkonkurenz zuzuführen, jedoch ohne sichtbaren Erfolg.
Als nächstes haben wir versucht täglich Bakterien (microbeLift special Blend) zuzuführen, jedoch ebenfalls ohne Erfolg.
Aus Verzweiflung haben wir dann gestern großzügig den betroffenen Kies abgesaugt. Heute morgen dann wieder ins Becken geschaut und es haben sich schon wieder die ersten leichten Beläge gebildet.


Hab dazu mal 3 Bilder mit beigepackt. Bild 1 und 2 sind vom Riff. Scheinen grüne und rote Schmieralgen zu sein, oder?
Bild 3 ist vom Bodengrund. Was könnten das für Algen oder Bakterien sein.
Bild 4 ist der Bodengrund vor dem ersten Absaugen. Hier sieht man sehr gut, dass es sich um rote, grüne und braune Beläge handelt.

Hat jemand einen Tip was man noch machen kann um den Bakterien wieder Herr zu werden? Das ganze Becken für 2 Wochen abdecken oder die Wodkamethode erscheinen mir aktuell etwas zu krass.

Ich habe auch ein bisschen das Gefühl, dass die Probleme erst aufgetaucht sind, als wir von dem Red Sea Coral Pro Salz auf das Dupla Marin Amino Active umgestellt haben. Kann das sein? Macht für mich irgendwie keinen Sinn.

Aktuellen Wasserwerte:
Temperatur: 25 °C
Salzgehalt (Refraktometer): 35
pH (Red Sea): 8,2
KH (Red Sea): 10,2
NO3 (Red Sea): 20
NO2 (Red Sea): 0,2
NH3 (Red Sea): 0
Silikat: 0
PO4 (Red Sea): 0,08
Ca (Red Sea): 430
Mg (Red Sea): 1480

NO3 ist bei uns seit beginn sehr hoch. Haben auch schon alle Filterwatte entfernt und ein NiteOut-Produkt versucht, bekommen den Wert aber einfach nicht weiter runter.


Bild1:


Bild2:


Bild3:


Bild4:





Ich Hoffe jemand von euch hat einen Tip für uns :)

Wassermaus

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Sonntag, 10. Februar 2019, 18:04

Schaut für mich nach roten und grünen Cyanos aus. Absaugen, dran bleiben und für Stabile Werte sorgen. Wenn ihr könnt die Beläge mal unter dem Mikroskop anschauen. Wodka würde ich nicht versuchen wollen, wenn der NO3-Wert unbedingt runter soll, dann von DSR das Carbo V/S (Zucker/Essig), aber bitte langsam.
Der KH ist gewollt so hoch? Würde ich ehr bei 7,5-8 ansetzen. :EVERYD~16:
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Viele Grüße

Carmen
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Wassermaus« (10. Februar 2019, 18:05)


AC-Peter

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Sonntag, 10. Februar 2019, 18:16

Danke für deine Antwort. Werde mir Mitte der Woche mal versuchen die Beläge unter dem Mikroskop anzuschauen.

Sind die braunen Beläge auf dem Bodengrund auch Cyanos? Das mit dem Bodengrund absaugen ist so ne Sache, wenn wir das täglich eine Woche lang machen, dann haben wir anschließend kaum noch Bodengrund im AQ...

Der KH wert ist aktuell gewollt so hoch. Sind aber gerade dabei den langsam zu senken.

Wassermaus

Pfützenteufel

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Sonntag, 10. Februar 2019, 18:25

Cyanos oder leichte Kieselalgen, aber das sagt das Mikroskop recht schnell.
Wenn das Becken groß genug ist, 3-4 von denen noch
https://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/…ex_luhuanus.htm

Wenn schon was zu Futtern im Sand ist auch noch einen
https://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/…r_angulatus.htm

Alles vorausgesetzt das Becken ist groß genug. Ansonsten bin ich auch gut gefahren einfach den Belag im Sand mechanisch zu stören.
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Viele Grüße

Carmen
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AC-Peter

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Sonntag, 10. Februar 2019, 19:03

Das Becken ist mit 75 Liter leider zu klein für beides.

Theoretisch haben wir 4 sandgrabende Schnecken, die auch Cyanos fressen sollen, aber die kommen glaub ich einfach nicht hinterher.

Wassermaus

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Sonntag, 10. Februar 2019, 19:10

Welche sind es? Also die sandgrabenden? Evtl. durch 4 Nassarius ergänzen, die fressen zwar keine Cyanos, sondern nur die Reste und durchpflügen den Sand oder zwei Babylonier, die angeblich auch Borstenwürmer fressen, aber auch einen Nummer größer sind.
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Viele Grüße

Carmen
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JohannesFFM

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Sonntag, 10. Februar 2019, 19:24

Hi,

also die Beläge sehen doch nicht schlimm aus. das habe ich schon viel gravierender gesehen :) Einfach immer mal wieder absaugen. Atm hab ich auch etwas Cyanos aber so ist das halt sie nehmen aber atm keine Überhand. Macht doch mal nen Foto von eurem Technickbecken. Meine Vermutung ist ja das es an der Kombi von künstlichen Gestein und neuem Becken liegt. Du kannst auch mal einen Triton ICP zusammen mit N-DOC Test machen und dann läßt du dich beraten. Triton hat hier auch ein Board.

Viele Grüße Johannes

AC-Peter

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Montag, 11. Februar 2019, 06:40

@Wassermaus
An Schnecken haben wir: Cerithium caeruleum - Sand-Nadelschnecke, Cerithium stercusmuscarum - Pazifische Gefleckte Sandschnecke, Lunella coronata - Lunella Algenschnecke und zwei Turboschnecken.


@JohannesFFM
Also insbesondere wenn man sich Bild 4 anschaut finde ich es schon schlimm. Bild 1-3 sind von Samstag nach der großen Reinigungsaktion.
Das Technikbecken ist bei unserem AQ quasi hinter der Rückwand. Das sieht soweit sauber aus, da es dort relativ dunkel ist kann man leider kein ordentliches Foto machen.
Nach den Triton-Tests werde ich mich mal informieren. In wie weit das zum aktuellen Zeitpunkt Sinn macht kann ich nicht genau sagen, da wir ja die letzten 2-3 Wochen täglich was ins Becken geben (Erst Phytoplankton, aktuell Bakterien) und so das Becken ja quasi nie einen stabilen Zustand erreicht.

LysN.

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Montag, 11. Februar 2019, 07:35

Hi, also schlimm ist wirklich was anderes...das wäre ein dicker roter/grüner Teppich über dem Sand, den Steinen und teils auch den schreiben. Ich würde synechococcus empfehlen, neben dem täglichen absaugen. Das ist ein natürlicher nahrungskonkurrenz und hat bei mir schon 2 mal die cyanos erfolgreich und langfristig zurückgedrängt

Lg

JohannesFFM

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Montag, 11. Februar 2019, 12:37

Hi,

also Bild 4 ist wirklich kein Problem. Das bisschen Cyanos hat jeder mal. Ist wirklich kein Grund in Panik zu verfallen oder x Produkte ins AQ zu kippen nur um so ein bisschen Cyanos zu bekämpfen. Versteh natürlich wenn es dich pers. stört. Wieviel Liter Wasserwechsel machst du denn pro Woche und wie groß ist dein Aquarium?

Viele Grüße Johannes

sandanemone

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Montag, 11. Februar 2019, 14:07

Hallo,
soweit man das aus den Bildern heraus ersehen kann werden das Cyanobakterien sein. Gibt da ne ganze Reihe unterschiedlicher Subtypen mit den unterschiedlichsten Farben.
Vielleicht auch noch Kieselalgen dabei.
Cyanos kommen und gehen immer mal wieder, bei noch "frischen" Becken häufiger, bei länger laufenden Becken weniger, um dann hier und da sich immer wieder Mal kurz-oder längerfristig zurückzumelden...
Prinzipiell steht das erstmal für ein (vorrübergehendes) Bakterienbesiedlungsungleichgewicht, in diese "Lücke" stoßen dann die Primärbesiedler, eben die Kieselalgen und Cyanos.
Sollte Dich jetzt nicht zu sehr beunruhigen. Die Menge ist entscheidend, also solltest Du meiner Meinung nach nicht zu große Teppiche davon entstehen lassen, also immer wieder mal einfach mechanisch Stören und/oder Absaugen. Auf den Steinen würde ich die einfach mit ner Zahnbüste mechanisch entfernen, wenn Du das hinkriegst, dann auch gleich Absaugen, ist aber auch nicht wild, wenn Du geringe Mengen davon im System beläßt. Größere Fetzen oder Teppiche würde ich schon versuchen ganz aus dem System zu holen irgendwie.
Gibt, wie oben genannt, ein paar biologische Helfer, um mechanische Eingriffe kommt man aber auch mit deren Hilfe nicht immer herum.
"Special Blend" oder andere Bakterienpräparate würde ich ganz lassen, damit gibst Du immer wieder ein gewisses Bakterienungleichgewicht von außen vor, das im Endergebnis oft eigentlich eher Nachteilig für das ganze System ist.
Nicht die Zugaben von irgendwas ständig verändern, also nicht ne Woche dies, ne Woche das usw... Damit störst Du ständig ein sich bildendes Bakteriengleichgewicht. Lieber konstant bei einer Sache bleiben, dann kann sich auch ein gewisses Gleichgewicht der Mikrobiologie viel stabiler einstellen.
Gruß
Thomas

AC-Peter

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Montag, 11. Februar 2019, 17:59

Tag zwei nach der großen Saubermachaktion: Großteile des Bodengrundes sind wieder leicht von braunen Algen bedeckt. Scheinen aber Kieselalgen zu sein. Vermutlich weil wir mit der letzten Reinigungsaktion auch nochmal bisschen neuen Bodengrund mit eingebracht haben.
@ JohannesFFM
Das Aquarium hat 75 Liter inkl. Technickabteil hinten. Minus Sand und RRR würd ich mal so auf 70 Liter Gesamtvolumen tippen. Wasserwechsel machen wir 1x pro Woche 10 Liter.

@Sandanemone
Meinst du mit mechanisch Stören, einfach den Sand an den betroffenen Stellen aufzuwirbeln? Verteil ich dadurch die Cyanos nicht noch viel mehr im ganzen Becken?
Da wir das ganze Becken ohne LG, Lifesand oder eingefahrenes MW gestartet haben, sondern nur mit "neuem" Kies und RRR dachte ich, dass ich der ganzen Biologie durch das zudosieren von Bakterien ein bisschen Starthilfe/Unterstützung geben kann. Woher sollen die Bakterien auch sonst kommen, wenn man kein LG o.ä. zum einfahren benutzt...

sandanemone

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Montag, 11. Februar 2019, 22:24

Hallo,
ja, ich meine mechanisch Stören. Insofern, als das sich eben keine großflächigen Teppiche bilden könnten. Denn so ein Teppich kann mit der Zeit zu richtigen Matten heranwachsen, dann ist die Gesamtmenge der Cyanos unter Umständen mit Problemen behaftet (Toxine beim Absterben).
Optimal wäre Absaugen, aber oftmals eben nicht praktikabel, deshalb besser Stören durch häufigeres Verwirbeln, Abbürsten oder ähnliches als einfach nur unberührt lassen.
Die freiwerden Cyanos stellen dann (wenn die Menge eben begrenzt) keine große Gefahr dar, denn sie brauchen "freie" und unbesetzte Flächen zum Wiederansiedeln.

Ausschließlich künstliches Gestein mit zugeführten Bakterienstämmen:

Das ist eben der Nachteil, wenn man überhaupt kein Lebendgestein verwendet. In LG sind viele tausend verschiedene Bakterienarten (und nicht nur Bakterien, sondern auch Algen, Schwämme uswusw) enthalten, auch gleich in der richtigen Konstellation, die sich dann gegenseitig auch in Schach halten können (Gleichgewicht).
In den angebotenen Bakterienpräparaten sind nur die gängigsten Arten für die Nitrifikation/Denitrifikation enthalten, aber eben nur relativ wenige verschiedene Arten.
Je weniger Artenvielfalt, desto tendenziell instabiler im Verlauf...
Mit den künstlichen Dekomaterialien (die durchaus auch Vorteile haben, keine Frage) läuft das zwar auch, braucht aber ohne dazugegebenenes LG im Vergleich zur Kombi mit LG deutlich länger zum Gleichgewichtaufbauen, ist meist auch eher instabiler und damit auch anfälliger eben für diese "Primärsiedlermikroorganismen".
In viel geringerer Menge sind diese vielfältigen Bakterienstämme aber auch auf den Korallen und deren Steinen enthalten, womit man auch ins Ziel kommen kann, dauert aber eben nur länger.
So jedenfalls meine Beobachtungen.
Mach Dir mal keine Sorgen, saug die ab oder störe die sich bildenden Flächen regelmäßig, dann werden die mit der Zeit auch wieder verschwinden.
Gruß
Thomas

AC-Peter

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Dienstag, 12. Februar 2019, 06:41

Danke für die vielen Antworten! Schön das einem hier immer so gut geholfen wird :)

Hatten uns damals bewusst für die RRR entschieden, da wir doch ein schlechtes Gewissen hatten LG zu nehmen.

Werden das Becken jetzt einfach sich selbst überlassen und fleißig absaugen/stören. Und dann vielleicht mal in 2-3 Wochen, je nach dem wie sich das ganze entwickelt, mal ein umfangreiche Wasseranalyse machen lassen.
Mich wundert in dem Bezug halt nur noch, dass trotz der Kombination von kleinem Becken und vielen Korallen, der KH, Ca und Mg Wert innerhalb einer Woche überhaupt nicht sinkt.?

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