Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Dein Meerwasser Forum für Nanoriffe. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

L4rs

*~. R4gg4MuFFiN.~*

  • »L4rs« ist der Autor dieses Themas
  • Deutschland Jamaika

Beiträge: 7 970

Aktivitätspunkte: 40985

  • Nachricht senden

1

Samstag, 11. Januar 2014, 15:08

Besatzempfehlung von 60-80 Liter

Besatz für Becken von 60 bis 80 Liter

Der Besatz für kleine Becken bis 80 Liter beschränkt sich auch Wirbellosetiere ggf. vereinzelte kleine Fisch.
Man muss sich darüber im klaren sein, dass je kleiner das System wird umso instabiler ist die Biologie mit welcher das Becken läuft.
So kann das Versterben eines Tieres dazu führen, dass das Becken kippt und alle Tiere darin sterben werden.
Um dies zu vermeiden ist es nötig regelmäßig Wasserwerte zu erheben, um Veränderungen zu erkennen und diesen entgegen zu wirken.

Generelles

Als sinnvoll erachte ich das Messen der Karbonhärte (KH) sowie die Wert Calcium (Ca), Magnesium (MG), Nitrat (No3) und Phosphat (Po4) einmal die Woche an einen definiertem Tag.
Diese Werte sind zu messen einige Stunden nach dem Wasserwechsel, sodass das Wechselwasser schon einige male zirkuliert ist und sich ausreichend mit dem Beckenwasser vermischt hat.
Je nachdem nach welcher Methode (Triton, SangoKai oder Balling) gearbeitet wird, variiert die Menge der Wasserwechsel.
Bei der Trition Methode ist ein Wasserwechsel nicht nötig und ist zu vernachlässigen.
Generell würde ich zu einem Wasserwechsel von min. 10% in der Woche raten.
Um Dichteschwankungen zu vermieden, sollte man vor dem Wechsel mit einer Spindel oder einem Refraktometer testen, ob die Dichte stimmt.
Tiere wie beispielsweise Garnelen sind im höchsten Maße dichteempfindlich und können bei hohen Schwankungen sterben.
Ebenso ist anzuraten, bei dieser Beckengröße schon einen Eiweißabschäumer einzubringen. Dieser schlägt Luft auf um Dreck an Proteine zu binden, um diese aus dem Wasser zu entfernen. Im Forum gibt es viele Lösungen, wie man Abschäumer in das Becken einbringen kann, somit verweise ich hiermit an die Boardsuchmaschine.

Tiere

Eine Übersicht welche Einsiedlerkrebse in Nanos gehalten werden können, findet ihr im Link.
Dieser enthält eine Auflistung, nanotauglicher Einsiedler aufgeführt von Dirk Jansen.

Nanotaugliche Einsiedlerkrebse

Diese Beckengröße ist geeignet für Tiere wie eine Quadratkrabbe (Percnon) oder beispielsweise eine Grundel mit passendem Symbioseknallkrebs.

Von Seeigeln oder Seehasen ist bei dieser Beckengröße abzusehen, da diese auf kurz oder lang die Nahrungsgrundlage ausgeht und die Tiere verhungern werden.
Diese fressen weitestgehend Aufwuchs, der natürlich nach einer gewissen Zeit zuneige geht.

Zu Garnelen wäre eher zu raten, zum Beispiel Thor amboinensis oder Rhynchocinetes durbanensis sind kleine schön anzusehende Tiere. Zu größer werdenden Garnelen, wie Beispielsweise Putzergarnelen wie Weißbandputzer (Lysmata amboinensis) oder Kardinalsgarnlen (Lysmata debelius) rate ich ab. Deren Bestimmung im Meer ist es andere Fische zu putzen und von deren Parasiten zu ernähren, welche in einem Nanobecken nicht leben. Ebenso ist deren Endgröße zu groß für Becken bis 60-80 Liter.

Zu Schnecken kann ich eigentlich jedem raten, da sie die Beckendeko von Algen frei fressen und einfach ein nützlicher Bestandteil eines Riffaquariums sind.
Nun eine Empfehlung für Schnecken zu schreiben, wäre umfassend, da es schlichtweg eine riesige Anzahl an Arten gibt.

Beim Thema Fische wird die Empfehlung recht übersichtlich, da die meisten Meeresfische zu groß werden. Dazu sei gesagt, dass Fische regelmäßig gefüttert werden wollen und die Ausscheidung dessen wieder zum ungewolltem Nitrat wird.

Fische die zu empfehlen sind:

kleinbleibende Riffbarsche
kleinbleibende Grundel ggf. mit Symbiose Knallkrebs
kleinbleibende Zwergbarsche
Eviota oder Trimmarten

Leierfische wie Mandarinfische oder Anemonenfische sind nicht geeignet für Nanobecken.

Leierfische sind sehr sehr schwer Futterfest zu bekommen, sodass sie im Prinzip den ganzen Tag durch Becken schwimmen und Mikrofauna fressen aus dem Lebendgestein oder anderer Deko. Diese ist nach kurzer Zeit erschöpft und das Tier verhungert.


Anemonenfische leben in Symbiose mit einer Anemone und sind relativ Stanorttreu. Allerdings benötigt eine Anemone relativ viel Platz und vernesselt andere Korallen mit ihren Nesselgiften. Es gibt keine Art, welche so klein bleibt, dass sie nanogerecht wäre, außer vielleicht Crassa Anemonen, welche keine Symbioseanemone für Anemonenfische sind.
Ebenso entlassen Anemonen Nesselgifte ins Wasser, welche sich ebenfalls schadhaft auf andere Beckenbewohner auswirken, wie beispielsweise Fische oder empfindliche Korallen.
Dazu werden Anemonenfische auch relativ groß, sodass der Schwimmraum erheblich beengt ist.

Hiermit appelliere ich an die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein des Lesers auf solche Tiere zu verzichten.


Ich hoffe, damit einen kleinen Überblick gegeben zu haben, welche Tiere potentiell in kleine Wasservolumen gehalten werden können.

Ebenfalls interessant zu lesen, sind die Einsteigertipps von Harald Ebert und Ben Funk

http://nanoriffe.de/index.php?page=Attac…achmentID=14103

Ich hoffe, euch die Welt des Nanos ein wenig näher gebracht zu haben :)

Mit freundlichem Gruß
Lars Laurisch
:EVERYD~313: H4rdCor3 SPS R33f1Ng T3am :EVERYD~313:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »L4rs« (11. Januar 2014, 16:14)


Social Bookmarks

Counter:

HTML Editor - Full Version
Hits heute: 13 601 Klicks heute: 35 208
Hits pro Tag: 19 626,08 Klicks pro Tag: 47 725,88