Negativer Effekt von Aktivkohle ?

  • Ozon habe ich immer so eingestellt, dass man es auf keinen Fall riechen kann. Wenn Katze oder Hamster umfallen war es zu viel - alles schon passiert!

    By the way - Ozon zerstückeltm deformiert die langkettigen Moleküle, danit sie der AS abschäumen soll. Kohle entfernt sie. Wo also ist der größere Benefit???

    Gruß
    Burkhart

  • Kenne mich mit Ozon nicht aus, aber stellt man es nicht so ein, dass man es leicht riecht und dreht dann etwas zurück? So dass man es nicht mehr riecht aber an der Grenze ist?


    Bzw ich agiere seit längerer Zeit mit UV in Verbindung mit Aktivkohle die ich zuvor aktiviere und habe keine negativem Effekt erkennen können. Wechsel alle 4-6 Wochen je nach Zeit und fahre eher etwas niedrigere Menge bzw am unteren empfohlenen Limit

    VG

    Chris

  • So würde ich das mit dem Ozon auch machen, bzw. mache es so. Ich dreh den Ozonisator nach der Reinigung alle zwei Wochen auf n Viertel, wenns anfängt nach Gewitterluft zu riechen, Dreh ich ihn n Stück zurück, lüfte und warte ab ob es wieder auffällig riecht. Irgendwann hat man die Einstellung dann mehr oder weniger parat. Passiert ist hier weder Rennmäusen, Fischen noch Menschen was. Und das fahr ich seit Jahren so. Für alle die bei kleinen Becken unsicher sind. Es gibt auch sehr schwache Ozonisatoren bei, gab's jedenfalls, bei AliExpress. So einen hatte ich früher auch an 30ltr hängen. Das lohnt sich... Ozon würd ich nicht mehr missen wollen. Ich fahr übrigens zusätzlich auch UV, Ozon ist kein Allheilmittel und auch UV ist ne tolle Sache.

    Gruß,
    Andreas


    Aktuelles Becken:


    Sera Aquatank 160:
    - 2x Jebao MLW-10
    - 1x Jebao MLW-20
    - Heizung
    - AutoAqua Smart ATO Duo
    - Dosieranlage
    - Vervve G3
    - JBL CrystalProfi GL e902
    - Eheim Skim 350

  • Ozon ist doch aber giftig?

    giftig ist der verkehrte ausdruck. vielleicht kann man es eher mit "ätzend" beschreiben. aber erst in wirklich grosser menge. das spürt und riecht man dann schon deutlich und muss dem lange und direkt ausgesetzt sein. wie bei allem macht es die menge. und die ist ja regulierbar.


    vereinfacht (bin ja bekanntlicherweise kein chemiker):

    durch hohe spannung im ozonisator wird das o2 molekül aus der luft aufgespalten. die entstandenen einzelatome binden sich unter anderem an andere o2 moleküle. es wird o3 erzeugt. da dieses aber schnell wieder zu o2 zerfällt entstehen freie radikale, einzelne o atome, die sich wieder binden wollen. so heften sie sich auch an andere moleküle und oxidieren diese dadurch auf, wandeln sie um. oxidation. es kann also durch die oxidation ein abschäumbares material entstehen, welches vorher nicht abschäumbar war. so habe ich es zumindest seinerzeit verstanden.

    als grobes beispiel für oxidation... rost. ist auch eine oxidation, wo ein stoff in verbindung mit sauerstoff in einen anderen oxidiert wird. eisen in eisenoxid.


    ozon kann natürlich insgesamt gefährden. daher sollte die abluft auch über kohle gefiltert werden, um auch reste zu neutralisieren. ist aber nur eine sicherheitsmassnahme. die mengen, die wir erzeugen und die übrig bleiben, haben zwar noch eine wirkung, aber eine direkte und sofortige schädigung ist meiner meinung nach kaum möglich.


    aber wie gesagt, es ist trotz allem mit vorsicht zu verwenden. kann man es deutlich riechen, ist es zu hoch eingestellt. die menge ist für die kurze aufenthaltszeit im reaktor, meist der abschäumer, zu kurz, um vollständig zu reagieren und wieder zu zerfallen.


    mein tipp: beschäftigt euch vor der verwendung eines ozonisators mit dessen funktion und wirkweise. wie bei vielen anderen sachen in unserem hobby eben auch.


    um nochmal aufs eigentliche theam zurückzukehren... ich persönlich halte ozon durch seine kotrollierbarkeit und durch weniger einfluss auf den elementehaushalt für besser als kohle. aber natürlich hat diese ihre daseinsberechtigung. hier macht es aber auch die menge, die man oft erst mühsam für sein becken herausfinden muss. da ist ozon schon von anfang an einfacher. ich denke die negativen effekte bei kohleeinsatz können grösser sein als die von ozon.


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    bis zum Betrieb des Beckens

  • Toll erklärt Michael ! :thumbup:


    Warum ich Ozon nutze und wie ich es mache ?


    Ich hatte (wie man in meinem Beckenthread nachlesen kann) einen Spurenmetallmangel der auch mit der ICP nicht aufgefallen ist (Grund dafür war eine hohe Gelbstoff-Belastung und lt. Jörg Kokott können diese auch Spurenmetalle binden und so für die Korallen nicht verfügbar machen, die aber in der ICP trotzdem angezeigt werden.)

    Damals habe ich die Spurenmetalldosis erhöht 2-3 Tage zugegeben und fast sofort war "wieder alles gut".

    Gelbstoffe sind immer noch latent hoch und mit der Aktivkohle wurden die auch nicht weniger, w.h. ein Ozonisator musste her, der nachweislich diese langen Molekülketten wieder "zerstückelt", Gelbstoffe reduziert und Spurenmetalle verfügbarer macht.


    Also den Sander C50 besorgt, mit Membranpumpe am Schalldämpfer des Abschäumers angeschlossen und vorsichtig mit der Zugabemenge hochgefahren, sprich beim Neustart nur so weit aufgedreht, dass gerade die blaue LED zu leuchten beginnt.

    Nach und nach immer weiter hoch bis ich jetzt auf ca. 25% angelangt bin, die mir richtig erscheinen.

    Diese 25% wären rechnerisch 12,5mg/h und die sind nicht realistisch weil durch die Luftfeuchtigkeit dieser min. halbiert werden muss, w.h. wir landen in meinem Fall bei ca. 6mg/h und das für 600L. (Lt. Sander bei Meerwasser 10mg/100L und da bin ich weit drunter).

    Seit ich den Ozonisator weit weg vom Becken in einen anderen Raum montiert habe, ist der so gut wie wartungsfrei und verdreckt bei weitem nicht mehr so stark.


    Der Effekt durch den Einsatz des Ozons ist meiner Ansicht nach für mein Becken sehr positiv.
    Korallen standen innerhalb weniger Wochen viel besser, Wasser ist klarer und der Besatz irgendwie lebhafter.

    Ich will das Ding auf keinen Fall mehr missen.

  • Seit ich den Ozonisator weit weg vom Becken in einen anderen Raum montiert habe, ist der so gut wie wartungsfrei und verdreckt bei weitem nicht mehr so stark.

    ich hatte immer nen rohr mit trocknerperlen und filterwatte an der ansaugöffnung des ozonisators vorgeschaltet. das hilft der effektivität und bei wartungsintervallen auch deutlich.


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  • Naja aber:

    100 g AK auf 600 l um Gelbstoffe zu binden, etwas wenig.

    Wird ja in einem Reaktor verwendet.

    Wie groß ist der Reaktor?

    Hoch und Durchmesser?

    Hatte auch schon mal die doppelt empfohlene Menge (lt. FM 30g/100l --> 180g für 600l) von fast 400g im Reaktor und das Ergebnis war nicht wirklich berauschend, bzw. hat das den Korallen absolut nicht mehr gut getan.

    Schwebebettfilter ist der 1L von Knepo (https://www.knepo.de/flie_bettfilter_FIS-080-330-W.html) für Innenbetrieb.


    ich hatte immer nen rohr mit trocknerperlen und filterwatte an der ansaugöffnung des ozonisators vorgeschaltet. das hilft der effektivität und bei wartungsintervallen auch deutlich.

    Glaube das der Hauptgrund für das schnelle Verdrecken die hohe Luftfeuchtigkeit der Ansaugluft war.

    Einen Filter oder ähnliches habe ich jetzt nicht vor der Membranpumpe und trotzdem verschmutzt der jetzt so gut wie gar nicht mehr.

  • Also der Knepo ist schmal und hoch (am Foto zwischen den zwei RFP mit Anschluss vorne).

    Der Durchfluss ist mit Kugelhahn von der Pumpe Technikbecken mit ca. 100l/h ausgelitert.

    Viel besser geht das Setup meines Erachtens nicht.


    Eines habe ich vergessen ... der Füllstand AK am Foto sind ca. 400g und da habe ich das Becken gerade mit Osmosewasser im Durchlauf fahren lassen.

  • Aslo ich nehme bei 570 l auch die empfohlene Menge der Fauna marin Carb-L. Mir ist bisher nur aufgefallen, dass diese nicht unerheblich po4 einträgt. In diesem Fall passt mir das aber sehr gut, da ich ansonsten immer an der Limitierung kratze. Beispiel letzter Wechsel: PO4 au nicht nachweisbar gefallen. 170 g Carb-l ergibt zwei Tage später eine Messung von 0.04. Habit ihr das auch beobachtet? SG Florian

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