Negativer Effekt von Aktivkohle ?

  • Servus zusammen,


    Habe jetzt schon mehrfach beobachtet, dass der Tausch meiner kleinen Menge Aktivkohle (100g für 600L) negative Auswirkungen auf meine Korallen hat.

    Mittlerweile steuere ich gleich nach dem Austausch mit etwas mehr Iod (als sonst sowieso täglich per Dosierpumpe dazukommt) dagegen, aber da dürfte trotzdem einiges an Spurenmetallen relativ rasch rausgezogen werden ... verdächtige hier dass Bor, Eisen und Zink (Quelle --> https://oceamo.com/reaktormedien2/) trotz der geringen Menge bei frischer Kohle gebunden werden.

    Beobachten kann ich ein etwas schlechteres Polypenbild bei den LPS (speziell die grüne Euphyllia) und ein leichtes Motzen bei den SPS (speziell die Montipora Bubblegum).


    Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht ?


    Und falls die Frage gestellt wird ... alles andere wie Licht, Strömung, Wasserwerte, Fütterung, etc. gleich wie vorher.

  • Also so drastisch habe ich es noch nie bemerkt. Ja wenn ich Kohle Wechsel dosiere ich auch immer etwas Iod. Das Kohle vor allem hochwertige, wie die von Fauna, Spurenelemente rauszieht ist bekannt. Deswegen soll man ja auch sehr sparsam einsetzen (z.b. Ansatz bei Sangokai)

    VG

    Eheim Inspirica reef 530 ;LPS, SPS Mischbecken Styloporen , Gonioporen und Zwergkaiserfisch Liebhaber

  • Das ist der Grund warum ich Kohle eher meide. Ich sehe auch selten Grund im normal laufenden System Kohle zu nutzen wenn jetzt nichts problematisches im Wasser ist was gebunden werden müsste.

    Gruß,
    Andreas


    Aktuelles Becken:


    Sera Aquatank 160:
    - 2x Jebao MLW-10
    - 1x Jebao MLW-20
    - Heizung
    - AutoAqua Smart ATO Duo
    - Dosieranlage
    - Vervve G3
    - JBL CrystalProfi GL e902
    - Eheim Skim 350

  • Das ist der Grund warum ich Kohle eher meide. Ich sehe auch selten Grund im normal laufenden System Kohle zu nutzen wenn jetzt nichts problematisches im Wasser ist was gebunden werden müsste.

    Überlege auch auf die Kohle zu verzichten und nur im "Notfall" einzusetzen.

    Verwende übrigens die FM Carb L und die ist schon sehr gut wie ich finde.

    Menge lt. Vorgabe wäre 180g für die 600L und mit meinen verwendeten 100g fahre ich ohnehin schon in sehr geringer Menge.


    Jörg rät auch statt Kohle Ozon zu verwenden.

    Ozon ist schon länger im Dauereinsatz mit dem Sander 50 auf ca. 25% und hat meinem Becken erst so richtig den letzten Kick gegeben.

    Aktivkohle wäre wegen Entfernung vom Restozon und ev. Auftreten von Bromat wegen dem Ozonisator im Einsatz, wo ich völlig unschlüssig bin, ob das überhaupt was bringt.

  • vielleicht biste in der menge für dein becken immernoch zu hoch. versuch mal weniger zu nehmen, dafür dann regelmässiger, wenn überhaupt nötig. würde ich nur in erforderlichen situationen einsetzen.

    selbst bin ich auch eher die ozon-fraktion. kohle ist einfach unkontrollierbar in eintrag und austrag. das noch in abhängigkeit von qualität, hersteller, menge und ggf. vorbereitung.

    allgemein kann man sagen, dass man nur sowenig wie möglich nutzt. herstellerempfehlungen sind immer ans jeweilige becken anzupassen. gibts ne sichtbare reaktion, dann ist die menge für den moment zu hoch.

    ozon greift so gut wie gar nicht in den elementenhaushalt ein. ist also kontrollierbarer einzusetzen und abzuschätzen. kann man bei bedarf gezielt zuschalten. auch zeitlich reguliert. so erhält man ein relativ stabiles niveau.


    nachtrag: ozon entfernst du aus der abluft mittels kohle. im wasser ist es sogut wie gar nicht vorhanden, weil es äusserst bindungsfreudig ist.

    aber auch da gilt: richst du es in der abluft deutlich, dann ist die einstellung zu hoch.


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    bis zum Betrieb des Beckens

  • Einen positiven Effekt vom Einsatz der Aktivkohle habe ich auch nie feststellen können und wenn ich die Menge jetzt noch weiter reduziere, kann ich sie auch ganz weglassen.

    Heute Abend schmeiss´ ich die mal raus und dann schauen wir was passiert ... ich vermute gar nichts.

  • Wie oben geschrieben wegen Entfernung vom Restozon und Bromat.

    Da ich aber das Ozon wirklich sehr gering, aber dauerhaft fahre, schätze ich dass das Auftreten beider nicht wirklich ins Gewicht fallen sollte.

  • und wie gesagt ist dafür kohleeinsatz direkt im becken nicht nötig. die nutzt du nur, wenn es wirklich nötig ist. nach einsatz von medikamenten oder ähnlichem.


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  • Ich muss im kleinen Becken leider mit Kohle fahren, da die geringe Menge Ozon, die so ein Becken verträgt, kaum einstellbar ist.

    Das ich schon lange genug mit Kohle arbeite, weiß ich damit umzugehn. Das passiert aber mehr nach Gefühl als nach Messung oder ICP.

    Gruß
    Burkhart

  • Danke für euren Input und long story short ... die Kohle fliegt mal bis auf Weiteres raus.


    Ich muss im kleinen Becken leider mit Kohle fahren, da die geringe Menge Ozon, die so ein Becken verträgt, kaum einstellbar ist.

    Wie klein ist das Becken ?

    Mit dem Sander 25 in kleinster Stufe sollte das doch möglich sein ?

  • Danke für euren Input und long story short ... die Kohle fliegt mal bis auf Weiteres raus.


    Wie klein ist das Becken ?

    Mit dem Sander 25 in kleinster Stufe sollte das doch möglich sein ?

    Das neue Becken hat um 150L Nettovolumen und wird mit einem Tunze Innenabschäumer betrieben. Es muss auf jeden Fall Atemkalk dran. Das in Verbindung mit Ozon wird auf jeden Fall frickelig.

    Gruß
    Burkhart

  • Es gibt immer wieder mal im Laufe der Jahre unterschiedliche Empfehlungen und Ansichten. Ich sehe den Einsatz von Aktivkohle im laufenden Betrieb auch nicht als problematisch so fürchterlich problematisch, wenn man denn damit umgehen kann. Aber jeder so, wie er am besten klar kommt.

    Gruß
    Burkhart

  • wenn man denn damit umgehen kann.

    Was meinst du eigentlich damit ?

    Mit der AK gehe ich sehr sorgsam um ... wenn ich die frisch ansetze, werden 5L Osmosewasser in der Mikrowelle im Kunststoffbehälter erhitzt, dann die 100g AK vorgewässert, anschließend per Kunststoffsieb abgespült bis der Feinstaub weg ist und schlussendlich in den Knepo Schwebebettfilter mit dem Osmosewasser eingewaschen.

    Im Knepo sind unter und über der Schicht an AK je 1x Filterschwamm damit die immobilisiert ist und kein Abrieb entsteht.

    Zur Vorsicht wie schon geschrieben statt 180g AK nur 100g im 2-3 wöchentlichen Wechsel im Einsatz.

    Ergo finde ich schon dass ich damit umgehen kann, aber die Korallen finden das jedes mal nach dem Tausch nicht prickelnd und das ist definitiv die AK, weil keine andere Änderung stattfindet.


    Ich vermute dass die frische AK (wenn´s auch nur mickrige 100g sind) zu Beginn sehr viel an Spurenelementen und Bor zieht, was dann relativ rasch wieder nachlässt, denn wenn die ca. 1 Woche im Einsatz ist, sind die Folgeerscheinungen so gut wie nicht mehr vorhanden.

  • Mit umgehen meinte ich einmal die Aktivierung so wie sie Claude empfiehlt und zum andern die Aufnahme von Elementen,

    Durch die Aktivierung wird laut Claude verhindert, dass die Kohle anfänglich alles rauszieht. Durch die Aufnahme von erhitztem, vollentsalztenmWasser werden die Poren weitestgehend gefüllt. Der folgende Austausch mit Meerwasser erfolgt dann durch Difusion, einem sehr langsamen Prozess. Dadurch wird die Langzeitwirkung der Kohle verbessert.

    Die Aufnahme von Spuren- und anderen Elementen wird bei mir durch einmalige Zugabe von Jod und durch das ständige Nachfüllen durch das Versorgungssystem ausgeglichen. Ich sehe da kein Problem.


    PS: Ich wollte hier niemanden kritisieren. :)

    Gruß
    Burkhart

  • Kein Thema Burkhart, habe ich jetzt nicht als offence wahrgenommen.

    Das mit dem aktivieren der Aktivkohle wurde mir immer erklärt, dass vorweg die ganzen Lufteinschlüsse raus müssen, damit das Molekülgitter auch den Austausch mit dem umfließenden Wasser vollumfänglich schafft und somit die Effektivität am Höchsten ist.

    Geht mit heißem Osmosewasser wie wir wissen sehr gut und damit ist sie auch schon aktiviert.

  • Ozon ist doch aber giftig?

    Wenn man das riechen würde, wäre das dann nicht gefährlich?

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