Flossenfäule oder was?

  • Hallo,
    Letzte Woche habe ich ein Paar Gramma Loreto eingesetzt.
    Dabei ist mir aufgefallen, dass sich einer der beiden direkt auf den Boden gelegt hat und sich teilweise am Boden leicht gescheuert hat.
    Ich dachte mir "Stress". Er hat sich dann auch einbekommen und sich ein Paar Tage normal verhalten.
    Dann ist mir nach ca 3 Tagen aufgefallen, dass die Schwimmflosse leicht ausgefranst war. Zusätzlich habe ich gesehen, dass der Sechsstreifenlippfisch ihn hin und wieder gejagt hat, allerdings hat er ihn nie erwischt.
    Vorgestern war dann nur noch ein kleiner Teil der Flosse da und gestern war sie ganz weg, er hin nur noch auf dem Gestein und hat vor sich hinvegetiert. Dabei war er auch leicht fleckig von der Farbe her. Keine Pünktchen, eher schwer zu erkennende dunkle und hellere Stellen, aber schon in der richtigen Farbe.
    Ich habe ihn dann erlöst...
    Der 2. kleinere hat auch schon einen kleinen Teil der Schwanzflosse verloren und ist seit Einsetzen sehr ängstlich und kommt eigentlich nur zum Fressen aus dem Gestein. Bewegt sich dann aber noch normal.


    Desweiteren guckte gestern Nachmittag meine Feuerschwertgrundel mit dem Hinterteil aus ihrer Höhle im Gestein, auch total ausgefranst die FLossen. Sie war bereits tot. nicht mal 24 Stunden vorher war sie noch putzmunter, keine Auffälligkeiten und gut im Futter.
    Ich habe den Eindruck, dass jetzt auch einer der Clowns einen kleinen weißen Fleck auf der Schwanzflosse hat.
    Was ist das??? Was kann ich tun?
    Die Wasserwerte sind alle im Sollbereich, bis auf einen hohen Mangan und Aluminiumanteil, wie in der ICP letzte festgestellt wurde.
    Hier das Bild der Grundel, wie ich sie aufgegunden habe...

  • Klingt nicht so gut. Tut mir leid.


    Vielleicht hat Dein Lippi da aber einfach tatsächlich mal durchforstet. Wenn ansonsten alles normal war und kurz nach Einsetzen der Grammas das Problem aufgetreten ist, ist das gut möglich, dass ihm der Neubesatz nicht gepasst hat.
    An Flossenfäule denke ich ehrlich gesagt nicht.


    Irgendwie sonstwas verändert? Kohlefilterung erhöht?


    Gruß,
    Matthias

  • Der Lippi hat die Grundel aber immer in Ruhe gelassen, die war auch vor ihm drin.


    Kohlefilterung nicht erhöht, aber ist dauerhaft drin?
    Kann man "überfiltern" mit Kohle?
    Mrutzek ist der Meinung, dass Kohle immer mitlaufen sollte im System, deshalb hab ichs einfach gemacht.


    Red Sea Carbon genau da "Anleitung".


    Habe auch gedacht, sie evtl mal rauszunehmen.

  • ja, ist jetzt nicht ganz leicht zu beurteilen.
    Hast Du mal ein Foto vom Clownfisch?


    Wenn Du Kohle immer schon verwendet hattest und es dadurch keine Probleme gegeben hat, dann passt das. Grundsätzlich kann natürlich Kohle auch überdosiert werden. Aber ist in Deinem Fall wohl nicht so.


    Bei Deiner Beschreibung tippe zumindest ich trotzdem auf Fischstreitigkeiten.
    Das kann auch plötzlich und unvermittelt alte Bewohner treffen.
    Aber nur so ein Gefühl.
    Mach mal Foto vom Clownfisch.


    Ansonsten, wenn Du Dir gar nicht sicher bist, ob es evt, doch ne eingeschleppte Krankh. ist, ist WW nie ein Fehler bei solchen Sachen. Schaden wird es jedenfalls nicht.


    Was hast Du sonst noch drin an Fischen?



    Gruß,
    Matthias

  • Im Moment ist noch der verbliebene Gramma Loreto drin, den ich seit gestern Abend aber auch nicht mehr gesehen habe,
    2 Clowns (Occerlaris) und der 6 Streifenlippfisch.


    Außerdem eine Kardinalsgarnele, die keine Auffälligkeiten zeigt. Außer,dass sie sich vorgestern gehäutet hat, aber das sagt ja nichts aus.
    Zuvor war noch ein Putzerlippfisch drin, der gleichzeitig mit dem 6 Streifenlippi reinkam. Er wurde aktiv gejagt, und nach 3 Tagen ist er leider tot gewesen. Mein Händler meinte, kein Problem mit den beiden, aber leider sah das anders aus...
    Bester Tipp um den Lippi rauszufangen ist wahrscheinlich Fischfalle oder? Evtl mit Spiegel versuchen?
    WW möchte ich vermeiden, da ich gerade versuche meine PO4 limitierung zu bekämpfen und es langsam wird...

  • Meeresfische haben grundsätzlich ja eine deutlich dünnere Schleimhaut als Süßwasserfische. Diese Erfahrung habe ich bereits zwei mal suche Chin persönlich machen. Mir ist vor Jahren einer meiner Clowns raus gesprungen. Dieser lag eine Weile auf dem Boden bevor ich es gemerkt habe und ihn zurück ins Becken getan habe. In den folgenden Tagen sind die Flossen des Fisches auch auf die Hälfte runter gegammelt, aber er hat sich gefangen und lebt heute noch sein glückliches Clownfischleben.


    Vor kurzem habe ich mir dann eine Symbiosegrundel (Stonogobiops Nematodes) samt Knallkrebs gekauft. Erstere ist wenige Stunden Nach dem Einsetzen trotz Abdeckscheibe raus gesprungen. Auch sie konnte ich vorträgt retten und habe sie zurück ins Becken getan. Sie war allerdings sehr blass und die Schleimhaut sah äußerst angegriffen aus. Am nächsten Tag war sie leider tot. Allerdings hatte mein kleiner Bimaculatus Blenny auch plötzlich eine total angegriffene Schleimhaut. Die komplette rechte Seite hatte keine Farbe mehr und man konnte fast in den Fisch schauen. Er hat sich auch recht schnell erholt.


    Die Lehre die ich aus diesen zwei Fällen für mich gezogen habe ist, dass Meeresfische unfassbar anfällig für Keime sind, die die Schleimhaut angreifen. Ich werde in Zukunft immer eine UV-Anlage vor Ort haben. In deinem Fall wird wohl die Kombination aus einem latent vorhandenen Keim (wahrscheinlich eingetragen durch den ersten Gramma) und den Stress durch das Einsetzen neuer Tiere den Krankheitsausbruch begünstigt haben. Ich schätze, sowohl der Lippi, als auch eine Krankheit wird hier eine Rolle spielen.


    Im Idealfall schließt du falls nicht schon getan eine UV Anlage an um schlimmeres zu vermeiden. Am besten eine mit ordentlich Bumms.

  • UV-C läuft durchgehend mit. Deltec 10 Watt, ca 1,3 Facher Durchlauf pro Stunde, sollte eigentlich stark genug sein, da Deltec 1,5 - 2 -Fache Förderung empfiehlt.
    Das mit dem Gramma war ja ein fotlaufender Prozess, ich mache mir jetzt halt sorgen weil in nichtmal 24 Stunden die Feuergrundel von Topfit nach tot und zerfranste Flossen geswitcht ist...

  • Defekte in Flossen oder komplett verlorene Flossen kommt schon mal vor. Wächst aber echt schnell und meistens vollständig wieder nach.
    Das kann vom scheuern kommen, falls sie das tun. Das kann vom Jagen kommen und ggf. gegen einen Stein in Panik schwimmen. Verletzung durch (trockenen) Kescher oder aus dem Becken springen. Das kann Unwohlsein sein oder andere Verletzungen. Sowas passiert. Meistens können die Fische das aber gut kompensieren und wie oben gesagt. Wächst schnell nach.


    Gramma Loretos sind echt Diven und meiner Meinung nach ein schwerer Fisch. Echt anfällig für Pünktchen und auch stress. Das sind die Weißkehldoktoren unter den (Feen-)Barschen. Obwohl ich auch fridmani als anstrengend empfinde. Sie brauchen einen speziellen Steinaufbau in dem sie komplett verschwinden können und sich durch Röhren schlängeln können. Sie sind auch keine Fans von anderen größeren Fischen oder allgemein viel Trouble im Becken. Dann sieht man sie kaum.

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  • Ok, aber warum hat er sich nach dem Einsetzen direkt am Boden gescheuert?
    Und warum war auch die Feuergrundel so fertig, obwohl der Lippi die nie beachtet hat? und vor allem in so kurzer Zeit?

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