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Taurec42

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41

Donnerstag, 23. April 2015, 10:38

Ihr lasst euch doch immer neue Fragen einfallen ^^

Ein leichtes.

Habt ihr eine Empfehlung wie die drei Dosierungen erfolgen sollen?:

  • Sprich in welchen Abständen zueinander (ich Arbeite zur Zeit mit Red Sea Reef Foundation und da soll z.B. KH und CA nie gleichzeitig gegeben werden da die Mittel sonst miteinander reagieren können)?
  • Tagsüber oder Nachts?
  • Wieviel ML pro Lösung max auf einmal (also muss ich z.b. die Dosierung über mehere kleine Dosierungen verteilen)?

Ben@ATI

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42

Donnerstag, 23. April 2015, 11:19

Hallo Taurec,

Ich würde einen mindestens 5 minütigen Zeitversatz bei den Dosierungen wählen. Die Dosierung an sich sollte an einer gut durchströmten Stelle erfolgen.

Über die besten Zugabezeiten gibt es verschiedene Theorien. Wir sind immer gut damit gefahren die Dosierung über die 24h gleichmässig zu verteilen. Sprich Tags und Nachts zu dosieren.

Du kannst die Dosierung auch einmal am Tag vornehmen. Eine Aufteilung in mehrere kleine Portionen ist aber sinniger, da die beeinflussten Wasserwerte im Aquarium dann konstanter gehalten werden. Im Idealfall sollte bei einer einmaligen Dosierung am Tag die Menge von maximal 40 ml Essentials auf 100 Liter nicht überschritten werden, da der KH-Wert hierdurch schon deutlich gehoben wird. Empfindliche Tiere können hierauf bereits reagieren. Wenn man also viele empfindliche Tiere hält sollte man die maximale Einmalgabe auf 25 ml Essentials pro 100 Liter beschräncken.

LG

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Taurec42 (23.04.2015)

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43

Donnerstag, 23. April 2015, 11:23

Ok.. danke. wenn es bei mir soweit ist werde ich einfach mal meinen Dosierungsplan hier vorstellen und von dir "absegnen" lassen (wenn das ok ist) ;)

Fabi

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44

Donnerstag, 23. April 2015, 12:50

Hallo.

Mich würde interessieren wieviel die Betatester von den Flüssigkeiten am Tag etwa dosieren mussten.
Aktuell benutze ich Triton, hier sind die Konzentrate ja schonmal teurer als eure Essentials. Jetzt kommt es aber natürlich noch darauf an wie konzentriert das ganze is, sprich wieviel man vergleichsweise am Tag dosieren muss.

Gruß
Fabian

Ben@ATI

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45

Donnerstag, 23. April 2015, 13:10

Hallo Fabian,

mach dir da mal keinen Kopf. Es gab beta-Tester die umgestiegen sind. Diese haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Während der eine etwas weniger dosieren musste (490ml zu 470ml), musste der andere etwas mehr dosieren (90ml zu 100ml).

@ Taurec,

klar können wir das zusammen absprechen!

LG,

Ben

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46

Freitag, 24. April 2015, 04:49

Hallo Ben,

Habe heute... ach nein gestern Abend, ist ja schon nach zwölf nen Tipp über dieses neue Produkt erhalten und mich gleich daran gemacht alles darüber zu lesen was es darüber bisher zu lesen gibt.

Respekt für diese, ich nenne es vorsichtig, Weiterentwicklung/Optimierung der Triton-"Methode" auch wenn es sich nach deiner Aussage nicht um ein ganzheitliches System handelt. Ich finde es super, wenn Wissenschaftler in ihrer Arbeit aufgehen und neue innovative Dinge herausbringen.

Ein paar Fragen habe ich dennoch und hoffe auf eine Antwort von dir.

Wo findest du die schlagkräftigsten Vorteile gegenüber Balling, Triton und Sangokai?
Wurde das Thema "Entstehung von Cyanos" (ich erinnere mich an deine Umfrage zum Thema) in den Mitteln mit berücksichtigt oder der Schlüssel zum Verdrängen gefunden um die Cyanos erfolgreich zu verdrängen?
Welches Ziel, welche Ziele wurden bei der Entwicklung verfolgt (z.B. Bezahlbarkeit, naturnahere Zusammensetzungen, ...)?
Es wird von stärkeren Farben und einem noch schnellerem Wachstum gesprochen, woran liegt es deiner Meinung nach (an der Zusammensetzung oder der Konzentration einzelner Elemente)?
Woran könnte es in deinen Mitteln gelegen haben, dass durch sie Cyanos und steinüberwachsende Algen komplett zurück gegangen sind?

Ein sehr interessantes Thema was ich als TRITON-user weiter verfolgen werde.

Gruß Sven

Ben@ATI

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47

Freitag, 24. April 2015, 10:59

Hallo Sven,

vielen Dank für die netten Worte.

Wir werden uns jedoch nicht zu anderen Herstellern äußern, da jeder teilweise andere Ziele, Ideen oder Konzepte verfolgt.

Wo findest du die schlagkräftigsten Vorteile gegenüber Balling, Triton und Sangokai?


Mit den Essentials bekommst du eine Kalkhaushaltstabilisierung (Calcium und Carbonate (KH)), die restlichen Grundstoffe (wie Schwefel, Magnesium, Strontium, Bor, Brom, Fluor ...) und Spurenelemente (z.B. Jod, Rubidium, Lithium, Mangan, Molybdän ...) aufeinander abgestimmt, in guter Qualität, zu einem fairen Preis.

Des Weiteren bist du bei der Anwendung flexibel.

Du kannst alle Lösungen gleich stark dosieren und nur am KH-Wert ausrichten - du kannst aber auch Lösung #1 unabhängig von Lösung #2 und #3 dosieren, wenn der Ca/KH-Verbrauch in deinem Aquarium von der Norm abweicht (z.B. bei Neustart). Und das schöne daran ist, du musst dich nicht für die eine oder andere Anwendung entscheiden, sondern kannst je nach Bedarf auf die aktuelle Situation eingehen.

Wurde das Thema "Entstehung von Cyanos" (ich erinnere mich an deine Umfrage zum Thema) in den Mitteln mit berücksichtigt oder der Schlüssel zum Verdrängen gefunden um die Cyanos erfolgreich zu verdrängen?


Schön wäre es. Ich bin noch nicht dazu gekommen die Cyanostudie auszuwerten, da ich den Aufwand meines Promotionsvorhabens (Dr.-Arbeit) in der finalen Phase gnadenlos unterschätzt habe. Nebenbei habe ich dann auch noch geheiratet und eine süße kleine Tochter bekommen.

Ich habe bei der Rezeptur darauf geachtet dass alle Elemente, mit biologischer Funktion, ihren Weg ins Produkt finden. Dadurch wird eine Vielzahl von Organismen in ihrer Entwicklung gefördert (grob: Chancen sind ausgeglichener), wodurch m.M.n. eine Verschiebung des ökologischen Gleichgewichts zugunsten einiger weniger Organismen (z.B. Cyanobakterien) verhindert wird.

Welches Ziel, welche Ziele wurden bei der Entwicklung verfolgt (z.B. Bezahlbarkeit, naturnahere Zusammensetzungen, ...)?


Um Oliver zu zitieren:
Als Hersteller beobachte ich den Markt für "Pflegeprodukte" schon sehr lange. Hierbei sind mir 2 wesentliche Dinge aufgefallen:

1. Viele Produkte empfinde wir als verhältnismäßig teuer wodurch das Hobby in unseren Augen teurer als nötig wird. ====> ein bezahlbare Versorgung muss her

2. Es gibt viele "komplizierte" Möglichkeiten mit einer Vielzahl an Mitteln. Der Markt ist überflutet mit Produkten, die für alles und jedes eine Lösung bieten sollen. Hierbei kann man als Anwender schon mal schnell den Überblick verlieren. ====> eine einfache und sicher zu beherrschende Versorgung muss her

Es war bei der Entwicklung daher unser Ziel eine einfache und bezahlbare Lösung in hoch-reiner Form anzubieten, die auf den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert.
Zitat Ende.

Es wird von stärkeren Farben und einem noch schnellerem Wachstum gesprochen, woran liegt es deiner Meinung nach (an der Zusammensetzung oder der Konzentration einzelner Elemente)?

Woran könnte es in deinen Mitteln gelegen haben, dass durch sie Cyanos und steinüberwachsende Algen komplett zurück gegangen sind?


Eigentlich ist die Ursache hierfür eine kontinuirlich stabilisierte Wasserchemie, bei der es nicht zu Überdüngung kommen kann. Da die Essentials i.d.R. genau das bewirken ...

Ich zitiere aber gerne auch noch einmal Oliver, da er es an anderer Stelle so schön und passend beschrieben hat:
Dabei wollten wir bei der Versorgung bewusst eine Trennung zwischen der Versorgung mit Mengen- und Spurenelemente sowie Nährstoffen vornehmen. Erst durch die klare Trennung lässt sich gezielter und genauer Arbeiten. So ist z.B. bei uns bewusst auf eine gezielte Versorgung von Algen verzichtet worden. Denn dies kann z.b. schon in der Einfahrphase aber auch später unter gewissen Umständen zu Problemen (Beläge auf Steinen etc.) führen. Auch mischen wir keine organischen Nährstoffe irgendwo hinzu.

Wenn man sein Riffaquarium "verstehen" will, muss man Schritt für Schritt und methodisch vorgehen. Man sollte aber nicht an eine Methode glauben oder hoffen das es funktioniert, sondern man sollte alles logisch nachvollziehen und verstehen können. Die Versorgung mit allen sich verbrauchenden Elementen ist hier immer der erste logische Schritt sein Aquarium auf ein stabiles Niveau zu bringen. Und genau hierin liegt ein Grundstein zum Erfolg. Kontinuität. Es ist also nicht die "Methode" oder der Weg der heilig ist, sondern das Ziel, welches es zu erreichen gilt. Und das sind immer gleichmäßige stabile Wasserwerte und eine genaue Versorgung aller sich verbrauchenden Elemente. Und wie genau jedes "System" heute wirklich arbeitet, lässt sich ja relativ gut durch Analysen nachvollziehen. Heute ist also alles nachprüfbar. Die Erfolge die unsere Beta-testet haben sind daher auch kein Produkt von Zufall, sondern lassen sich anhand von Zahlen belegen. Das teilweise "Verschwinden" von Problemen mit Algen ist ein Effekt, den wir zum Teil auf die Stabilisierung de Systems, aber auch zum Teil darauf zurückführen das wir eben nichts im Produkt drin haben, was diese begünstigen könnten.

Zitat Ende.

LG,

Ben

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Freitag, 24. April 2015, 13:37

Hallo Ben,

Danke für deine Ausführliche Beantwortung und den Einblicken in die Produktphilosophie.

Verstehe ich das richtig, dass man mit den Mitteln unterschiedliche System (weichkorallenbecken, Mischbecken, Steinkorallenbecken) verbrauchsorientierter einstellen kann und es trotzdem keine Defizite von bestimmten Spuris geben wird? Also aktiv den kh getrennt vom Ca einstellen kann? Das wäre vor allem beim Start eines Aquariums genial.

Findest du ein Algenrefugium mit dieser Methode trotzdem Sinnvoll/Möglich auch wenn die Mittel sie nun nicht mehr (gegenüber TRITON) unterstützt um Nährstoffe zu reduzieren falls die Korallen nicht alle Nährstoffe benötigen die durch das Gesamtsystem anfallen?

Ich lese heraus, dass zu den Mitteln anschließend der Nährstoffhaushalt angepasst werden muss? Zum Beispiel mittels kräftigem füttern, zusätzlichen Nährstoffprodukten oder das Anheben des Fischbesatzes um zwischen Nährstofferzeuger (Fische) und Nährstoffverbraucher (Korallen) ein Gleichgewicht einzustellen?

Aller letzte Frage: Was empfielst du beim Thema Dosierhäufigkeit über den Tag verteilt. Viiiiiiiele kleine Zugaben oder doch die Dosiermenge auf z.B. drei oder vier mal am Tag verteilt wenn es eine Dosiermenge pro Einzeldosierung nicht überschreitet?

Vielen Dank für die Antworten und ein schönes WE. Wir sehen uns sicher im Dezember in Sindelfingen wieder auf einen kleinen Plausch.

Gruß Sven

PS: Viel Erfolg weiterhin bei deiner Doktorarbeit :EVERYD~313:

Karashi

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49

Freitag, 24. April 2015, 14:04

Zitat aus der Anleitung:

Tipp:
Wir empfehlen Ihnen für den maximalen Erfolg mit den ATI-Essentials die tägliche
Dosiermenge in kleinere Portionen zu unterteilen und diese über den Tag gleichmäßig
verteilt zu dosieren. Wenn Sie eine Dosierpumpe verwenden, sollten die Portionen der
Lösungen nicht kleiner als 10 ml pro Dosiervorgang sein.


Beispiel:
Der Verbrauch Ihres Aquariums ist z.B. 120 ml/Lösung/Tag >>> So sollten alle 2
Stunden, also insgesamt 12-mal, 10 ml dosiert werden.




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Taurec42 (24.04.2015)

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Freitag, 24. April 2015, 14:38

Hallo Sven,

hattest du nicht auch schon in Sindelfingen nach der Cyanostudie gefragt, oder verwechsel ich dich dahingehend?

Verstehe ich das richtig, dass man mit den Mitteln unterschiedliche System (weichkorallenbecken, Mischbecken, Steinkorallenbecken) verbrauchsorientierter einstellen kann und es trotzdem keine Defizite von bestimmten Spuris geben wird? Also aktiv den kH getrennt vom Ca einstellen kann? Das wäre vor allem beim Start eines Aquariums genial.


Ja. Du kannst dich hierfür jederzeit zwischen der klassischen und der alternativen Anwendung entscheiden, um den Ansprüchen deines Aquariums gerecht zu werden. Noch mal kurz zusammengefasst:

Klassisch: Alle drei Lösungen werden zu gleichen Teilen dosiert und hierzu am KH-Wert orientiert.

Alternativ. Lösung 1 wird unabhängig von den Lösungen 2 und 3 dosiert, jedoch weiterhin am KH Wert ausgerichtet.
Die Dosierung der Lösungen 2 und 3 wird in diesem Fall am Ca-Wert orientiert, sollten aber weiterhin in gleichen Teilen erfolgen. Durch die gleichmässige Dosierung der beiden Lösungen (2 und 3), werden eine ausbalncierte Zugabe der Inhaltsstoffe gesichert.

Aller letzte Frage: Was empfielst du beim Thema Dosierhäufigkeit über den Tag verteilt. Viiiiiiiele kleine Zugaben oder doch die Dosiermenge auf z.B. drei oder vier mal am Tag verteilt wenn es eine Dosiermenge pro Einzeldosierung nicht überschreitet?


Wir befürworten eine über den Tag und die Nacht gleichmässig verteilte Dosierung. Auch wenn sich Stoffe aufgrund eines nur geringen Essentials-Verbrauches durch eine Analyse nicht mehr nachweisen lassen würden, würden diese den Aquarienbewohnern über den Tag und die Nacht verteilt immer wieder in kleinen Mengen, für eine begrenzte Zeit, zur Verfügung gestellt (Um die im letzten Punkt offen gelassene Frage zu beantworten). Bewohner, deren Stoffwechsel in der Nacht aktiver ist als am Tag, bekommen durch die nächtliche Dosierung etwas vom Kuchen ab. Tiere die Tags aktiver sind ...

Im Idealfall wird jede Stunde Dosiert. Wenn es nicht anders geht reicht aber auch eine Dosierung pro Tag aus. Wer empfindliche Tiere pflegt sollte jedoch nicht mehr als 20ml pro 100 Liter Aquarienvolumen auf einmal dosieren, da der KH-Wert ansonsten stärker als 0,5°dKH schwancken würde. Acroporen stehen da gar nicht drauf! Wer eine Dosierpumpe verwendet, sollte keinen Dosiervorgang vornehmen der kleiner als 10 ml ist (besser wären noch 20 ml). Ansonsten ist die Ungenauigkeit, welche durch z.B. das Anlaufen der einzelnen Dosierpumpen verursacht wird, zu groß ;-)


Findest du ein Algenrefugium mit dieser Methode trotzdem Sinnvoll/Möglich auch wenn die Mittel sie nun nicht mehr (gegenüber TRITON) unterstützt um Nährstoffe zu reduzieren falls die Korallen nicht alle Nährstoffe benötigen die durch das Gesamtsystem anfallen?


Ob du ein Algenrefugium betreiben möchtest bleibt dir überlassen. Wir versorgen es nicht gezielt mit, trotzdem sind alle Spurenelemente in den Essentials enthalten, die auch die Alge zum gedeihen benötigt. Da das Algenrefugium i.d.R. antizyklisch betrieben wird (Nachts beleuchtet zur pH-Stabilisierung) haben wir hier einen klassischen Verbraucher der von der nächtlichen Dosierung profitieren würde.

Ich lese heraus, dass zu den Mitteln anschließend der Nährstoffhaushalt angepasst werden muss? Zum Beispiel mittels kräftigem füttern, zusätzlichen Nährstoffprodukten oder das Anheben des Fischbesatzes um zwischen Nährstofferzeuger (Fische) und Nährstoffverbraucher (Korallen) ein Gleichgewicht einzustellen?


Sehr richtig, wie bei den meisten anderen Systemen auch. Grund hierfür ist, dass die Nährstoffsituation in einem Aquarium richtig zu beurteilen und darauf zu reagieren eine Königsdiziplin ist. Zu den Regulatorien gehört die richtige Einstellung der Filterung, der ausgewogene Besatz an Fischen, die gezielte Zufütterung und der Gebrauch von Flüssigpräparaten (Liste nicht vollständig). Besonders letztere sind mit Vorsicht anzuwenden. In unseren Experimenten führte die tägliche Dosierung flüssiger Nährstoffe zwar anfänglich zu einer Verbesserung des Korallenbildes, jedoch verschwand dieser Effekt mit der Zeit. Grund hierfür war die Anzüchtung eines überflüssigen Bakterienrasens, der in Konkurrenz zu den Korallen trat.

In diesem Bereich forschen wir weiter, so dass wir euch in Zukunft sicher auch mit geeigneten Lösungen für dieses Problem versorgen können.

PS: Viel Erfolg weiterhin bei deiner Doktorarbeit


Vielen Dank. Dir auch ein schönes WE,

LG,

Ben

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Meerwasserfan (24.04.2015)

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Freitag, 24. April 2015, 15:36

Vielen Dank. Super erklärt.

Ja, der bin ich. Gutes Gedächtnis. Am Anfang hatte ich ja sehr große Probleme mit Cyanos die ich seit dem ich auch den Nährstoffhaushalt stabilisiert habe nicht mehr habe. Vor etwa einem Monat hatte ich zwar an eins zwei Stellen einen roten Schimmer, die jedoch verschwanden nach dem ich mehr gefüttert habe und den Abschäumer auf ganz trocken stellte. Man merkt, dass langsam die Pollenzeit wieder kommt und ich deutlich mehr füttern muss um die Nährstoffe zu stabilisieren. Für alle Fälle habe ich mir jedoch nen kleines Fläschchen mit Nährstoffen (keine Werbung) zum Nachdosieren gekauft falls ich die Nährstoffe trotzdem nicht halten kann.

Bis demnächt.
Gruß aus dem sonnigen Trier.
:4_small16:

Circeflex

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Freitag, 24. April 2015, 16:11

Hallo,

soweit ich das ganze verstanden habe, ist doch ATI-Essentials genau dasselbe wie die Sangokai-Chem-Balance Produkte.
Und im Prinzip auch nichts anderes als die original Balling-Methode. Ich versteh den Hype nicht, sorry. :fie: Aber geschenkt.


Grüße
Paul

Taurec42

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Freitag, 24. April 2015, 16:15

Lies dir das nochmal durch. Balling hat nix mit Spurenelementen usw zu tun. Dort kümmerst du dich nur um KH, CA und MG und darfst fleissig weiter Wasserwechseln.

Circeflex

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Freitag, 24. April 2015, 16:59

Lies dir das nochmal durch. Balling hat nix mit Spurenelementen usw zu tun. Dort kümmerst du dich nur um KH, CA und MG und darfst fleissig weiter Wasserwechseln.
Hallo,

natürlich hat die original Balling "mit Spurenelementen zu tun". :dash:
Manchmal denk ich...
Und "Wasserwechsel" musst du da, genau wie bei ATI, auch nur wegen des Salinitätsausgleichs machen. :D



Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Circeflex« (24. April 2015, 17:01)


Meerwasserfan

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Freitag, 24. April 2015, 17:16

ATI Essentials hat mehr mit TRITON als mit Balling gemeinsam. Obwohl seit ein paar Wochen auch Tropic Marin eine Balling heraus gebracht hat die Spuris enthät. Hans Werner Balling hat dies in "MeerwasserLive TV" vorgestellt.

Schönes Wochenende allen zusammen.

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Timo

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56

Freitag, 24. April 2015, 18:51

Lies dir das nochmal durch. Balling hat nix mit Spurenelementen usw zu tun. Dort kümmerst du dich nur um KH, CA und MG und darfst fleissig weiter Wasserwechseln.


Da solltest Du dich aber nochmal erkundigen, denn diese Aussage ist m.M falsch.

CeiBaer

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57

Freitag, 24. April 2015, 19:09

Mal ganz abgesehen von Balling Light. Dort werden ebenfalls die Spuren mit in die Lösungen gemischt und automatisch, je nach Verbrauch, mitdosiert.
-

-

Timo

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58

Freitag, 24. April 2015, 19:30

Um die Verwirrung hier etwas aufzuheben, habe ich das Risiko gewagt, zusammenzufassen, wie ICH diese System verstehe.

Bei einigen Aussagen werden sich die Experten sicherlich hier wieder mokieren, weil es SEHR stark vereinfach ist, aber ich denke, die Grundaussagen sollten stimmen. Wenn ich hier totalen Blödsinn erzähle, korrigiert mich bitte. Bitte beachtet, dass das MEIN Verständnis der Systeme ist und nicht von den Herstellern abgesegnet wurde.

Achja: Korrektur heißt nicht, dass ich darum bitte zugeflamet zu werden. Höfliche Hinweise auf meine totale Unfähigkeit reichen völlig aus :EV012E~133:


Was ist unser Ziel im Meerwasser-Aquarium?

Wir möchten die Verhältnisse im Meer möglichst exakt nachbilden.

Warum möchten wir das Meer immitieren?

Weil Korallen seit tausenden von Jahren an die Verhältnisse im Meer gewöhnt sind und sicherlich was besseres zu tun haben, sich mal eben "kurz" an unser Aquarium anzupassen. Generell ist ja Anpassung in engen Grenzen möglich, aber der natürlich Lebensraum bietet eben die perfekte Umgebung für eine Koralle.

Was sind denn die Verhältnisse im Meer?

Ich zähle mal nur wenige Eigenschaften von Meerwasser auf:

- Sehr geringe Nährstoffkonzentrationen (z.B. Phosphat, Nitrat)
- Konstante Härte (KH), Magnesium- und Calciumkonzentrationen, die Korallen für das Wachstum benötigen
- Festes Verhältnis verschiedener Salzarten
- Spurenelemente ständig verfügbar
- starke Strömung

Verschiedene Salzarten?

Die meisten kennen wahrscheinlich nur ein Salz, nämlich dass was ihr Euch auf die Eier Sonntags schüttet: Natriumchlorid. Aber das ist nur eine Art von Salz, eben Speisesalz. Im Meerwasser dominiert zwar das Natriumchlorid, es gibt aber noch einige andere Salzarten z.B. Kaliumchlorid und Magnesiumchlorid. Bislang ist noch nicht klar, wie wichtig das Verhältnis der verschiedenen Salzarten ist. Aber...die Natur lehrt uns: Wenn wir es nicht wissen, mach es wie die Natur.

Übrigens ist mit "Ionenverschiebung" keine neue Waffe aus dem nächsten Star Wars Film gemeint, sondern u.a. eben die Verschiebung des Verhältnisses der verschiedenen Salzarten zueinander.

Warum kommt es denn zu dieser Ionenverschiebung?

Die verschiedenen Balling-Salze reagieren chemisch miteinander und bilden u.a. eben auch Natriumchlorid. D.h. mit der Zeit entsteht immer mehr Natriumchlorid, also Speisesalz, während die anderen Salzarten stagnieren.

Spurenelemente kann ich doch so reinkippen?
Klar geht das, du solltest aber ziemlich genau wissen, wieviel deine Korallen verbrauchen. Im Meer spielt das keine Rolle, die Spurenelemente sind immer verfügbar, aber eben in sehr geringen Mengen (daher ja der Namen "Spuren-"elemente). Kippst Du zuviel rein, können sich einige Spurenelemente anreichern und sogar giftig werden. Zu wenig Spurenelemente wirkt sich dauerhaft negativ auf das Wachstum und die Farben der Korallen aus.

Dann mess ich doch einfach die Spurenelemente?
Tja, das wäre eine super Lösung. Ist aber sehr aufwändig und mit Kosten verbunden. Und selbst wenn Du dann weißt, welches Spurenelement zu hoch oder zu niedrig dosiert ist, kannst Du Veränderungen nur recht schwierig durch Wasserwechsel oder Zudosieren einzelner Elemente beeinflussen. Gerade diese Spurenelemente-Flüssigkeiten sind meist sehr teuer.

Mit Wasserwechsel löse ich doch viele der Probleme?
Jein. Zwar werden durch einen Wasserwechsel Spurenelemente durch das frische Meerwasser zudosiert, die Konzentration hängt aber sehr stark von der Qualität des verwendeten Salzes ab. Zudem ist ein Wasserwechsel zeitaufwändig und verändert massiv die aktuellen Verhältnisse im Becken. Die Ozeane der Welt tauschen ja auch nicht mal eben so 20% ihres gesamten Wassers in 4 Wochen aus. Bei schlechten Salzen kann es sogar passieren, dass wir unerwünschte Elemente hinzufügen.
Bleibt noch das Entfernen von Gelbstoffen und Nährstoffen. Auch hier ist der Wasserwechsel nicht die effektivste Methode. Absorber, Algenrefugien etc. sind weitaus weniger zeitintensiv und halten die Nährstoffe dauerhaft in ihren Grenzen, statt alle 4 Wochen diese geringfügig zu reduzieren, um sie dann wieder ansteigen zu lassen. Auch hier gilt wieder: Stabile Werte sind das A und O.

Dann mach ich Balling.
Jetzt kommt es darauf an, was Du unter Balling verstehst. Hans-Werner Balling hat damals die Methode, KH, Ca und MG im Meerwasser zu dosieren bekannt gemacht. (Ob er tatsächlich der Erfinder der Methode ist weiß ich nicht). Er hat auch Vorschläge gemacht, welche Spurenelemente man in welcher Konzentration dosieren sollte. Dies hat auch er in Abhängigkeit des Verbrauchs von KH, Ca und MG gemacht. Diese Rezeptur ist allerdings schon sehr viele Jahre alt und es darf guten Gewissens angenommen werden, dass mit heutigen Methoden eine bessere Rezeptur gefunden werden kann.

Und was sind jetzt die ATI Essentials?!

Auch wenn Ben und Oliver mich vielleicht jetzt vierteilen möchten, aber manchmal ist es vielleicht gut, vom "Marketing-Sprech" wegzukommen :EV8CD6~126:

Ich sehe die Essentials als Balling 2.0. Das Grundprinzip wurde beibehalten, die Rezeptur aber mit modernen Methoden und Testverfahren so gewählt, dass die Konzentration der Spurenelemente und das Verhältnis der Salzarten zueinander möglichst stabil und eben möglichst exakt denen des Meerwassers entsprechen.

Was ist dann Triton?
Naja, ständig kommt diese Frage. Vielleicht sind die beiden Lösungen mit nem Samsung Galaxy S5 und nem Apple iPhone 6 vergleichbar. Vielleicht ist der Vergleich aber auch komplett absurd. Eure Entscheidung...

Beide können Dich glücklich machen, es kommt drauf an, worauf du stehst. Willst Du mehr Einflussmöglichkeiten und Freiheit (Samsung) oder einfach alles aus einer Hand (iPhone)?


Und jetzt noch Sangokai?

Zunächst war Sangokai hier im Forum vorwiegend bekannt als ein System, um Nährstoffe und Spurenelemente im Aquarium verfügbar zu machen. Später wurde das System um Balling-Lösungen erweitert. Beim Sangokai System besteht die größte Flexibilität, da jeder Parameter (Spurenelemente, Makronährstoffe, Kalkhaushalt) etc. individuell angepasst werden kann. Insbesondere bei sehr nährstoffarmen Becken kann das System wertvolle Hilfe bieten.

Ben@ATI

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Freitag, 24. April 2015, 20:15

Hallo zusammen,

Ich sehe die Essentials als Balling 2.0.


So kann man es sehen. Volkswagen baut den Golf 1 ja auch nicht mehr, obwohl er einen relativ sicher von a nach b gebracht hat :-)
Und nur weil man nur die Balling-Methode für die Kalkhaushaltstabilisierung kennt, muss man nicht gleich denken das jede Kalkhaushaltstabilisierung auf die Balling Methode zurückzuführen ist. Da gab es auch schon vor Hans Werner Balling gute Ansätze.

Bei der klassischen Balling-Methode macht man den WW zudem nicht nur um die Salinität stabil zu halten sondern vor allem auch um einer Verschiebung des Verhältnisses zwischen Natrium und Chlorid entgegen zu wirken. Timo sprach es in einer Form schon an. Die Zusammensetzung und das Funktionsprinzip sind bei den Essentials entscheident. Bei uns ist kein WW zur Korrektur von Verschiebungen notwendig, da in unserem Produkt z.B. das Verhältnis von Natrium zu Chlorid stimmt und stimmig bleibt. Die ATI-Essentials sind eben ein Versorgungssystem der neusten Generation... Balling 2.0 :-)

LG

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Freitag, 24. April 2015, 20:33

Wie häufig patcht ihr denn ?

:phat:

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