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Balli

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 14:51

Giftiger Schwamm???

Hallo
Ich habe bei mir diesen Schwamm, Foto ist leider nicht sehr schön. Kann es sein, das es der Schwamm ist der Giftstoffe abgibt? Wenn ja, kann ich den einfach abreißen oder wie werde ich den los. Ich hoffe Ihr könnt mir da weiter helfen.

Gruß Frank

audioTom

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2

Donnerstag, 10. Januar 2019, 15:25

Hallo Frank,

den habe ich - und andere - leider auch im Becken.
Er ist nicht giftig (solange er nicht abstirbt) und nesselt auch nicht.
Das schlimme an ihm ist einfach: er sieht hässlich aus und er wächst sehr schnell. Wenn du ihn abreißt musst du ZWINGEND darauf achten, dabei das Wasser um die Bruchstelle mit einem Schlauch ab zu saugen. Jeder Schwammpartikel der sonst irgendwo auf der Deko landet, sorgt für die Ausbreitung dieser "Pest". Es gibt leider keine Methode diesen Schwamm wieder zu entfernen. Evtl. kann ein Zanclus helfen, welcher Bock auf Schwämme hat, aber der macht dann auch wieder Zoas und SPS-Polypen platt.... :|

Gruß
Thomas
Reefer170, Standzeit seit 01/2016
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Dan (10.01.2019)

Balli

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:24

Hi Thomas
Danke für die Antwort. Viel findet man im Netz ja nicht über den Schwamm. Hatte aber leider auch gelesen das er Giftstoffe abgibt und schon der ganze Korallenbesatz daran gestorben ist.
Gruß Frank

ArsMachina

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 17:38

Wie heisst dieser Schwamm denn

Grüße Jochen

CeiBaer

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 17:55

ist nicht ganz klar... ist unter demospongiae eingeordnet.

von der angeblichen giftstoffabgabe bin ich persönlich nicht überzeugt.
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Matthias S.

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 17:57

Müsste der hier sein.

https://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/…spongiae_sp.htm


Gruß,
Matthias

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ArsMachina (10.01.2019)

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 19:40

Falls noch jemand Erfahrungen damit gemacht hat, immer her damit. :danke:
Gruß Frank

Dirk

Jansen

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 20:33

Hi,
habe diesen Schwamm immer mit der Pinzette entfernt....Zumindest immer gut gekürzt. Bis jetzt hat sich da in meinem Becken nicht negatives gezeigt.
Gruß Dirk

"Alex"

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 20:51

Also meine lieben, ich hatte so einen, so fern ich das richtig erkenne?!
Im Schatten weiß und unter Licht schwarz?

A. Wuchert der wie die Sau
Und B. Hat der bei mir richtig fies genässelt, als hätte dich ne Wespe gestochen

Als ich mein altes Becken leer gemacht hab wurde ich stark vernesselt, hab ihn wenn nötig im Betrieb mit Pinzette entfernt und habe nie was negatives mitbekommen
Aber an dem Tag war es dann doch anders

Ich hatte die Nacht Schweißausbrüche, morgens Kopf und Gliederschmerzen... auf dem Weg zur arbeit konnte ich gar nicht richtig laufen, Knie waren weich, Beine schlapp und ich hatte keine Ahnung warum... hatte nur gehofft das keiner meint, ich hätte getankt :D

Im laufe des Tages erinnerte ich mich an das Vernesseln durch den Schwamm und meinen roten, pusteligen Finger und ich hatte meine Erklärung für die Symptome
Aber... ich wurde bei der Aktion auch 2x von Borstenwürmen "verstachelt" hatte an min. 3 Fingern hunderte dieser Borsten stecken, tat nicht weh, deshalb glaube ich nicht das dies daher kam, naja 100% sicher bin ich nicht. Weiß halt nur dass der Schwamm schmerzhaft nesselt
Gruß und Dank
Alex

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CeiBaer

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 22:09

Mir ist nicht bekannt, dass Schwämme Nesselgift besitzen. Eher denke ich die Symptome werden durch ihre Struktur, welche vielleicht ähnlich Glaswolle ist, ausgelöst. Nur in Form von Kalk oder anderen Kristallen.

Gibt es ansonsten, ausser privaten Erfahrungsberichten, Nachweise über die Giftigkeit oder Nesselaktivität einzelner Schwämme?

Manchmal hat man beim Entfernen diverser Lebensformen im Aquarium auch unbewusst Kontakt mit anderen Tieren. Geht mir ja auch so. Schmeiss die Schwämme raus, stosse zig mal dabei an die grosse Milka und wundere mich nächsten Tag über eine juckende Hand. Anfänglich dachte ich auch das käme von anderen Sachen, bis ich auch wirklich mal bewusst drauf geachtet habe wo ich womit überall gegenstosse. Auch können offene Wunden oder Hautdefekte das Eindringen von freien, im Wasser befindlichen Nesselzellen/Giften oder Bakterien, ermöglichen.

Ich entferne die Schwämme übrigens mit bloßen Händen, weil mir eine Giftigkeit derer nicht bekannt ist. Auch in einschlägigen Vergiftungsratgebern tauchen keine Schwämme in Verbindung mit Vernesselungen auf. Meine ich zumindest. Muss aber auch nichts heissen.

Edit: Vielleicht kann jemand, der die Möglichkeit hat, mal sowas unters Mikroskop legen. Ich denke da würde man den Aufbau gut sehen können.
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herita

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 22:20

Wir haben mit dem neuen Besatz diese Schwämme (am Fuß weiß und das Gefüddel ist schwarz) übernommen. Wir haben ihn einfach mit der Zange/Hände mit Handschuhen abgemacht. Er ist sehr leicht zu entfernen. Wie stark er wächst können wir aktuell noch icht beurteilen, weil das Becken ja erst kurz bei uns steht. Es sind noch zwei Stellen, an denen er sitzt, die wir im Zuge der weiteren Beckenarbeiten noch entfernen werden.

Eine Auswirkung auf den weiteren Besatz (der noch sehr spärlich ist), konnten wir jedoch nicht beobachten.

"Alex"

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12

Donnerstag, 10. Januar 2019, 22:56

Ohne spass bei Berührung brennt/ sticht schmerzt der Teilweise richtig heftig. Glaube mir ich habe nur den Schwamm dabei berührt

Aber evtl gibts da Unterschiede, die noch nicht erforscht wurden
Gruß und Dank
Alex

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herita

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13

Donnerstag, 10. Januar 2019, 22:59

Vielleicht gibt es auch Schwamm A und Schwamm B und beide sehen sich sehr ähnlich, aber wir Laien erkennen den Unterschied nicht.

Gibt ja auch Mimikri etc. (was ich bei Schwämmen zwar nicht kenne, aber das Tierreich ist nunmal so vielfältig..)

Einsiedler

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 23:19

Mir ist nicht bekannt, dass Schwämme Nesselgift besitzen. Eher denke ich die Symptome werden durch ihre Struktur, welche vielleicht ähnlich Glaswolle ist, ausgelöst. Nur in Form von Kalk oder anderen Kristallen.
Hi,
Schwämme enthalten in der Tat keine Nesselgifte. Viele (Alle ?) Arten bilden aber über Bakterien Toxische Substanzen (z.B. Latrunculin), die der Verteidigung gegen Fressfeinde und Raumkonkurrenten dienen. Berüchtigt ist hier der Collospongia auris, der Blaue/Schwarze Ohrschwamm.
Einige wenige Arten werden auch dem Menschen gefährlich z.B. Negombata magnifica, der Rote Fingerschwamm. Das Toxin wirkt auf die Haut. Je nach Art und Giftmenge sind die Auswrkungen:
Hautreizung, Rötung, Schwellung, Quaddelbildung, d.h. einen Dermatitis, ein Ödem, ein Erythem; Juckreiz, Brennen, stechender Schmerz, der über Tage anhält sind möglich. Gelenksteifheit ist beschrieben worden. Kontakt des Schwammgewebes mit dem Auge (via Finger!) sollte man
tunlichst vermeiden.
Therapie: Hydrocortison, orale Antihistaminika.

Die oben geschilderten Symptome sind also auf etwas anderes zurückzuführen
Viele Grüße
Klaus

nachoman

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15

Donnerstag, 10. Januar 2019, 23:22

Mir ist nicht bekannt, dass Schwämme Nesselgift besitzen. Eher denke ich die Symptome werden durch ihre Struktur, welche vielleicht ähnlich Glaswolle ist, ausgelöst. Nur in Form von Kalk oder anderen Kristallen.
mal sowas unters Mikroskop legen. Ich denke da würde man den Aufbau gut sehen können.


Schwämme besitzen in der Tat keinerlei Nesselgifte. Aber es gibt ca. 20 Schwammarten welche starke Kontaktgifte tragen. Da Sklerite von Schwämmen in der Tat ähnlich wie Glaswolle in der Lage sind, sich unter die obersten Hautschichten zu bohren, können diese Kontaktgifte von dort in tiefere Hautschichten eindringen und dort durchaus schwere Entzündungsreaktionen hervorrufen. Bei schweren Fällen kann dann auch mal Fieber auftreten. Normalerweise sind es aber maximal lokale Reaktionen.

Es gibt meines Wissens genau zwei Schwammarten welche schwere systemische Reaktionen hervorrufen können, das sind aber Tiefseeschwämme. Aber lokale Reaktionen können Schwammgifte definitiv hervorrufen.
Gruß Mark


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CeiBaer

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 23:22

Zitat

Ohne spass bei Berührung brennt/ sticht schmerzt der Teilweise richtig heftig


Ich glaube dir das ja... Aber Nesselgift, wie wir es kennen, ist eigentlich auszuschliessen... auch die Giftigkeit. Einige berichten sogar ganze Becken wären davon abgeraucht. Das kann ich aber irgendwie auch nicht glauben. Das müsste man dann öfter hören.

Jede Haut ist ja auch anders und unterschiedlich empfindlich. Es kann schon zu Reizungen und Blasenbildung kommen.

Was im Fall der Fälle oft hilft ist etwas Essig zu verdünnen und mit nem Tuch paar Minuten auf die betroffene Stelle legen. Der Essig hilft die meist aus Kalk oder Silikaten bestehenden Stacheln aufzulösen. Auch bei Borstenwurmstacheln möglich. Starker Klebestreifen ginge auch um die Stacheln zu entfernen. Auch wenn sie sehr fein sind.

Wenn man sehr empfindlich ist, dann hilft nur Selbstschutz mittels Handschuhen.
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Einsiedler

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Freitag, 11. Januar 2019, 00:22

Starker Klebestreifen ginge auch um die Stacheln zu entfernen. Auch wenn sie sehr fein sind.
Das muss ich mir merken. Ich esse sehr gerne Kaktusfeigen und habe davon öfters feine Stacheln in der Hand
Viele Grüße
Klaus

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Einsiedler« (11. Januar 2019, 00:26)


CeiBaer

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Freitag, 11. Januar 2019, 00:45

Gehen tun auch diese Gesichtsmasken, die wie solch Pelle werden, wenn man es grossflächiger hat. Auch Sekundenkleber ginge... Das aber unter Vorbehalt. :phat:
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Einsiedler

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Freitag, 11. Januar 2019, 14:43

Oder Enthaarungswachs :D Aber jetzt wird es OT
Viele Grüße
Klaus

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