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sandanemone

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Samstag, 15. September 2018, 20:01

Ein paar Wächtergrundeln und ein Paar Knallkrebse - Eure Erfahrungen gefragt

Hallo,
ich habe vor in den nächsten Wochen einige neue Tiere in mein 650l-Brutto-Becken einzubringen.
Ich möchte ein "Wächtergrundelpaar" mit einem Knallkrebspaar einziehen lassen.

Ich halte bisher ziemlich "standartmäßig", aber mit sehr gutem Erfolg, auch langfristig bisher :
-1 Centropyge loricula, ausgewachsenes Männchen, viele Jahre alt, bisher ohne Probleme
-1 Zebrasoma flavescens, Hawai-Doktor, 15J alt, sehr brav, aber klar der Chef
-1 Ctenochaetus strigosus - Goldringborstenzahn-Doktor, schon älter, etwas unruhiger als der Hawai-Doc, aber auch noch als brav zu bezeichnen
-1 Paar Amphiprion ocellaris, problemlos
- 1 Pseudochromies fridmani (sollen weitere folgen), eher scheu
- 1 Pseudocheilinus hexataenia - Sechsstreifen-Lippfisch, schon alt (Jahre im Becken), nervt mannchmal für Sekunden die Prachtgrundel, aber sonst harmlos, wird oftmals von den anderen Fischen nicht ganz so gerne gesehen, aber keine Verfolgungsjagten oder sowas
- 1 Gobiodon histrio/rivulatus - Blaupunkt-Korallengrundel, unproblematisch
- 1 Nemateleotris decora - Dekor-Schwertgrundel, zurückhaltend, unauffällig im Verhalten
- 2 Pterapogon kauderni - Kardinalbarsch, keine oder kaum Aggressionen von ausgehend
- 10 Chromis viridis, schwimmfreudig, problemlos
- 5 Pseudanthias squamipinnis, Juwelen Fahnenbarsch
- 2 Pseudanthia flavoguttatus (kleinere Fahnenbarsche), empfindlich und scheu, aber nicht aggressiv oder territorial
Sonst die üblichen Garnelen, verschiedenste Sorten, Muscheln, Schnecken usw., Nichts problematisches, wie ich bisher beobachte.
Becken läuft gut seit März 18, Wasserwerte OK, keine "echten" Plagen bisher. Lebendgestein 25kg, ca. 30-40% des Gesamtgesteins, Mikrobiologie wurde erst vor ein paar Wochen durch 3 Kilo neues Lebendgestein "geboostert".
Alles in allem ne funktionierende crew, wenig Aufmerksamkeit abfordernd, Fütterung der Fische mit Trockenfutter (unterschiedlichst) voll funktionierend.

Nun möchte ich mal nen Schritt weiter, eben die Wächtergrundelsymbiose.
Wird aufwändiger, klar, aber das investiere ich auch gerne.
Dauerhaft problematische Tiere - also die nur Lebendfutter generell fressend oder nie an Trockenfutter zu gewöhnen sind, ebenso wie extrem territoriale oder sonstwie für die anderen unangenehm werdend könnende Fische scheiden für mich von vornherein aus.

Ich habe zwei Plätze mit kleiner Höhle vorbereitet, je eine in den hintere Ecken des Peninsula 650, Mischgrund dort bereits installiert. Einige cm gröbere, feine und mittlere Korallengrußbrocken und kleine Muschelschalen. Bodengrund kann ich problemlos noch erhöhen oder sonstwie verändern, wenn denn nötig oderwenn es besser ist.
Die beiden kleinen Höhlen (paßt jeweils mindestens ein Daumen ganz rein, (Korallenwelt-Keramikhöhle, die kleinste), stehen auf dem Bodengrund, 50 cm voneinander entfernt, Tiere könnten sich, wenn die jeweils nicht zusammen eine Höhle bewohnen wollen, jeder eine besetzen, in Sichtweite, wenn die Tiere es wollen, direkte Sicht können die aber auch vermeiden.
Gleiches gilt für die Knallkrebse logischerweise.
Ich denke mir einfach, jeweils paarweise Haltung ist einfach natürlicher und wesentlich spannender für alle beteiligten.

Würde auch Wartezeit, wenn nötig in Kauf nehmen (online-Versand für mich in Stralsund wohl kaum zu vermeiden).
Nun meine Frage:


Ich dachte da an entweder:
2 Stück Amblyeleotris aurora
oder
2 Stück Amblyeleotris yanoi - Fahnenschwanz-Wächtergrundeln.

Angabe in den gängigen, entsprechenden Literaturhinweisen: einzeln oder paarweise haltbar.
Das ich die beim Händler jeweils als Paar , welches auf lange Sicht harmoniert bekomme, scheint schwer erhältlich, deshalb die oben genannten Vorsichtsmaßnahmen im Aufbau.

Knallkrebse, als Paar:
Alpheus randalli oder
Alpheus bellulus oder
Alpheus soror-Knallkrebs (wenn der auch geht).

Den Bellulus hatte ich zwei Stück viele Jahre in meinem inzwischen eingestampften Altbecken besessen, habe ich aber höchstens einzeln und wenn nur für Sekunden gesehen. Ob das ein Paar war-keine Ahnung, haben aber regelmäßig "Knallkonzerte" abgegeben. Nach ein paar Jahren waren die verschwunden.
Die Einsehbarkeit ist nun aber durch das neue Becken erheblich besser.
So erstmal die Grundvorraussetzungen und die eigenen, bisherigen Erfahrungen.

Wächtergrundeln hatte ich vor Jahren mal ein Paar:
Stonogobiops nematodes - Lanzen-Symbiosegrundel, allerdings ohne Knalkrebs. Die hab ich nach ner Weile auf Granulat bekommen (sehr vorteilhaft).
Hielten sich in einem Nanobecken etwa ein Jahr, dann verschwunden.
Die sollen es aber nicht mehr sein, auch wenn geniales Aussehen-sind mir zu scheu und zu klein.
Auch die Yasha-Grundeln (Stonogobiops yasha) - die sehen wirklich extrem attraktiv aus, scheinen mir, wie die Lanzengrundeln, nur was für ein Nano zu sein-oder doch nicht?

Was meint Ihr?
Welche Arten sollte ich Wählen, welche Erfahrungen habt Ihr?
Gibt es andere Erfahrungen von vielleicht noch leichter(oder besser) haltbaren Arten?
Worauf habe ich zumindest am Anfang besonders zu achten?
Alle gemeinsam einsetzen?
Dauerhaft haltbar mit meiner bisherigen Fischcrew?
Sollte ich das unter den angegebenen Bedingungen grundsätzlich besser ganz lassen?
50% Überlebenswahrscheinlichkeit nach 1 Monat mindestens Vorraussetzung, so meine mir selbst auferlegte Prämisse.
Für Beiträge wäre ich wirklich sehr dankbar.
Mit diesen Tieren habe ich bisher wenig Erfahrung.
Langer Text, ich weiß, war mir aber wichtig, die Situation genauer zu schildern.
Gruß
Thomas

CeiBaer

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Samstag, 15. September 2018, 21:35

sehr niedlich, dass du ihnen den wohnungsbau versuchst abzunehmen... :D das wird nur durch zufall klappen. wenn dann sicher nicht dauerhaft. die krebse bauen nämlich recht weitläufige höhlen und gänge unterm gestein und drumrum.

ich habe seit jahren schon eine amblyeleotris guttata mit dem natürlichen partner alpheus ochrostriatus. sehr schönes paar und eigentlich immer irgendwo zu sehen.
besonders beachten musst du im prinzip nichts.
in der regel finden sie sich in nem becken zusammen. können aber ohne weiteres ohne den anderen auskommen. es ist ja eigentlich keine echte symbiose.
an futter wird eigentlich alles genommen.
die grundel selbst ist schon recht wehrhaft.

im leitfaden unter dokumente findest du etwas zu partnergrundeln. eine übersicht welche grundel mit welchen krebs vergesellschaftet werden könnte mit zusätzlichen haltungsempfehlungen.
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sandanemone (15.09.2018)

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Samstag, 15. September 2018, 22:20

Bob, der Baumeister, wie meine Frau unseren Randalli schon vor Jahren taufte.


Lebt seit mehr als 5 Jahren bei uns in einem 150er Becken. War mal vor kurzem tagelang nicht zu sehen, so das ich schon dachte das war es. Aber tauchte dann wieder auf. Erst hatte er eine A. fasciata als Partnergrundel, die leider dem Stromausfall vor 5 Monaten erlag. Die dann gekaufte A. randalli zog innerhalb von 2 Stunden in seine Höhle. Seitdem sind sie unzertrennbar.

Aber, mein Frau taufte den nicht umsonst Bob den Baumeister. Der hat das Becken schon von recht nach links, und von vorne nach hinter durchgebuddelt. In dem Becken ist ein DSB, aber Bob rearrangiert das ständig. Was sehr nützlich ist, aber 2-3 Tage ist er mit seiner Höhlenanlage zufrieden, und dann beginnt die Neueinrichtung. Meiner richtet immer genau 4 Höhleneingänge ein. Wo genau, das entscheidet er gerne häufig neu. Während die Grundel die Bauarbeiten bewacht.

Kurzum, wenn du dir einen A.randalli einsetzt musst du auch in großen Becken mit Umschichtungen im Sand und ab und an mal Sichtbeeinträchigungen durch Baustaub rechnen :EV8CD6~126:

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