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neki

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Mittwoch, 9. Januar 2019, 21:35

der Dreck würde dann im Ablaufschacht liegen bleiben. Das TB reinige ich eh regelmässig. Der wenig Dreck der dort aktuell liegt kann den hohen No3 Wert nicht erklären.

Als RFP habe ich eine Tunze Silence 1073.020 (Pumpenleistung: 200 - 2.400 l/h)
Ist sicher auf 50% eingestellt und muß 1,3 Meter hoch pumpen.

Am Freitag mache ich eh wieder einen WW. Da kann ich einen Meßbecher beim Rücklauf anhalten und schauen was für eine Leistung ich habe,
No3 am frischen Wasser werde ich dann auch messen. Das habe ich vor Jahren schon einmal ausgeschlossen. Aber wer weiß. Auch eine gute Idee.

Wodkafilter ist mir glaube ich zu radikal. Dem Becken geht es ja nicht schlecht. Da will ich solche Maßnahmen eher vermeiden.
Meine Idee war von Pellets aufs Zeolith zu wechseln.

thx,

CeiBaer

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Mittwoch, 9. Januar 2019, 22:09

Kannst du, wie gesagt wurde, natürlich machen. Du solltest aber auch die Quelle finden. Dazu muss man auch Optimierungen durchführen.

Im Schacht wird kaum etwas liegen bleiben. Sonst ware es nicht im Technikbecken. Sonst musst du den ebenfalls regelmäßig reinigen. Man kann ja mal reinschauen. Ansonsten halt über Watte filtern.

Übrigens kann auch Licht eine Rolle spielen. Dieses beeinflusst nämlich auch die Microbiologie maßgeblich.

Aber wie gesagt, wenn die Reduzierung von Fisch und Futter keine Option ist, musst du deine Anlage optimieren und damit zusätzlichen Eintrag minimieren. Stellst du dann immernoch keine Besserung fest, kannst du ja über zusätzliche Filter und Zeolith nachdenken. Sonst ist das ein Kampf gegen Windmühlen.

Es fehlen dir anaerobe Zonen wo die Denitrifizierung in dem Maße wie erforderlich stattfinden könnte.
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neki

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43

Mittwoch, 9. Januar 2019, 22:26

Die Quelle suche ich nun seit ein paar Jahren :D
Im Schacht bleibt nur deshalb nichts liegen weil ich den jede Woche aufwirbel damit der Dreck ins TB fliegt.
Fische reduzieren würde gehen.Dachte nicht, daß meine paar Fische ein Problem dar stellen. Futter reduzieren will ich nicht. Füttere eh nur alle 2 Tage. Dann müssten die Fische fasten.

Anaerobe Zone ist ein gutes Stichwort. Ich dachte bis jetzt immer, daß das nicht notwendig ist. Sollte das nicht die Eigenfilterung im Becken (Lebendgestein) machen?
Anaerobe wäre dann ja wieder ein Wodkafilter oder Schwefelfilter, oder? Was mich halt wundert. Ich kenne keinen der solch ein Filter im Einsatz haben und die haben auch alleine keine No3 Probleme.
danke

CeiBaer

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44

Donnerstag, 10. Januar 2019, 00:38

Ich hatte nen Schwefel Nitratfilter mal ne ganze Zeit im Einsatz.

Würde ich ausschließlich über eine Steuerung betreiben. Manuell ist das ne tickende Zeitbombe.

Habe ja auch seit jeher hohe, oder eher höhere NO3 Werte. Immer so um und bei 25.
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sandanemone

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45

Donnerstag, 10. Januar 2019, 14:04

Nitrat auf Dauer zu hoch

Hallo,
so, wie Du Dein System beschreibst denke ich da nicht an irgendwelche Unzulänglichkeiten (Gammelecken, Detritusfallen uswusw), Futter in unseren "offenen Systemen" erzeugt nunmal Nitrat. Mit Bakterien kann man es versuchen zu überlisten, funktioniert aber auf wirklich lange Sicht nicht zuverlässig, denke ich.
Da langfristig ein Gleichgewicht von Wachstum der Korallen und dem Nährstoffeintrag hinzubekommen halte ich für äußerst schwierig. Nicht unmöglich, aber sehr schwer.
Pelletfilter hatte ich auch mal bei meinem ehemaligen Blenny-Becken im Einsatz, hat mehrere Monate gut funktioniert, dann trat das Gegenteil ein, verschleimte ständig und hab ich dann rausgeschmissen. Würde ich an Deiner Stelle auch rausschmeißen.
Ich kenne das Problem mit erhöhten Nährstoffen auch schon lange und bleibe bei meinem Becken auch mit seit Wochen durchgeführten wöchentlichen, ca. 20%igen Wasserwechseln auch deutlich über meinem selbst gesetzten "Sollwert" von 10 mg Nitrat, Phosphat um die 0,1 mg kann gehalten werden.
Phosphate sind mit den Adsorbern bzw. mit der Phosphatflüssigbindemethode (von Tropic Marin Elimi Phos) mit sofortigem Austrag über den Papierfilter beherrscbar, Nitrat bleibt aber ein "relatives" Problem (im Moment um die 20 mg).
Schaden tut das No3 in diesen Konzentrationen den Tieren eigentlich nicht, nur die Färbungen der SPS könnte besser sein (obwohl richtig eingebräunt ist eigentlich noch keine SPS-Koralle).
Kann ich aber meiner Einschätzung nach drauf Warten und möchte ich vermeiden.
10mg Nitrat bei inzwischen 36 Fischen auf 650l (ca 500 Liter netto) wird auch bei gutem Wachstum (fast) aller Korallen und zunehmend dichter Besetzung wohl auf Dauer ohne noch heftigere Wasserwechsel (wollte ich eigentlich auf 10% pro Woche langfristig wieder reduzieren) nicht erreichbar sein, trotz Papierfilter, wirklich guter Abschäumung usw.
Nitrat muß also aktiv aus dem System dauerhaft auf das Ziel mit einer gewissen Stabilität (10 mg NO3) heruntergebracht werden.
Habe mich schon seit längerem mit Nitratfiltern jeglicher Art zumindest theoretisch beschäftigt und bis auf einen Algenfilter hat mich nichts wirklich überzeugt (auf Dauer zu hohes Risiko von Unfällen oder anderen Instabilitäten der verwendeten Bakterien).
Gleiches gibt für die Zeolith-Methode meiner Meinung nach auch.
Herkömmliche Nitratfilter scheiden für mich also aus, bleibt der Algenfilter.
Erster Versuch im Refugium mit Drahtalgen: hoher Ertrag, aber nicht konstant genug von den Bedingungen gehalten: man muß auf die Spuris (Jod) genauer achten. Soweit gelernt.
So habe ich mir heute also einen Makroalgenfilter (Skimz Macroalgen Reactor MBR157, mit Drahtalgen bestückt) bestellt und werde in diesem Forum genauer darüber berichten.
Hoffe, das wird klappen und bereue es auf Dauer nicht.
Gruß
Thomas

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neki (10.01.2019)

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 20:14

Hi Thomas,
Gleiches gibt für die Zeolith-Methode meiner Meinung nach auch.

Warum?
Die Idee mit einem Algen-Refugium hatte ich auch schon letztes Jahr. Mir fehlt aber leider im TB der Platz und darum hatte ich es wieder verworfen. Ich könnte mein Nachfüllbecken verkleiner... Werde darüber noch einmal nachdenken.
Gib unbedingt Bescheid wie es bei dir so läuft.

thx, chris

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47

Donnerstag, 10. Januar 2019, 21:33

Hallo Wasserklärer,

auch mein Becken hat ständig "zuviel" NO3 und und PO4. Seit etwa 1/2 Jahr nach dem Start. PO4 ließ sich durch Eisenadsorber sicher senken. NO3 hingegen nicht. Deswegen hatte ich bis vor kurzem übe r1 Jah rlang jeden 3. Tag 5 % Wasser gewechselt, zudem ständig Zeolith im Knepo, das monatlich erneuert wurde.

Trotz ständig >25 mg/l NO3 läuft mein Becken absolut problemlos. SPS wachsen zügig und sind schön gefärbt, und seitdem ich die WW minimiert habe, blühen auch meine Zoanthus endlich auf.

Fazit: Wenn die WW nicht genau den Theorien entsprechen und das Becken dennoch stimmig läuft, dann sollte man nicht immer weiter versuchen, etwas zu optimieren, was letztendlich nur noch einer Meßwertoptimierung entspricht.
Grüße vom Nordeifelrand,
Werner


RS Reefer 170
AI Hydra 26 HD + seitlich und oben je drei 20 W LED-Leisten 13.000 K.
Strömung Tunze 6055 + 6040 mit 7096 Controller; 0,3 Sekundentakt, Strömungswechsel 2 h.
Rückförder Tunze 1073.050 mit 15 Minuten Futterstop-Automatik.
Schego TRD.
Bubble Magus C 3.5.
Kohle 1 Woche/Monat
PO4 Adsorber (Fe) 3 Wochen/Monat.
150 ml Zeolith Dauereinsatz.
KH und Ca 'Balling light'.
Jod 3 X 0,2 ml/Woche. AUSGESETZT
Vanadium 3 X 0,15 ml/W. AUSGESETZT
Salz TM-pro; Lf 51,5 mS.
5 % WW/W.

Täglich lebende Artemia + zapffrisches Phytoplankton.

sandanemone

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48

Freitag, 11. Januar 2019, 10:03

Hallo nochmal,
da hast Du sicherlich Recht, Werner. Besser stabil auf etwas suboptimalem Niveau als "auf des Messers Schneide" mit leicht möglichen, dann aber fatalen Schwankungen (nach unten).
Trotzdem möchte ich die Nitratkonzentration auf den Zielwert bringen, ohne Gefahr zu Laufen, das die Korallen verhungern (10 mg NO3).
Deshalb der Versuch mit dem Algenfilter, diesmal unter besser von mir kontrollierten Bedingungen.
Ich finde, ein Versuch ist es wert, einfach, um weniger Wasserwechsel durchführen zu müssen.

Warum kein Zeolith?
Nun, hier sind die Gefahren des "aus dem Ruder-Laufens" wohl besonders groß.
Ganz erheblicher Eingriff in die Biologie des Gesamtsystems. Aufwendig, wartungsuintensiv und wohl auch teuer. Außerdem habe ich ja ein "Mixed-Becken", wie die meisten hier und das soll auch so bleiben (kein reines SPS). Gibt aber gute Beispiele im Netz, wo es prima läuft.
Anbei ein, wie ich finde, ganz anschaulicher Text zum Grundverständnis (aus diesem Forum).

Die umstrittenen Porzellan-Korallen - Ein Überblick Zeolithmethode
Weiß jetzt nicht, ob da schon wesentlich mehr Wissen seit dem Beitrag dazugekommen ist (ist ja aus 2013).

Sobald ich den Filter hier in Betrieb genommen habe, werde ich berichten.
Gruß
Thomas

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49

Freitag, 11. Januar 2019, 10:13

hi,

in meinem bisherigen leben wurden nie technikbecken oder sonstige ablaufschächte von detritus gereinigt - no3 richtung null.

pardon - mal alle paar jahre...

soweit für die putzwütigen hochglanztechnikbeckenreiniger :D
-----------------------
besten gruß auch...
joe

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Rouv (11.01.2019)

anemonenkrabbe

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Freitag, 11. Januar 2019, 12:08

@ Jo :dh: glaube auch,daß vielleicht in dem Fall zuviel des Guten ,,sauber" ist...zu wenig Platz für Denitrifikation...mein kleines 30l Nano zum Beispiel hat nur die Rückförderpumpe als Technik (außer Licht natürlich) und ist völlig überbesetzt...und wird ordentlich mit FroFu gefüttert 7 Fische und 5 Garnelen plus Krabben...gereinigt wird das Technikbecken nur alle paar Monate und auch das Filtermaterial nicht ständig erneuert oder gespült...lediglich die Pumpe wird gewartet...PO4 bei 0,05 und NO3 muss ich fast zudosieren bei unter 1 ...jedes Becken ist sicher anders...klar...aber man macht vielleicht auch zuviel :7_small27: LG Angelika
Becken 90l Cube Blau Aquaristik , Bubble Magus QQ1 , Jebao SW2 , Eheim Skim 350 , Next-one LED...Versorgung mit EZ DSR

lobinger

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Freitag, 11. Januar 2019, 12:58

Hallo Neki,

es gibt natürlich viele Wege, die zum Ziel führen und einige Meinungen wurden ja hier schon genannt. Du musst Dir halt mal die Frage stellen, wer das ganze Nitrat denn verarbeiten soll?! Dein jetziger Korallenbestand und die momentane Bakterienpopulation schaffen es offensichtlich nicht. Also musst Du, sofern Du Deine Fische nicht reduzieren willst, entweder mehr Korallen einsetzen (wird evtl. ein Platzproblem) oder halt logischerweise Deine Bakterien Dichte erhöhen. Du kommst dann also nicht um eine Kohlenstoff Dosierung herum. Für ein Algenrefugium hast Du ja zum Glück keinen Platz ;-)

Ich fahre meine Becken seit 10 Jahren mit Zeolithfilter und Kohlenstoff Dosierung. Probleme mit Nitrat kenne ich nicht. Ich kann Dir nur raten, Dir einen ordentlichen Zeolithfilter zu besorgen, am besten selbstreinigend. Dann entscheide Dich für eine Kohlenstoffquelle und verfahre nach Anleitung. In 3-6 Wochen ist Dein Nitrat dann sicherlich unten und das sollte ja dann passen.

Ich habe jahrelang sehr erfolgreich das Zeovit System betrieben. Mittlerweile habe ich seit langem meinen bewerten Zeolithfilter und Wodka im Einsatz. Alles läuft prima. Entgegen vieler komischer Behauptungen in den Foren denke ich, dass es den Bakterien ziemlich egal ist, ob Wodka die Kohlenstoffquelle ist oder Essigsäure oder Aceton oder eine Kombi aus allem. ich dosiere wöchentlich Bakterien, von dem Hersteller mit den blauen Flaschen, um immer mal frische Bakterienstämme einzubringen und das war es.

Lass Dich nicht so verrückt machen, entscheide Dich einfach für ein System und ziehe das durch ;-)

Beste Grüße

Carsten
130x70x60 mit Balkonüberlauf, ATI Hybrid 4x54w 3x75w LED, Tunze Strömung, Bubble Magus BM 150 pro mit Nadel/Fadenrad, TB 80x40x40, DIY Zeomatic,

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