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Wednesday, August 15th 2018, 8:18am

Nachteile von Algenreaktoren

Hallo zusammen,

ich möchte gerne ein Diskussionsthema erstellen. Mich überzeugt "schon immer" ein Algenrefugium, um primär NO3 und PO4 abzubauen. Aus Platzgründen kommt nur ein Reaktor in Frage. Das liest sich alles als der wirkliche Königsweg. Zuschön, um wahr zu sein ...

Daher meine Frage an die Praktiker: Wo sind auf Dauer die Nachteile?

Dankeschöns vorab!
Grüße vom Nordeifelrand,
Werner


RS Reefer 170
AI Hydra 26 HD + seitlich und oben je drei 20 W LED-Leisten 13.000 K.
Strömung Tunze 6055 + 6040 mit 7096 Controller; 0,3 Sekundentakt, Strömungswechsel 2 h.
Rückförder Tunze 1073.050 mit 15 Minuten Futterstop-Automatik.
Schego TRD.
Bubble Magus C 3.5.
Kohle 1 Woche/Monat
PO4 Adsorber (Fe) 3 Wochen/Monat.
150 ml Zeolith Dauereinsatz.
KH und Ca 'Balling light'.
Jod 3 X 0,2 ml/Woche.
Vanadium 3 X 0,15 ml/W.
Salz TM-pro; Lf 51,5 mS.
5 % WW/W.

Täglich lebende Artemia + zapffrisches Phytoplankton.

Wassermaus

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2

Wednesday, August 15th 2018, 11:43am

Hallo Werner,
auch wenn dich das jetzt irritieren mag.
  • Es wird PO4 und NO3 entzogen, ob es auch nur bei diesen Stoffen bleibt dazu müsstest eigene Langzeitstudien betreiben. Aber rein logischer Art wird es nicht bei den beiden Dingen bleiben.
  • Konkurrenz zu anderen Verbrauchern, kann auch ein Fluch sein, wenn meine Nährstoffe am Boden sind
  • Kommt soweit ich weiß in dieser Menge nicht natürlich in den Riffen vor

Ich deute es als ein Hilfsmittel bei Becken mit starken Nährstoffen, aber es sollte nicht als Freibrief für starkes Besetzen oder übertriebenes Füttern gesehen werden. Es korrigiert was zuvor evtl. schief gelaufen ist, ich denke in vielen intakten nährstoffarmen Becken wird es ehr negative Auswirkungen haben. Da würde ich evtl. den Weg von Sangkokai wählen welche ja mit organischen und im Meer vorkommenden Mitteln für ausreichend Plankton sorgen soll.


Bei mir ist es ein Versuch ohne viel Chemie oder unnatürlichen Mitteln meine Fehler, die ich gemacht habe zu korrigieren :EVERYD~16:
------------------------------------------------------------------
Viele Grüße

Carmen
------------------------------------------------------------------
Reefer 250, Deltec 1000i+ Sander C50, 2x MP40QD W, DCT4000, 2x Hydra 26 HD, 1xSkimz MBR127
Bogeler Reefer

Innovativ Nano Fusion 20G, 1x AI Nero 5, 1 Hydra 26 HD, Bubble Magus QQ1
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This post has been edited 2 times, last edit by "Wassermaus" (Aug 15th 2018, 11:47am)


CeiBaer

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Wednesday, August 15th 2018, 12:10pm

zu beachten wären sicher auch die spurenelemente. gerade auch der iodwert, weil algen einiges an iod verbrauchen können. bei dauereinsatz würde ich daher die menge nur so klein wie nötig halten. daher sollte sehr regelmässig die menge wieder reduziert werden. das wird sicher fast wöchentlich der fall sein.

ist jetzt kein direkter nachteil, aber erhöhter zeitbedarf und aufwand der pflege.
-


Hilfreiche Informationen von der Einrichtung
bis zum Betrieb des Beckens
-

EquinoX

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Wednesday, August 15th 2018, 4:33pm

Ich finde die Algenreaktoren ja persönlich auch sehr fancy, mache mir aber etwas sorgen wegen des relativ geringen Volumens und der Lichtleistung der LEDs. Wenn man sich die Vorgaben von Triton anschaut (ca. 10% des Beckenvolumens), frage ich mich was ein 5L Algenreaktor wirklich an Nährstoffe exportieren kann..

Das wäre mal ein spannendes Experiment wieviele Algen in so einem Reaktor pro Woche wachsen, im Vergleich zu einem klassischen Refugium. Wenn man sich bei BRSTV die Videos anschaut, wo die selbst das Refugium mit 100W LED beleuchten, macht das schon nachdenklich =).

Ich habe aber das gleiche Problem wie du Werner.... ich bin mit meiner Refugium-Planung auch noch kein Stück weiter und kämpfe nach wie vor mit viel zu hohen Nährstoffwerten. Ich hab jetzt erstmal die Futtermenge halbiert, weil ich wahrscheinlich immer zu viel gefüttert habe bisher...

Viele Grüße
Manuel

Red Sea Reefer 350 Deluxe | 2x AI Hydra HD 26 | Bubble Magus Curve 5 | Nyos Viper 5.0 | Versorgung mit ATI Essentials

JohannesFFM

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Wednesday, August 15th 2018, 5:36pm

Hi Ihr,

die brstv Leute beleuchten ja auch zu stark. Für 160 Gallon also 605 Liter AQ sollte man mit 0,06-0,08 Watt je Liter zwischen 36-50 Watt über dem Refugium haben. Wenn man stärker beleuchtet lutscht es einem die Nährstoffe aus dem Becken und deshalb haben die die BRSTV Leute 0 Phosphat und 0 Nitrat im Becken, trotz massivem Füttern. Ich glaub im aktuellen Video dosieren sie jetzt sogar Nitrat. Die Watt pro Liter Vorgabe hat ja einen Sinn und man kann es auch mit zu viel Licht übertreiben. Die Schweizer Aquarium Systems haben ein Triton Refugium das nicht Volumen sondern beleuchtete Fläche als Vorgabe nimmt und sagen das das auch Triton konform ist. macht ja auch irgendwie Sinn :) Was die beleuchtet Fläche angeht ist ein Algenreaktor sicherlich näher an den Vorgaben als wenn man nur das Volumen betrachtet.

Ich würde es einfach mal probieren. Man kann auch einen DIY Reaktor aus einem Fließbettfilter und einem LED Strip selber machen. Kostet ~ 80 Euro. Einfach mal DIY Cheato reactor bei yt eingeben.

Viele Grüße Johannes

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6

Wednesday, August 15th 2018, 10:36pm

Hallo Miteinander,

schön, die sachlichen Beiträge!

@ Carmen:
Ja natürlich, die Algen nehmen alles, was für sie nahrhaft ist, auf. Somit sind sie Konkurrenten für Photosynthesealgen & Co. Aber das trifft auf die alternativ eingesetzten Adsorber nicht anders zu. Dass im Riff nicht diese Algenkonzentration auftritt, das ist klar. Aber dort tritt auch nicht die Populationsdichte wie in einem Aquarium auf. Ein wirklich naturnahes Aquariummilieu wird es - gemessen an der Unendlichkeit der Weltmeere - nie geben!

@ Michael:
Der durch Algenreaktor entstehende größere Zeitaufwand relativiert sich. Zudosieren muß ich ohnehin. Aber der A-Reaktor lässt mich, wenn ich das derzeit noch zu hohe PO4 + NO3 Level auf meine Wunschgröße reduziert habe, möglicherweise auf die derzeit eingesetzten beiden Reaktoren (PO4, Kohle, Zeolith) verzichten können.

@ Manuel:
Beschreiben wir es mal so; typisches Refugium arbeitet passiv, der Reaktor aktiv. Ich schätze den Faktor des "Wirkungsgrades" auf 1 : 2 bis 3 ein.
Futterreduzierung ist der falsche Weg. Das habe ich versucht, und die Korallen haben es mit Schrumpfen quittiert. Seit etwa 1 Jahr arbeite ich konsequent an NO3 und PO4 Reduzierung; mit Erfolg. (Weniger Bodengrund, Blasenfallenmatte durch 3-tägig ersetzende dünne Watteschicht ersetzt, PO4 Adsorber, Zeolith, verstärkte Strömung.)

@Johannes
Ich strebe kein Magerbecken an, um Korallen bezüglich Leuchtkraft zu vergewaltigen. Möchte mich aber gerne dem Optimum des Wohlbefindens nähern.
Grüße vom Nordeifelrand,
Werner


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Rückförder Tunze 1073.050 mit 15 Minuten Futterstop-Automatik.
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