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tristan

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  • »tristan« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 18. September 2017, 11:24

Enthärtungsanlage mit Osmoseanlage

Hi,

wir werden uns die Tage/Wochen eine Enthärtungsanlage an den Hausanschluss einbauen lassen. In unserer Gegnd ist das Wasser wirklich extrem Hart.
Jetzt habe ich damals exra eine Leitung von der Hauptleitung zur Osmoseanlage im Keller legen lassen die sehr viel Druck hat und somit eine Druckerhöhungspumpe unnötig macht.
Jetzt ist die Frage, sollte die Enthärtungsanlage nach dieser Abzweigung sein oder davor ? Würde sie die osmoseanlage wirklich entlasten oder da sie ja nur gegen "weiches" Na tauscht und nicht entfernt muss die Osmoseanlage genausoviel arbeiten aber ich verliere eventuell mein schön hohen Wasserdruck durch die Enthärtungsanlage ?
Vielleicht kennt sich ja jemand aus bzw. besitzt selbst beides und/oder hat Erfahrungen.

beste Grüße

Einsiedler

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2

Montag, 18. September 2017, 13:42

Welche Enthärtungsanlage willst Du denn einbauen lassen?

Aki

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3

Montag, 18. September 2017, 15:32

Also ich bin kein wirklicher Experte, aber ich arbeite häufiger mit Umkehrosmoseanlagen (UOA). Daher wage ich mal folgende These:
Die UOA "misst" ja nicht aktiv was im Wasser ist, sondern sie ist gebaut mit einer Membran mit fester Durchlassgröße und arbeitet mit einem festen Verhältnis von Nutz- zu Abwasser (meist 1:4). Ergo wirst du, völlig egal wie "sauber" dein Ausgangswasser ist, 4 Liter Abwasser (Konzentrat) produzieren, um 1 Liter Nutzwasser (Permeat) zu erhalten. Das einzige was ich mir vorstellen könnte ist, dass die Lebensdauer der Membran durch die vorgeschaltete Enthärtungsanlage positiv beeinflusst werden könnte.
Gegenvorschläge ?!?
Gruß

Stefan

30l NanoCube
BioCirculator
Dennerle ReefLight 24W 2:2

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-Saithron-

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4

Montag, 18. September 2017, 15:41

Ich denke zum einen, dass nur noch die wenigsten Anlagen ein Verhältnis von 1:4 haben.
Meine billige Osmotech Profi macht ein Verhältnis von 1:1...
Außerdem denke ich, dass eine Anlage mehr oder weniger x % Verunreinigung aus dem Wasser holt.
Haben wir einen Leitwert von 1000 und entfernen 95%, dann bleibt noch immer Wasser mit etwa 50 Mikrosiemens.
Hat das Ausgangswasser nur noch 300 Mikrosiemens durch die Enthärtung und es werden 90-95% entfernt bleiben nur noch 15-30 Mikrosiemens.
Vorausgesetzt der Betriebsdruck und Temperatur bleibt identisch. Außerdem wird es die Filter und Membran sicher entlasten.
AKTUELL: Aqua Medic Xenia 160
- Royal Exclusiv Bubble King 180 - Royal Exclusiv Red Dragon 4,5m³ - Ecotech Vortech MP40w QD - Philips Coral Care LED -

ALT: Dennerle Cube 60
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Nautilus802

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5

Montag, 18. September 2017, 16:26

Wie enthärtet denn diese Anlage? Bestimmt mit diesen Salz-Tabs? Was passiert in der Anlage mit dem Salz? Wird doch bestimm wie in der Spülmaschine im Wasser gelöst? Könnte das nicht die Lebensdauer der Membran negativ beeinflussen? Oder sogar das Reinwasser verschlechtern?

Gruß Boris

Circeflex

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6

Montag, 18. September 2017, 20:39

Hallo,

bei einer Osmoseanlage hängt das Rein-/Abwasserverhältnis allein von der Ionenkonzetration ab (bei identischer Ausrüstung der OA). D. h. je höher die Ionenkonzentration des Ausgangswassers, umso geringer der Reinwasserertrag bei gleichem Abwasserdurchfluss.
Bei einer Enthärtungsanlage, bei der der die Kationen (Ca-Ionen) durch Na-Ionen und die Anionen (Carbonat) durch Cl-Ionen ersetzt werden, ändert sich die Ionenkonzentration des Ausgangswasser nicht. Somit bleibt das Rein-/Abwasserverhältnis gleich. Ein Vorteil ist jedoch, dass hier eine längere Lebensdauer der Membran generiert wird, da keine Kalkablagerungen mehr entstehen können.

Eine Druckerhöhung über den für die UO empfohlenen Mindestdruck (4bar) hinaus, bringt auch keine höheres Rein-/Abwasserverhältnis. Es wird jedoch die Menge an produtiertem Reinwasser pro Zeit erhöht.

VG
Paul

CeiBaer

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7

Montag, 18. September 2017, 21:05

bei einer Osmoseanlage hängt das Rein-/Abwasserverhältnis allein von der Ionenkonzetration ab

auch die temperatur des ausgangswassers ist sehr entscheidend für die produktionsmenge. das produzierte abwasser bleibt meistens gleich. allerding ändert sich durch die temperatur ebenfalls das verhältnis osmose- zu abwasser durch die höhere oder niegrigere produktionsmenge bei unterschiedlichen temperaturen des wassers.
es kann im winter durchaus 1:5 sein, während es im sommer 1:3 ist. daher habe ich meiner uoa seinerzeit für den winter einen anschluss an die mischbatterie verpasst, damit ich mit lauwarmen wasser speisen konnte.

hier ist es mal im vergleich.
-

-

Circeflex

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8

Dienstag, 19. September 2017, 06:43

Hallo Ceibaer,

die Temperatur spielt für das Rein-/Abwasserverhältnis auch eine Rolle, das ist richtig.
Da es aber für die Ausgangsfrage irrelevant ist, habe ich das nicht erwähnt.
Ob eine Temperaturanhebung vor der UA ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist, lass ich mal dahingestellt.

Im übrigen ist ein Rein-/Abwasserverhältnis von 1:1 nur möglich, wenn die UO-Anlage bereits mit entionisiertem Wasser gespeist wird, da ja die
Ionenkonzentrationen bei diesem Verhältnis von Reinwasser und Abwassergleich gleich groß sein müssen- :rolleyes:




VG
Paul

Nautilus802

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9

Dienstag, 19. September 2017, 08:39

Hallo Paul,

Mich würde an dieser Stelle mal interessieren, warum ein höherer Druck nicht am Verhältnis des Reinwassser/ Abwasser ändert? Wenn es nicht so ist, warum haben denn größere Anlagen eine Druckerhöhungspumpe und dadurch ein besseres Verhältnis?
Wenn ja mehr Reinwasser pro Zeit bei gleicher Menge Abwasser produziert wird, verbessert sich das Verhältnis ja doch!

Gruß Boris

Circeflex

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10

Dienstag, 19. September 2017, 09:31

Hallo Boris,

ich hatte ja geschrieben, dass meine Aussagen für baugleichen UO-Anlagen gelten. Bei anderen UO-Anlagen (z.B. andere Membran etc.) kann natürlich eine höher Eingangsdruck (Mindestdruck) benötigt werden, damit die optimal arbeitet.
Aber auch bei einer solchen Anlage würde ein noch höherer Druck kein verbessertes Rein-/Abwasserverhältnis (R/A-Verhältnis) erbringen. Lediglich die Reinwasserertrag pro Zeit würde verbessert werden.
Bei höheren Druck nimmt eben auch der Abwasseranteil pro Zeit zu. Das R/A-Verhältnis bleibt fast identisch (die "Verbesserung" ist marginal und vernachlässigbar).

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass bei Druckerhöhung das R/A-Verhältnis einer UO spürbar verbessert wird. Die Temp. des Eingangswasser wirkt sich da z. B. bei Weitem drastischer aus. Und entscheidend für das R/A-Verhältnis einer UO ist nun mal die ionenkonzentration des Ausgangswassers, sprich die Härte des Wassers. UO funktioniert durch Konzetrationsunterschied; nicht wie ein Sieb durch "Aussortierung".

VG
Paul

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