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Kate

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Freitag, 22. Mai 2015, 12:44

Zwei kleine Technikbecken statt einem großen?

Hallo zusammen,


zwar habe ich mich gerade erst bei euch angemeldet, aber mir brennt schon die erste Frage unter den Nägeln, da in den nächsten Stunden eeeeendlich mein neues Aquarium zum Start in die Meerwasseraquaristik geliefert wird und ein wichtiges Element noch fehlt, um dann auch wirklich anfangen zu können.


Blauäugig wie ich war, habe ich das Komplettset (160x70x70cm) nur mit Überlaufschacht (3 Bohrungen), aber ohne Technikbecken bestellt, da ich davon ausgegangen bin, es günstig von der Stange kaufen zu können. Nun habe ich im Unterschrank aber nur ein seltsames Maß zur Verfügung, was die ganze Sache etwas erschwert.


Der Schrank ist in zwei kleine und ein großes Fach aufgeteilt. Das großen Abteil hat max. ein Becken von 70 x 60 cm Platz. Da dieses Maß als Sonderanfertigung ziemlich teuer ist, wie ich bereits feststellen musste, kommt hier nun meine Frage:

Könnte ich nicht einfach (?) zwei 60x30cm-Becken mit der langen Seite zusammenstellen? Der Abschäumer (Aqua Medic Turboflotor SL 1000) könnte im ersten Becken stehen, so dass das Wasser von seinem Auslass direkt in das zweite 60er-Becken läuft, wo die Rückförderpumpe und der Heizer drin sind. Den Osmosewassertank werde ich voraussichtlich getrennt aufstellen, um ihn problemlos zum Befüllen entnehmen zu können.

Mir fehlt aktuell das genaue Volumen vom Überlaufschacht. Sobald das Aquarium da ist, werde ich berechnen, wie viel Wasser im Fall eines technischen Fehlers von den TB´s aufgenommen werden müsste.

Ein interessantes Argument für die Benutzung von zwei Standart-Becken: Laut der Angebote, die ich bislang erhalten habe, belaufen sich die Kosten für ein 70x60x50er-Becken (ohne Trennscheiben) auf ca. 150-200 Euro Im Vergleich dazu liege ich mit zwei 60er-Becken bei ca. 40 Euro.

Habe ich einen Denkfehler oder ist die Idee so umsetzbar?
Es wäre super, wenn ihr mir eure Meinung zu meinem Hirngespinst schreibt :6_small28:



LG Kate

DerMichl

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Freitag, 22. Mai 2015, 13:02

Hallo Kate,

das ist ja blöd gelaufen...

Ich stelle mir das mit den zwei TB schwierig vor. Wenn das Wasser nur durch den AS ins zweite Becken gelangt, müsstest Du ja Deinen Durchsatz im TB danach ausrichten was der AS bringt. Das ist mE so gut wie unmöglich, in einem "normalen" TB läuft ja das Wasser auch nicht zu 100% durch den AS.
Grüße

Michl

Flipper

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Freitag, 22. Mai 2015, 21:02

Hallo Kate,

Du hast leider einen Denkfehler. (^-^)
Verglichen mit den Kosten für das Becken ist das Technikbecken ein Klacks. 8)

Der eigentliche Knackpunkt ist jedoch ein ganz anderer: das Technikbecken muss genau Deinen Ansprüchen, konkreter, der dort eingesetzten Technik, genügen. Das fängt an mit der Wandstärke, wo ein 54l-Standardbecken nur eine 4mm dicke Scheibe hat, die fängt schon an zu Vibrieren und Dröhnen, wenn man sie schräg ansieht. Dort im Technikbecken befindet sich aber genau die Ansammlung der lautesten Pumpen, der Rückförderpumpe und der Abschäumerpumpe.
Die Koppelung dieser Becken ist zwar möglich, aber etwas umständlich und nicht sehr robust. Mit etwas Pech läuft Dir der Unterschrank voll.

Auch bei der Aufteilung wirst Du schnell auf Probleme stoßen, insbesondere bei der Wahl des Abschäumers. Du kaufst Dir zuerst einen günstigen mittelgroßen, der noch in das 54l-Becken passt, dann wachsen die Fische prächtig heran und wollen immer mehr Futter, bis die Nährstoffe im Wasser schon fast an der Scheibe rauskriechen, dann muss ein stärkerer Abschäumer her, der aber nicht in die 29cm passt...

Bei der Höhe des Technikbeckens kann ich nur vor einem 50cm-Becken warnen. Wenn Du nicht einen sehr hohen Technikschrank hast wird die Handhabung der Geräte in dem hohen Technikbecken sehr mühselig. Es sollten mindestens 30cm über dem Rand des Technikbeckens frei sein, sonst kann es eng werden. Ich habe mein Technikbecken 150x50x50 auch getauscht gegen eines mit 110x50x40 und zusätzlich einen separaten Nachfülltank hingestellt. Es hatte zusätzlich den Vorteil, dass es mit 10mm-Scheiben und Wulstverklebung sehr gut die Schwingungen dämpfte und damit viel leiser war.

Ich würde Dir unbedingt empfehlen, Dein ganzes Konzept für Technik und Finanzbedarf noch einmal mit einem alten Hasen durchzusprechen, um Enttäuschungen und unnötige Ausgaben zu vermeiden. Ein Becken dieser Größe kostet immer mehrere Tausend Euro, selbst wenn Du günstig an die Komponenten kommst.

Bei einem Becken dieser Größe gehe ich jetzt mal davon aus, dass die Statik bereits abgeklopft und geklärt ist und das Becken nicht gerade in den Altbau mit Holzdielen gesetzt wird. (^-^)

Gruß
Sandy

Cobra989353

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Samstag, 23. Mai 2015, 01:15

Man bekommt das auch mit einem Becken hin...
Du sagtest, das du 70x60 cm Platz hast...
Dann kaufst du dir ein Becken was einen Ticken kleiner ist, aber fertig im Laden steht...
Klebst dir eine Trennscheibe rein für Osmosewasser...
Und arbeitest mit Filtersäcken...
Abschäumer in das Becken...
Rückförderpumpe rein und jöö:-)

Wenn an dieser kurzen Anleitung Interesse besteht, kann ich dir gerne in Foto hochladen, sodass dieses Konzept verständlicher wird.

Bin nämlich auch gerade im Umbau meiner Technik.
Und bestimmt nicht perfekt :-P


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Lg
René

Kate

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Sonntag, 24. Mai 2015, 12:11

Hallo zusammen,

danke für eure Denkanstöße :thumbsup: . Da hab ich wohl nicht bis zum Ende gedacht. :rolleyes:


Vielleicht ist mein Post falsch rüber gekommen. Ich wollte damit nämlich nicht den Eindruck erwecken, dass ich schon zum Einstieg in dieses Hobby jeden Euro umdrehen muss, damit ich es überhaupt realisieren kann. Wenn dem so wäre, ist die Meerwasseraquaristik dann definitiv nicht das Richtige für mich ;) Schon gar nicht mit der Beckengröße. Meine Ausgaben-Liste darf ich schon jetzt niemandem mehr zeigen, der dieses Hobby nicht liebt... :whistling:


Am Ende möchte ich die für mein Becken/mich beste Lösung wählen, weshalb ich mich ja an euch gewandt habe :D . Ich bin gestern noch mal in mich gegangen und habe mich auch noch mal schlau gemacht, welche Wassermengen wöchentlich durchschnittlich verdunsten, um den Vorratsbehälter danach auszulegen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich mit einer kleinen Abtrennung vom TB wohl nicht weit kommen werde (wenn man von ca. 1% Verdunstung/Tag ausgeht).


Somit erscheint mir die beste Lösung folgende: Die Fläche von 60x70cm (Tiefe x Länge) aufteilen und mir zwei Becken anfertigen lassen. Eins für die Technik in 60x40x40cm und eins für den Osmose-Vorrat in 60x30x45cm. Damit wäre der Platz voll ausgenutzt und bei der Bestellung könnte ich ein dickeres Glas ordern. Den Abschäumer habe ich übrigens nicht nach der Größe des Technikbeckens gekauft, den habe ich schon ein Weilchen. Was ist denn an dem Turboflotor auszusetzen?


By the way: Statik ist gecheckt 8)


LG und einen schönen sonnigen Sontnag


Kate

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Sonntag, 24. Mai 2015, 12:42

Hallo Kate,

grundsätzlich ist an dem Abschäumer nichts verkehrt. Die Frage ist eher, ob er für die Beckengröße und den Besatz ausreicht. Je nachdem, wieviele Fische im Becken sind und wie sich die Bakterien entwickeln kann er ausreichend oder schnell zu klein sein.

Die Verdunstung ist bei größeren Becken schon ein etwas heikles Thema, nicht nur, weil das Wasser für diese Verdunstung bereit gestellt werden muss, sondern weil auch gerade in der kühlen Jahreszeit selbst regelmäßige Lüftung nicht immer ausreicht, um Niederschläge an den Wänden und Fenstern zu verhindern. Die Gefahr von Schimmel- und Pilzbildung sollte man nicht unterschätzen.

Wirst Du Dein Becken mit Abdeckscheiben oder offen betreiben?

Ob das Technikbecken ausreicht ist vor allem eine Frage desssen, nach welcher Methode man das Becken betreiben möchte. Dazu zählt insbesondere die Regulierung von kH und Ca. Die üblichen Methoden sind Dosierpumpen für Balling und ähnliche Verfahren wie Triton und Ati Essentials oder eben ein Kalkreaktor. Bei Dosierpumpen brauchst Du Platz für die Dosierpumpen und die Kanister mit den Flüssigkeiten, bei letzterem den Platz für den Kalkreaktor.

Außerdem natürlich noch Reserveplatz für Phosphatadsorber, Pellets und ähnliche Filter, je nachdem, wie sich die Nährstoffe entwickeln. Eine Möglichkeit Filterwatte einzusetzen, um aufgewirbelten Modder herauszufiltern wäre auch nicht verkehrt.

Es ist schon seltsam, aber es ist irgendwie immer zu wenig Platz im Technikbecken, früher oder später. :D

Gruß
Sandy

Kate

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Sonntag, 24. Mai 2015, 14:10

Hi,

das glaube ich auch. Zwar ist noch nicht mal Wasser im Becken, aber dass im Unterschrank zu wenig Platz sein könnte, macht mir jetzt schon schlaflose Nächte. :fie: Naja irgendwie wird (muss) es schon passen.


Momentan plane ich mein Becken und auch alle Becken im Unterschrank abgedeckt zu betreiben, um die Verdunstung bzw. Feuchtigkeit so gering wie möglich zu halten. Glücklicherweise steht das Aquarium in unserem 85m²-Wohn-/Ess-/Kaminzimmer mit Küche. Daher hoffe ich, dass sich die Feuchtigkeit gut verteilt und keine Stockflecken entstehen. :search:

Bzgl. Abschäumer kommt es nun auf einen Versuch an. Der Fischbesatz steht im Moment eher an zweiter Stelle. Wichtiger ist mir ein schönes Riff und dann ein paar Fische als Highlight. Natürlich kann ich nur von meinen aktuellen Ideen sprechen. Wer weiß schon, wie sich die Sache in Zukunft entwickeln wird.

Neben dem 70x60cm Schrankfach habe ich noch zwei weitere Abteile zur Verfügung, um dort das "Dosiergedöns" unterzubringen.

LG

Kate

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Sonntag, 24. Mai 2015, 14:25

Mit welcher Methode möchtest Du denn das Becken betreiben? "Dosiergedöns" hört sich nach Dosierpumpen an und deutet nach Triton, Ati Essentials und Balling Light.

Gruß
Sandy

Kate

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Sonntag, 24. Mai 2015, 15:05

Hi,

hinsichtlich einer Methode habe ich mich noch nicht entschieden. Wenn ich es bislang richtig verstanden habe, hängt es vom Besatz und dem Wasserwechsel-Intervall ab, ob und wie viele Spurenelemente zugegeben werden müssen, richtig?

Bislang bekannt sind mir Balling, Triton und der Kalkreaktor. Außerdem geben ja einige die Lösungen ganz old-school ;) per Hand ins (Technik-) Becken. Wenn jemand nen interessanten Link für die eine oder andere Methode hat, immer her damit :D

Worauf möchtest du denn hinaus?

LG Kate

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Sonntag, 24. Mai 2015, 15:39

Je nach Methode sieht Technik und Beckengestaltung anders aus. Triton etwa setzt ein Algenrefugium ein und verwendet Kohle und Phosphatadsorber im Dauereinsatz, andere wiederum setzen auf Wasserwechsel und passen die Verrohrung entsprechend an, damit man diese Wasserwechsel so einfach wie möglich durchführen kann.

Wenn Du nicht weisst, wie genau Du das Becken betreiben möchtest ist es nicht so einfach, das Technikbecken optimal zu gestalten.

Gruß
Sandy

Kate

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Sonntag, 24. Mai 2015, 20:29

Hallöchen,

klar, das ist natürlich ein Argument. Habe ich mich mal ein bisschen auf der Triton-Seite umgesehen. Das System finde ich auf den ersten Blick ganz interessant, da der Wasserwechsel entfällt und die Dosierung automatisiert werden kann. Sehr praktisch. :6_small28:

Allerdings stellt sich mir schon bevor ich mich näher eingelesen habe die Frage der Umsetzbarkeit. Im FAQ ist von einem Algenrefugium mit 10-20% Volumen des Hauptbeckens die Rede. Das hieße in meinem Fall min. 80 Liter. Dazu kommt noch der Platz für den Abschäumer, PO4-Adsorber, Aktivkohlefilter und Osmosetank. Wenn ich mir meinen Unterschrank so ansehe, weiß ich nicht, wie ich alles dort unterbringen soll. :115E17~112:
Für eine Einsteigerin wie mich ist das alles ganz schön verwirrend... waaaaaah :fie:

LG Kate

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Sonntag, 24. Mai 2015, 21:39

Hi Kate,

wenn Du ein richtig schönes Algenrefugium hast, dann sind es etwa 10 Prozent des Schaubeckens, die meisten Tritonanwender haben ein kleineres Refugium. Dann muss man mit etwas mehr Licht die Algen anstubsen.
Ohne Wasserwechsel kommst Du auch bei den Ati Essentials aus, sofern alles gleichmäßig dosiert wird. Wenn das nicht geht kommt es irgendwann zur Ionenverschiebung, dann muss man doch manchmal Wasserwechsel machen.

Gruß
Sandy

Kate

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Sonntag, 24. Mai 2015, 22:29

Hi,

auf die Essentials bin ich auch noch gestoßen. Gerade auch weil ja Triton eher für SPS-Becken empfohlen wird, werde ich mich in Sachen ATI mal schlau lesen. Mir gefallen Acroporen (oder sagt man Acroporas?) zwar sehr gut, aber ob es am Ende auch ein SPS-dominiertes Becken wird, kann ich noch nicht sagen.

Gegen mal nen Wasserwechsel hab ich nichts einzuwenden, aber wöchentlich X Liter Wasser aus Osmose und Salz zuzubereiten, darauf kann ich sehr gern verzichten, wenn es dem Becken nicht schadet.


Bei Balling geht es dann wieder los, zusätzlich Spurenelemente zu dosieren. Da hat man dann ja irgendwie auch nichts gewonnen?! ?( Mein Ansatz ist, das Becken im Rahmen meiner Möglichkeiten zu automatisieren, damit mehr Zeit fürs Gucken und Genießen bleibt :2_small9: .


LG Kate

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Sonntag, 24. Mai 2015, 23:07

Mein Ansatz ist, das Becken im Rahmen meiner Möglichkeiten zu automatisieren, damit mehr Zeit fürs Gucken und Genießen bleibt :2_small9: .
Das ist auch meine Meinung. Es ist zuverlässiger und spart viel Zeit.

Gruß
Sandy

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