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Marlin

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Montag, 17. September 2018, 16:31

Gebrauchtes totes Riffgestein

Hallo,

ich hab eine Frage zur Verwendung vom gebrauchten toten Riffgestein. Ich würde recht günstig ein paar Kilo davon bekommen. Der Verkäufer hat die Steine 2x eine Woche in H2O2 und eine Woche in Osmosewasser gewässert, dabei jeden zweiten Tag das Wasser gewechselt.

Jetzt die Frage. Ist das Gestein trotzdem eine Risikoquelle? Überall liest man kein totes unbehandeltes Gestein verwenden. Aber wenn das so gereinigt wurde kann man da sicher von ausgehen dass es frei von "Unerwünschtem" ist?

Viele Grüße
Mario

CeiBaer

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Montag, 17. September 2018, 16:34

sicher sein kann man sich nie, wenn man es nicht selbst gemacht hat.

es bleibt also ein restrisiko.
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nachoman

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Montag, 17. September 2018, 16:47

Sehe ich auch so. So teuer ist neues Totgestein auch nicht. Da würde ich nicht das Risiko mit gebrauchtem Gestein eingehen. Wäre es mir nicht wert. Hinterher ärgert man sich nur.
Gruß Mark


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Montag, 17. September 2018, 16:58

Wieviel brauchst du denn?
Ich hätte noch meinen ungenutzten Aufbau da weil ich dann doch lebende Steine genommen habe.

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Montag, 17. September 2018, 19:24

hi,

"unerwünschtes" ist nicht das thema - da gibts kein leben mehr drauf.

einzig evtl. gespeichertes po4 wäre zu beachten.

sieht man aber erst im betrieb an den ww.

ggfls. voher ne probe vom gestein untersuchen.
-----------------------
besten gruß auch...
joe

Marlin

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6

Montag, 17. September 2018, 19:40

sicher sein kann man sich nie, wenn man es nicht selbst gemacht hat.

es bleibt also ein restrisiko.


Aber wenn du es selbst machst bist du dir sicher? Also wenn der Vorgang des sauber machens an sich korrekt durchgeführt wird, ist man "safe" ?

hi,

"unerwünschtes" ist nicht das thema - da gibts kein leben mehr drauf.

einzig evtl. gespeichertes po4 wäre zu beachten.

sieht man aber erst im betrieb an den ww.

ggfls. voher ne probe vom gestein untersuchen.

Das gespeicherte Phosphat wird durch das säubern nicht nicht entfernt? Sorry falls die Frage sehr dumm ist :pinch:


Wieviel brauchst du denn?
Ich hätte noch meinen ungenutzten Aufbau da weil ich dann doch lebende Steine genommen habe.

Gesendet von meinem Nokia 3310 mit Tapatalk
Naja das Becken hat 120x50x50 und als Grundaufbau würd ich mir die 18 kg Box von CaribSea South Base Sea Rock kaufen. Den Rest würde ich dann mit totem Gestein aufbauen und am Ende vielleicht noch 1-2 kg Lebendgestein mit rein machen. Also viel brauch ich eigentlich gar nicht.

Ich schreib dir mal eine PN :thumbup:

Die Menge aus dem Angebot sind 13,5 kg. So viel würd ich wahrscheinlich gar nicht mehr brauchen denk ich mal.

CeiBaer

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Montag, 17. September 2018, 20:15

Aber wenn du es selbst machst bist du dir sicher? Also wenn der Vorgang des sauber machens an sich korrekt durchgeführt wird, ist man "safe" ?

Wenn man es selbst gemacht hat, zur Eigenverwendung, dann hat man dies auch gemeesen was Joe ansprach. Nämlich die restlose entfernung von PO4. Im Idealfall. Andernfalls können PO4 Depots bestehen bleiben und sich bei neuerlichem Gebrauch lösen.
Kann ja auch alles in Ordnung damit sein... Es bleibt aber ein Restrisiko, weil du es nicht selbst gesehen oder gemacht hast.

Warum kaufst du nicht 2 Kisten von den Baserocks? Da wärst du diesbezüglich jedenfalls sicherer. Ausserdem bist du mit etwas meehr an Gestein auch freier in der Gestaltung.

Das entscheidest aber natürlich ganz allein du. Die Einwände sind nur meine persönliche Meinung dazu. Der spätere Besatz ist einfach zu teuer um ein unnötiges Risiko einzugehen.

Aber wie gesagt, kann auch problemlos funktionieren. Probier es einfach aus. Sollte sich etwas einstellen, dann weisst du wenigstens den Ursprung.
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Marlin

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Montag, 17. September 2018, 21:01

Danke für die Antwort. Risiko möchte ich natürlich so weit wie möglich minimieren. Ich bekomm die 13,5 Kilo für 35€, das wär halt viel günstiger als das von CaribSea. Aber vielleicht lieber die Euros mehr dann ausgeben und sicher gehen. Ich überlegs mir noch.

Aber mal grundsätzlich noch eine Frage zu den möglichen PO4 Depots. Wie, was und wann entscheidet darüber ob die sich lösen und in welchem Zeitraum passiert das? Andernfalls könnte man das Gestein ja einfach noch in Wasser lagern bis man das Becken tatsächlich aufbaue.

sandanemone

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Dienstag, 18. September 2018, 09:23

Hallo,
die genannten alten, gereinigten Steine werden hochwahrscheinlich ihren Zweck erfüllen. Depots für Phosphat oder dergleichen kannst Du immer irgendwie drin haben, hier aber eher weniger, denke ich.
Die höchste Wahrscheinlichkeit für Depots hast Du bei noch lebenden Steinen aus lange gebrauchten, alten laufenden Systemen, die würde ich gar nicht verwenden.
Wenn die mal lange trocken waren, sind die dann als "tot" zu bezeichnen, obwohl ganz tot ja nicht.
Mit Natron oder sowas vorbehandelt aber wirklich tot, so wie die von Dir genannten.
Die ganzen "neuen", an sich "toten", als "lebend" angebotenen Steine von Carbic Sea, Real Reef Rocks usw. beherbergen ein deutlich geringeres Risiko, aber selbst da kannst Du andere Unliebsamkeiten, wie Metalle usw. vorfinden, wenn das auch sehr selten ist. Sehen aber auch sehr gut aus und dies von Anfang an.
Vorteil "trockenes" Gestein, gleich welcher Art: Du kannst die auch trocken sauber filigran mit Mörtel (z.B. Bond") verkleben, hält das dann auch wirklich dauerhaft.
Und Du kannst Dir den Aufbau in Ruhe überlegen, ggf. trocken auch umdisponieren.
Das kannste bei Lebendgestein eher nicht.
Ansonsten bin ich nach wie vor der Überzeugung: wirklich frisches lebendes Gestein, welches jetzt nicht schon Monate beim Händler im Unterschrank mitläuft, also nicht getaucht zwischengehältert worden ist, ist das Beste, was es überhaupt gibt.
Da ist mit Abstand die höchste Biodiversität drin und die brauchen wir.
Ich selbst habe den Kompromiss gewählt, die Real Reef Rocks und die von CaribSea trocken und ein paar von Korallenwelt verklebt, geht dann wirklich auch sehr gut und zum Schluß die bestmöglichen Lebenden Steine, die möglichst ohne Zwischenhälterung.
Je filigraner und "luftiger" die Steine an sich (also keine fetten Brocken), desto besser können sich die Tiere dran festmachen, desto besser wird der Biofilm später umströmt und desto besser sieht das aus (meine Meinung). Platten für Unterstände sind von Vorteil.

Also: nicht an Steinen am Anfang schon sparen, hier sollte man das Beste wählen, was überhaupt möglich ist. Ruhig ein paar mehr, damit man "scapen" kann, überschüssige gibst Du halt wieder ab.
Theoretisch sehr gut auch nur lebende Steine, nur die sind nicht so ohne weiteres so zu verarbeiten, wie man es möchte. Außerdem natürlich der Umweltfaktor-gibt aber auch schon "handgefertigte" Nachzuchten sozusagen. Das wird die teuerste Variante.
Risiko bei lebenden Steinen weißt Du sicher auch, man holt sich so einiges rein, was man nicht möchte (könnte man jetzt lange drüber reden).
Egal also, was man macht, es hat Vor-und Nachteile.
Gibt auch die neueren Varianten (Korallenwelt, ATI, Mikrobelift uswusw) aus Keramik oder sonstigem Material, die sind wenigstens rein, aber auch die mußt Du eventuell Vorwässern, ggf. also noch die frei werden Silikate entziehen. Und wohl auch sehr teure Variante.
Biodiversität und Möglichkeit ein luftiges Riff zu bauen, mit vielen Höhlen und Unterständen, überzeugt mich aber persönlich am ehesten.
Gruß Thomas

Marlin

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Dienstag, 18. September 2018, 22:55

Danke auch an deine sehr ausführliche Antwort :thumbup:


Kann man totes Gestein in Osmosewasser legen und dann nach ein paar Tagen PO4 messen um zu sehen ob sich Phosphat löst? Oder muss es dafür Salzwasser in einem laufenden Becken sein? (Und da wär es ja quasi schon zu spät :P ) Was passiert genau wenn sich diese Depots lösen, also reagiert das PO4 mit irgendetwas oder löst es sich von alleine unabhängig von anderen Einflüssen?


Viele Grüße
Mario

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marlin« (18. September 2018, 22:56)


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Mittwoch, 19. September 2018, 01:27

in der regel legt man es einige zeit in eine wasserstoffperoxid lösung ein. damit werden alle organischen reststoffe aufgelöst. diese beinhalten natürlich auch po4. die organischen reste an und in den steinen nennt man dann depots. welches ausmaß diese depots haben hängt davon ab wie die steine im jeweiligen becken verbaut waren und welche belastungen und bedingungen dort herrschten. das weiss man in der regel nicht, wenn man solch gestein kauft.

anschliessend wird es dann in osmosewasser gelegt und mit pumpe leicht umgewälzt. das osmosewasser muss dann immer wieder ersetzt werden. bringt ja nix, wenn es in der brühe vor sich hin liegt. es zur reinigung nur in osmosewasser zu legen würde zu lange dauern und vermutlich gar nicht alles auflösen. daher bricht man die depots mit wasserstoffperoxid vorher auf.

reinigt man es nicht so gründlich, dann lösen sich diese po4 beinhaltenden stoffe im aquarium nach und nach und der po4 wert steigt stetig. das geschieht so lange, bis die depots vollständig aufgelöst sind oder sich ein gleichgewicht der stoffe zwischen depots und wasser eingestellt hat. elemente haben ja bekanntlich das bestreben sich zwischen unterschiedlichen medien auszugleichen und ein gleichgewicht herzustellen.
das bedeutet: beinhaltet das gestein diese depots mit po4 und im wasser ist es kaum vorhanden, dann geht es so lange ins wasser bis das besagte gleichgewicht hergestellt ist. das freigewordene po4 muss mit adsorbern aus dem wasser wieder entfernt werden, weil der vorgang sonst irgendwann stagniert und das po4 auf einem level bleibt. das kann einige zeit in anspruch nehmen. dies ist auch der grund warum das osmosewasser beim reinigen öfter gewechselt werden sollte. ist dann irgendwann kein po4 mehr messbar, sollte der vorgang abgeschlossen sein.

mir persönlich wäre der aufwand zu hoch und man weiss nie was sich wann nach welcher zeit auflöst, gerade auch im innern der steine... es bleibt das besagte restrisiko.
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sandanemone (19.09.2018)

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