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JohannesFFM

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Tuesday, April 30th 2019, 9:48pm

Phosphat überdenken

Hi Ihr,
aus aktuellem Anlass wollte ich mich mal zu Phosphat austauschen.

Historie warum ich mich damit beschäftige:
Mein Becken lief ganz gut und dann irgendwann nicht mehr so gut was SPS angeht. SPS Ableger verloren etc. Das kann natürlich 100 Ursachen haben i know ;) Zu Anfang war mein Phosphat P/PO4 genau im Soll, ich konnte es auch mit dem Hanna Checker Messen 10-15 ppb. Die letzten Monate war mein Hanna ULR Checker immer 0. Trotz Absorber weglassen immer noch 0. Der ICP sagte aber immer das meine P Wert niedrig aber gut ist. Bei Rückfragen zum Support kam immer die Aussage kein P dosieren, höchsten Nitrat oder BioBase. BioBase (Aminos) brachten immer nur Cyanos und N zeigte auch keinen positiven Effekt, wobei die Kombi aus NP dosieren Algen brachte grrrr. Nach dem Hören des Podcasts von Werner Balling den Oly gepostet hat dachte ich mir ach egal ich dosiere jetzt P+ von Aquabiotica. Mein Endergebniss kann ich noch nicht sagen aber einige SPS zeigen wieder ein besseres Polypenbild.

So nun zum Thema. Ich frage mich warum Triton und andere bei vielen Becken im ICP P messen und dann, wenn Leute nachfragen ob sie nicht P irgendwie dosieren sollen, weil sie selbst nichts messen können immer ein praktisch definitives Nein kommt. Begründung ist immer das es im Meer auch nicht mehr P laut ICP gibt. Meine Theorie ist nun das Triton wie auch anderen nicht bedenken das viele Meerwasserbecken heute 100% künstliches Gestein haben. Lebendgestein und Totgestein gibt ja P ans Wasser ab, weil wie wir von HWB gelernt haben die Korallen P im Skelett Einlagern. Das ist denke ich mal genug das in solchen Becken die Korallen nie 0 P zur Verfügung haben auch wenn der Heimtest 0 zeigt. Somit würde hier für diese klassischen Becken die Aussage vielleicht stimmen kein P dosieren. Mein Becken zb hat ausser Futter überhaupt keine P Quelle (künstliches Gestein) und durch das Refugium ein Konkurrenz zu den Korallen was die Nährstoffe angeht. Vielleicht muss man die Empfehlung bei Becken mit künstlichen Gestein ohne Kalkreaktor nie P zu dosieren mal hinterfragen. Zumindest wenn man ein Becken vor sich hat mit künstlichem Gestein (ggf.Algenrefugium) und der Konstellation: ICP P normal und Heimtest 0. Was meint ihr.

Zur Info: HWB Podcast sagte ungefähr folgendes: Lieber mehr P als zu wenig. Lieber 0 Nitrat solang man Fische und somit Ammonium als N Quelle hat.

Viele Grüße Johannes

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Tuesday, April 30th 2019, 10:17pm

Hallo,
schwieriges Thema...1000 Meinungen und das Wissen ist im Wandel, vor allem mein eigenes...
Ich glaube aber der Vergleich zum Meerwasser in der Natur (mit sehr wenig Nährstoffen) selbst hinkt, da die Korallen dort primär gar nicht das kaum vorhandene P aus dem Wasser entnehmen (N ebenso) müssen, weil die das aus dem immer und reichlich vorhandenem Plankton bekommen.
Dieses Plankton können wir nur in den seltensten Fällen so krass in unser Aquarium bekommen, wahrscheinlich nicht mal in Ansätzen (kommt vielleicht ja noch).
Also lieber etwas mehr an N und P als in der Natur.
Meine eigene Beobachtung jetzt: in meinem 170er Becken, welches ich im Moment mit SPS-Korallen vollgeklatscht habe (vorrübergehend) habe ich keine Fische (Fehler wohl), und ich konnte zusehen, wie das anfänglich nach dem ganzen Umzug reichlich vorhandene Phosphat runterging. Tag für Tag, bis 0. Dann fing eine Stylo an, von unten an zu bleachen, Phosphor (auch das von Mrutzek) jetzt zugegeben, wenig, aber regelmäßig-und siehe da- bleaching war gestoppt. Füttere jetzt auch ein wenig für die ganzen Ruderfusskrebse dadrin...
Kannte ich so auch noch nicht, fahre ja sonst nie nährstoffarm...
Fazit: Fische sind einfach der beste Weg, diese auch gut füttern. Gleichgewicht zu finden nicht einfach, zugegeben. LG ist ebenfalls, wie von Dir angemerkt, von Vorteil, ein kleiner Teil vom Aufbau wenigstens.
Den ganzen anderen Kram braucht man dann wahrscheinlich nur in Einzelfällen, wie bei mir jetzt.
Beim Peninsula war mein Ziel immer 0,1mg Phosphat und 10 mg Nitrat. Dann läuft auch Nix schief...vielleicht nicht die allerallerextremsten Farben dann-aber damit kann ich Leben, sahen ja auch nicht verkehrt aus.
Gruß
Thomas

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Tuesday, April 30th 2019, 10:27pm

Spannendes Thema!

Ich dümpel ja auch immer so an der Nachweisgrenze herum und wundere mich, warum meine SPS überhaupt noch leben geschweige denn wachsen und schöne Farben zeigen
Dass Lebendgestein hier eine Rolle spielen könnte hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, und ich habe nur Lebendgestein im Becken...

Grüße Jochen

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Tuesday, April 30th 2019, 10:28pm

Servus Johannes!

Ich kann dir das selbe berichten. Habe vor 5 Jahren mit meinem Becken begonnen. Seit der ersten Sekunde alles laut Triton Angabe umgesetzt.
Da ich zum größten Teil aber mit totem Gestein gestartet habe und mir die wenigen Nährstoffe ( was ja immer als erstrebenswert angepriesen wird!) durch das Refugium entzogen.
Die lange Lern- und Probierphase ging los und eine nach der anderen Koralle ging dabei drauf.
„NEIN, ja nicht den Phosphatadsorber raus nehmen! Alles gut.“

Nachdem dann Sangokai endlich mal auf den Trichter gekommen ist dass von NICHTS nichts kommen kann und ich damit begonnen hab ging’s vorran.

Leider habe ich zur Zeit wieder Probleme da durch sehr starkes Wachstum und den begrenzten Besatz mein P zwar laut ICP gerade so da ist aber auch laut Hanna gegen Null geht!
SPS, Poccis usw verlieren von unten Gewebe. Wie H.W.Balling auch schön erklärt hat wird dies durch meinen hohen KH Wert auch noch verstärkt...

Ich senke momentan den KH, dosiere mehr PO4 und schon ist das Polypenbild besser und es geht wieder aufwärts!

Wie du schon geschrieben hast, finde auch ich dass darauf viel zu wenig eingegangen wurde in den letzen Jahren.

Gruß Flo :EVERYD~16:
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Tuesday, April 30th 2019, 10:31pm

Nach dem Herr Balling soll NO3 ja auch eher gering bis sehr gering gehalten werden. Die Limitierung dabei scheint nicht relevant.
Erhöhtes NO3 wirkt ja wohl sogar wachstumshemmend. Dafür ist erhöhtes PO4 ja wohl wirklich zu erreichen.
AKTUELL: DIY Weißglas 295x70x55
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Tuesday, April 30th 2019, 10:37pm

Hallo,

ich habe Lebendgestein und die ersten zwei Jahre noch Phosphat zu dosieren müssen! Also auch damit kann es zu Mangelsituationen kommen. Erst jetzt sind meine Werte höher.

Phosphat im Becken ist sehr wichtig, da stimme ich Dir zu. Nicht umsonst wird im Sangokai-System beim Beckenstart und bei Mangelsituationen die Dosierung empfohlen (nutri-complex).

Gruß
Angela
Mein AQ: Aqua Medic Cubicus 140 Liter; 10kg Lebendgestein; LED: aquareefLED 54W mit Sunrise Controller; Abschäumer: AM EVO 500;
Strömungspumpen: AM Nanoprop 5000; Tunze nanostream 6045; AM Eco Drift 4.0; Heizstab: Eheim Jäger150W mit
AquaLight-Temp.-Controller; ATI Dosierpumpe; Osmoseanlage: Aquili RO Classic NPS FV; NF: Tunze Osmolator Nano
Versorgung: Sangokai und sango chem-balance-Produkte

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Tuesday, April 30th 2019, 11:34pm

HWB Podcast sagte ungefähr folgendes: Lieber mehr P als zu wenig. Lieber 0 Nitrat solang man Fische und somit Ammonium als N Quelle hat.
Hi zusammen, an Alle, die den Podcast noch nicht kennen. Hier der Link dazu, den ja Olivier auch vor kurzem gepostet hat:
Interview-Link.
Sehr interessant. :thumbup:

Gruß,
Matthias

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Tuesday, April 30th 2019, 11:57pm

Hi,

Hab ich mich heute noch kurz mit Reefy drüber unterhalten.
Jörg sagt aber auch das Phosphat ausreicht wenn soviel vorhanden ist das es an
Einem Tag verbraucht wird oder ?
Deswegen Ist Complex ja auch nicht dafür konzipiert Phosphat anzureichern sondern
Nur zur Verfügung zu stellen.
Gruß Sven


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Wednesday, May 1st 2019, 12:21am

Hallo,
interessant fand ich in dem Podcast vor allem die positiven Beobachtungen von Werner Balling zu den Pelletfiltern.
Meine eigenen ersten Erfahrungen damit (ist schon ein bischen her und sicher damals nicht optimal durchgestylt gewesen von der Anwendung selbst) waren zuerst gut, dann eher negativ (Verschleimen des Filters). Er sagt ja, je länger in Betrieb, desto besser...
Da werde ich mal dranbleiben...denn auch Filtrierer zu halten wäre schon eines meiner Ziele für die Zukunft.
Thomas

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Wednesday, May 1st 2019, 3:41am

Aber so neu ist das dort gesagte doch eigentlich nicht.

Wir hatten das Thema ja schon relativ oft. Nitrat ist im Prinzip kein Hauptnährstoff für Korallen obwohl er genutzt werden kann. Zwar über Umwege, aber geht. Besser sind die Vorstufen des NO3, welches ja nur ein Endprodukt der Nitrifikation ist. Daher ist NO3 für uns auch nur ein Indikator dafür, dass die Vorstufen vorhanden sind. Überschüsse der Vorstufen aus NH3/4 und NO2 bleiben dann eben als NO3 über. Haben wir also kein messbares NO3 bedeutet dies noch nicht, dass wir kein Stickstoff im Becken haben. Wir haben eben soviel Stickstoff im Becken, dass es komplett aufgebraucht wird so dass kein NO3 entstehen kann. Das Problem dabei ist nur, dass wir nicht wissen wann wir zu wenig Stickstoff zur Verfügung haben,weil unser Indikator dann Null anzeigt. Daher ist es besser immer etwas, wenn auch wenig, NO3 nachweisen zu können. Damit haben wir die Gewissheit, dass Stickstoff leicht überproduziert wird und daher permanent zur Verfügung steht.

Beim Phoshor ist es ja ganz ähnlich. Wird es verbraucht bis zur Limitierung, ist es nicht nachweisbar. Wird es genauso produziert wie es verbraucht wird ist es ebenfalls nicht nachweisbar obwohl dem Verbrauch entsprechend vorhanden und nachproduzierbar. Problem aber auch hier, wir können es nicht feststellen, wenn es in Richtung Limitierung abrutscht. Daher auch hier nachweisbar halten. Dabei würde ich die von uns gebräuchlichen Werte zwischen 0,03 und 0,1 in etwa anstreben. Sicher ist ein Ticken höher nicht dramatisch aber auch da gibt es ganz sicher ne Grenze.

In frischen, unbelebten Becken kann ja kein Nährstoff, egal ob Stickstoff oder Phosphor, vorhanden sein. Woher auch? Es muss also Leben in die Bude. Denn Leben bedeutet auch Tod. Und wo Tod ist, da ist auch Phosphor. Daher sind z. B. Bakterienpräparate eher Biomüll den wir ins Becken kippen. Zumindest wird er anfangs dazu. Denn, wovon sollen die Bakterien in toten Becken leben? Richtig, von sich selbst bzw. den verhungerten und damit toten Bakterien die zerfallen und Nährstoffe entstehen lassen. Ausserdem weiss ich nicht wieviel Bakterien in den Flaschen überhaupt leben. Daher würde ich hier eher Substrate von Korallen bevorzugen.
Aber, alle Becken, egal wie man sie startet, werden irgendwann und irgendwie belebt sein. Sie bleiben ja nicht tot. Also wird auch hier der Kreislauf des Lebens entstehen und die Bausteine des Lebens werden benötigt. Je nachdem wie man es anstellt geht es mal schneller und mal langsamer. Aber es passiert. Was dann wie und wovon und wieviel an Nährstoffen vorhanden ist oder produziert wird muss man dann sehen.

Startet man nun z. B. mit Lebendgestein und totem Sand, kann es genauso nährstoffarm werden. Das Lebendgestein mit seiner Microfauna produziert und verbraucht Nährstoffe. Im Idealfall herrscht ein Gleichgewicht. Der tote Sand will aber nun auch belebt werden. Bedeutet, es wird anfangs mehr PO4 benötigt als produziert wird. Da die Oberfläche des Sandes vermutlich um einiges größer ist als die der Steine, wird es hier recht schnell eng mit den Nährstoffen.
Auf der anderen Seite kann man auch Steine haben die Depots gebildet haben. Da würde von Anfang an genug Phosphor vorhanden sein um auch totes Material noch mit zu ernähren. Im idealen Fall brauchen sich die Depots davon auf. Falls nicht, muss man später noch mit Adsorber nachhelfen.

Von daher finde ich die Herangehensweise der Analyseanbieter schon sinnvoll. Man darf das alles aber auch nicht überbewerten. Wichtig ist, dass man für sich selbst einen Weg findet die Werte zu stabilisieren und im nachweisbaren Bereich zu halten. Das kann mal am Anfang wichtiger sein, mal eher nach längerer Standzeit. Das lässt sich aber durchaus ermessen.
Tot gestartete Becken werden vielleicht anfänglich mehr Unterstützung benötigen als die mit lebendem Material gestarteten.
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Wednesday, May 1st 2019, 9:53am

Hi Ceibar,

die Frage ist halt ob das kategorische Ablehnen P zu dosieren von in meinem Fall von Triton (ICP P ok und Heimtest 0) richtig ist. Ich hab Gestern nochmal im NDOC Portal rumgespielt und einfach mal als Problem angegeben: Probleme mit Steinkorallen und statt dem ICP P Wert manuell P=0 eingetragen. Dann kommt immer noch kein Hinweis das man ggf. P limitiert ist. Klar war P früher ein Problem aber ich als relativer Neuling hab das Gefühl hier wird es unnötig kategorisch ausgeschlossen. Erfahrene Aquarianer haben vielleicht das Wissen das die ICP nicht immer als Maß aller Dinge (was die Entscheidungsfindung angeht) anzusehen ist aber ich zb. als Neuling bekomme zu hören ignoriere deinen P Heimtest, der ist ungenau, ICP ist gut und somit dosier kein P auch wenn gerade deine SPS sterben.

Die Frage ist auch an ICP Anbieter gerichtet. Warum gibt es in manchen Becken trotz ICP P ok Probleme mit Steinkorallen die dann verschwinden wenn man zusätzlich P dosiert. Ich denke was ich hier so lese und auch in US Foren, gibt es genug anekdotische Erfahrungen das man hier vielleicht mal nachforschen sollte.

Viele Grüße Johannes

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12

Wednesday, May 1st 2019, 10:06am

hi,

hoher no3-wert + hoher po4-wert mit hoher kh und die korallen wachsen prächtig.

nimmt man z. b. den kh runter, weil ja offensichtlich zu hoch - gibts gewebeprobleme bei sps.

es ist somit nicht nur ein einzelner wert zu betrachten, sondern immer im gesamten.

wenn meine korallen bei vermutlichem "null" po4 - weil nix zu messen - die "köpfe hängen lassen", dosiere ich po4 zur checkung, obs daran liegt.

egal was "analyseseitig" dazu geschrieben wird....
-----------------------
besten gruß auch...
joe

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Wednesday, May 1st 2019, 10:24am

Ich weiß jetzt nicht genau, was Triton bei der ICP misst, aber dein Tröpfchentest misst das direkt von den Korallen verarbeitbare Orthophosphat während die ICP das Gesamtphosphat misst. Deswegen sagt ATI auch ab 0.02, dass eine Limitierung vorliegen kann. Auf eine ICP würde mich mich daher nicht unbedingt verlassen.

Einen guten Tipp habe ich von Christoph von Oceamo bekommen: Futter mit einem Phosphatgehalt von über 1,5 % benutzen. Die guten Futtersorten (insb Dr Bassleer) führen das genau bei den Inhaltsstoffen auf. Das Futter setzt Po4 wie ein Depot frei und nicht auf einmal wie ein Flüssigpräparat.

diskus

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Wednesday, May 1st 2019, 11:07am

Hi,

ich mache auch gerade die " Entdeckung" das mein Becken mit einer täglichen Minidosis Complex von Sangokai besser steht und läuft obwohl meine Werte laut ICP von ATI "perfekt" sind. Da wird wie so oft gesagt Phosphor gemessen und in Phosphat umgerechnet aber das scheint meine Korallen nicht zu interessieren. Die rechen nicht mit um...komische Sache :puh:

Ich glaube wenn Probleme sind sollte man einfach mal mit kleinen Mengen versuchen ob das eigene Becken reagiert und sich so sein eigenes Bild machen.

ICP-Analysen sind super aber nicht das Allheilmittel.

Der ganz große Unterschied zwischen Natur und Aquarium ist die Nahrungsaufnahme- im Meer ernähren sich die KOrallen von viel mehr Kleinstteilchen und Plankton was (noch) nicht im Aquarium realisierbar ist.

Lars

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15

Wednesday, May 1st 2019, 11:33am

Hallo zusammen,
meine Erfahrung: Po4 unter 0,04 gibt in meinen Becken Probleme.
Absterben von unten, leichte Cyanos. Kh zwischen 7,5 und 8.
Meine Zielwerte sind Po4 0,07, No3 ca 2-5. KH 7,7.
Damit läuft es bei mir sehr, sehr stabil.
Grüße Christian

CeiBaer

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Wednesday, May 1st 2019, 2:29pm

das mein Becken mit einer täglichen Minidosis Complex von Sangokai besser steht und läuft obwohl meine Werte laut ICP von ATI "perfekt" sind.

meine Erfahrung: Po4 unter 0,04 gibt in meinen Becken Probleme.
Absterben von unten, leichte Cyanos. Kh zwischen 7,5 und 8.
Meine Zielwerte sind Po4 0,07, No3 ca 2-5. KH 7,7.
Damit läuft es bei mir sehr, sehr stabil.

genau das ist das was ich meine. findet den weg der für euer becken das beste darstellt.

die analyse gibt einen wert aus. dieser mag laut reiner wertigkleit in ordnung sein, berücksichtigt aber nicht die gesamtsituation und zusammensetzung im aquarium. ist also ein reiner messwert der nur eine kurze momentaufnahme der beckenwerte darstellt und sich an einem optimum in der natur anlehnt; gerade im bezug auf nährstoffe. nimmt man seine probe 2 stunden später, kann es schon wieder ganz anders aussehen. kommt jetzt auf irgendeine weise nahrung ins becken, mag das bereits reichen um die korallen zu ernähren, wird aber in dem moment der probenahme nicht berücksichtigt.

achtet auf eure korallen. zeigen sie anzeichen von mangel, wenn auch oft schwierig auszumachen, dann reagiert darauf. ganz egal was die analyse sagt. diese ist ein hilfsmittel zur genaueren wertebestimmung. sagt aber nichts über den gesamtzustand aus.

so können becken ohne nachweisbare nährstoffe aus der analyse super stehen, weil immer auf irgendeine art und weise nahrung ins becken gebracht wird, die aber verbraucht und daher kaum nachweisbar sein wird. auch nicht mit icp.
andere becken haben höhere werte und stehen aber genauso gut da. die analyse berücksichtigt dies nicht direkt. oft kann man bilder zur zusätzlichen "optischen analyse" mit einreichen. da fallen dann die beurteilungen der werte in der regel anders aus.

wenn wir einen höheren p wert haben oder die icp diesen ausgibt, dann ist die wahrscheinlichkeit höher, dass auch p in einer für korallen gut verfügbaren form vorliegt. ist der wert sehr gering, kann auch der fall eintreten, dass das "gute" phosphat kaum vorhanden ist obwohl ein messbarer wert ausgegeben wurde. die analyse unterscheidet ja nicht zwischen den p formen. daher denke ich resultiert auch die aussage, dass ein höherer wert besser sei. eben wegen der verfügbarkeitswahrscheinlichkeit und als puffer.

beim stickstoff ist es andersrum. da gibt es überschaubare formen, die nachweislich auch gut verarbeitet werden können. daher müssen die mengen vermutlich auch nicht so hoch sein.

zusammenfassend kann man es in der wiki nachlesen:

zum phosphat

zum nitrat

dort steht im prinzip das schon so drin was der Hans-Werner 2018 in dem verlinkten blog gesagt hat.
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Wednesday, May 1st 2019, 3:57pm

Hi Ceibar,

wenn ich Ehsan mal zu deinem Wiki Post zitieren darf:
Zuerst solltest du dir die Informationsquellen, die du verwendest genauer ansehen. Den Link, den du gepostet hast, finde ich sehr unwissenschaftlich und enthält auch ein paar Fehler, die nicht zu unterschätzen sind.
Es ist ein sehr unprofesioneller Artikel und so ganz ohne Autor nicht sehr vertrauenswürdig.


http://www.forum-triton.de/viewtopic.php?t=186

Darum geht es mir. Wenn man das Internet durchsucht findet man zu allem eine Theorie die den eigenen Standpunkt untermauert. Wenn HWB etwas dazu sagt hat das für mich auch ein anderes Gewicht als ein anonymer Wiki Artikel. Zumindest in dem Punkt muss ich Ehsan recht geben.

Viele Grüße Johannes

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Wednesday, May 1st 2019, 4:24pm

Nix gegen Ehsan, er weiß sicher, was er tut. Auch möchte ich ihm nicht widersprechen, weil ich von dem ganzen Kram keine Ahnung habe. Was mich aber echt stört ist dieses Getue. Denn wenn der Wiki Link unwissenschaftlich ist (was er gemessen an akademischen Grundsätzen sicher ist aber was er glaube ich auch nicht für sich einfordert) ist Ehsans Beitrag Pseudowissenschaft. Wo kommen denn die Messwerte von ihm her? Wer hat das wo mit welchem Mittel gemessen? Wieso sind es genau 0.018 oder besser 0.006 (warum nicht 0.019?)Und so weiter und so fort. In seinem zitierten Text steht jedenfalls nichts davon drin.

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Wednesday, May 1st 2019, 5:55pm

vor allem wäre es schön gewesen, wenn das dort diskutierte problem von Matthias bis zum ende geklärt worden wäre.

ich sehe aussagen von anbietern die gleichfalls analysen und versorgungssysteme anbieten immer etwas differenziert und kritisch.
es wird ein wert vorgegeben, der irgendwo auf der welt in der natur gemessen wurde und 1:1 in unser aquarium übertragen werden soll. und das ist der punkt wo ich sage das geht nicht. es werden keine variablen oder abweichungen toleriert oder gar mit einbezogen. alles in allem ist das für mich noch zu viel hätte, könnte, müsste. zuviel wahrscheinlichkeiten... aber das ist allein mein gefühl diesbezüglich und ganz sicher nicht allgemeingültig.

warum empfiehlt Balling einen höheren po4 wert? der hält 0,018 ganz sicher auch für zu gering. würde ich auch. zumindest wäre er grenzwertig in unseren aquarien mit im vergleich zur natur praktisch nicht vorhandenen wassermengen. mal abgesehen davon, dass 0,018 in becken a ganz anders sein können als in becken b.

die wiki artikel spiegeln für mich eher aquarienbedingungen und erfahrungen wider. egal wie unwissenschaftlich dies nun ist. es ist das was wir machen... ein aquarium unwissenschaftlich zu pflegen.
uns dabei an reinen naturwerten ohne variabilität und gesamtbetrachtung des systems zu halten ist in meinen augen nicht der richtige weg. je mehr wir uns an feste werte halten ohne das gesamte zu sehen, desto weniger wird es für uns funktionieren, weil wir uns durch diese wertevorgaben in zu enge bahnen drücken lassen. ein optimum gibt immer nur einen schmalen grat vor. je optimierter, desto unmöglicher sind abweichungen zu händeln.

daher bleibt uns nichts anderes als uns auf uns selbst und unsere beobachtungsgabe zu verlassen, auf die korallen und unser individuelles system zu reagieren und entsprechend zu handeln. auch auf die gefahr hin, dass es dann nicht in die so wissenschaftlichen erkenntnisse und wertvorgaben passt.
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Wednesday, May 1st 2019, 11:14pm

Hi,
ich sehe das ja genauso wie ihr. Es scheint ja hier einen Konsens zu geben das man sich bei P auf seinen Heimtest verlassen sollte und bei 0 P und Problemen mit Korallen man einfach mal probieren sollte wie die Korallen auf ein anheben reagieren.

Klar steht irgendwo etwas in einem Wiki Artikel dazu aber ich denke viele Anfänger wissen darüber nichts. Dann geht man in ein Hersteller Forum und das Problem wird nicht gelößt. Ich war im Kölle Zoo und die hatten nicht mal ein einziges Produkt um P anzuheben (außer Futter ;), dafür aber 10 verschiedene Absorber und P Reduktionsmittel im Programm.

Deswegen finde ich diesen Thread und eure Antworten auch sehr hilfreich.
Viele Grüße Johannes

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Hapa (01.05.2019)

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