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-Saithron-

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21

Mittwoch, 14. Februar 2018, 01:36

Hallo Saitron?

Du schreibst "Aufbau. 36kg LifeRocks " Ich hatte 2 Aquarien mit RRR gestartet und bin zu folgendem Schluß gekommen. Die künstlich präparierten Steine taugen nicht wirklich viel. Beide Aquarien sind nie richtig in Gang gekommen. Also hab ich mir bei Ebay Kleinanzeigen in meiner Nähe eingefahrenes Lebendgestein aus einer Beckenauflösung gekauft. Das komplette RRR Gestein ersetzt und innerhalb kurzer zeit lief mein Becken. Zwei Tips gebe ich dir noch dazu. Vergiss die teuern Plister Frostfuttersorten und vergiss die Pellets. Ich verfüttere nur Mysis und Artemia in Top Quallität. damit ist alles abgedeckt was Fische brauchen. Das bekommst du hier .
https://www.fischfutterprofi.de/shop/flachtafeln-500g.html

Füttere das und mach regelmässig Wasserwechsel bis die werte wieder stimmen. Aber die Steine würde ich an deiner Stelle austauschen.


Grüße Thor

Leider kann ich nicht mehr editieren. Aber auch nicht schlafen :D
Das mit dem Futter möchte ich aber definitiv nicht glauben und würde ich auch jeden von dem was du vorschlägst zum Wohl der Tiere abraten. Ich beziehe mein Futter online und empfinde die Qualität sehr gut. Mit Würfel arbeitet es sich für mich leichter als mit diesen Tafeln. Auch im Würfel meines Futters ist eine hohe Dichte an Futtertieren. Diese sind als ganze Tiere nach dem auftauen erkenntlich. Auch sind absolut keine Spuren von gammel oder Unterbrechung der Kühlkette zu erkennen. Die Fische fressen es viel viel lieber als das Futter aus meinen örtlichen tierläden.
Auch würde ich definitiv keine so monotone Ernährung empfehlen! Viele meiner Fische lieben es kleinstem Futter hinterher zu jagen. Das machen sie auch in der Natur. Auch ist Artemia Bekannterweise kein gutes alleinfutter. Es ist eher als Leckerei anzusehen da es kaum Vitamine und Nährstoffe bietet. Speziell ausgewachsene und gefrorene Artemia sind eigentlich unbrauchbar. Mysis ist durchaus gutes alleinfutter. Aber nur das ist eben nicht abwechslungsreich. Daher gibt es bei mir immer 2 Würfel aus Artemia, Mysis, Muschelfleisch oder Krill. Dazu 1 Würfel feines Futter wie rädertierchen, cyclops oder Lobstereier. Damit bekommt jeder Fisch was er braucht und das abwechslungsreich. Dazu bietet es sich an das ohnehin recht vitaminarme frostfutter (im Vergleich zum lebendfutter) von Zeit zu Zeit mit Vitaminen anzureichen. Zum Beispiel mit sanostol oder spezielle Präparaten. Dazu machen verschiedene Trockenfutter den mix komplett. Gutes Trockenfutter bietet auch eine ausgezeichnete Ernährung mit allem was ein Fisch benötigt. Zudem wird es von sehr vielen Fischen sehr gerne gefressen.
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CeiBaer

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22

Mittwoch, 14. Februar 2018, 03:42

echt alles abschaffen? Was alles? In meinem falls das Coral Sprint, bacto Balls und NoPoX? Oder meinst du noch mehr? Ist das nicht ein ziemlich extremer Einschnitt? Gerade das Coral Sprint?

würde ich so machen... du musst ja die quelle finden und die zugaben auszuschliessen. was sollte dabei passieren? das sprint ist ein futtermittel, welches für nährstoffarme systeme vorgesehen ist. das sehe ich hier im moment nicht. die bactoballs sind einfach bakterien und das nopox ein futter für diese. also was sollte passieren?
es ist ja auch kein extremer einschnitt wenn du die mittel gibst.
wenn ein system bakteriell gut funktioniert, was würde eine zusätzliche gabe von bakterien bewirken ausser das viele wieder absterben und das wasser belasten?

In der Vergangenheit mit etwas niedrigeren Fischbesatz war ich immer eher in Richtung Limitierung gefahren. Macht das so einen krassen Unterschied? Dann wäre das Optimum an Fisch ja ein sehr schmaler Grad?

ich denke hier hast du dir die frage praktisch selbst beantwortet... ja, das ist ein schmaler grat. selber grat der bei nem start vorhanden ist. der zwischen angebot und verbrauch. liefert man mehr als verbraucht/ausgetragen werden kann, dann reichert sich etwas zwangsläufig an. ich meine du hast über 20 fische... davon einige vielfresser mit ebenso schnellem stoffwechsel. da müssen schon anständig verbraucher vorhanden sein um dies wieder zu verbrauchen.

Der Zusammenhang zur UV wäre ungewöhnlich. Ich kenne einige die das nutzen. Allein hier im Forum wurde das auch wegen gramma loretos genannt.

die fische halte ich z.b. für unproblematisch. habe selber 3 davon und keine anzeichen dafür, dass diese irgendwie heikel in der haltung wären.
eine uv anlage produziert auch biologischen abfall der zerlegt werden muss. kann also schon auch auswirkungen haben. daher wird oft empfohlen den auslass direkt dem abschäumer zuzuführen.

mich hat das Forum darauf aufmerksam gemacht das ein zu kleiner abschäumer besser ist als ein zu großer. Für mich klingt das logisch. Die schaumsäule bildet sich viel effizienter auf dem kleinen Raum.

natürlich, aber bei starken nährstoffproduzenten kommt ein zu kleiner abschäumer schnell an seine grenzen. daher auch die von bis angaben der hersteller.

Ich habe aber schon seit längerem beobachtet das bei mir schlicht wenig schäumt. Ursprünglich hatte ich im Topf eine Suppe die fast Kaffee ähnlich sah.

vermutlich sind dort auch noch ne menge algen und ähnliches mit abgestorben. dann hat man natürlich mehr "dreck" zum abschäumen.
ist dies nicht mehr der fall, dann muss die brühe nicht mehr dunkel sein. ist sie bei vielen nicht. allerdings riecht auch die durchsichtige brühe genauso intensiv wie die dunkle. bedeutet es wird genau das gemacht was soll.

Wie kann ich durchfluss und abschäumerposition optimieren? Wusste nicht das es da etwas gibt. Seit Anfang an Arbeit die RE Red Dragon. Die ist nicht regulierbar und scheint grundsätzlich normal zu arbeiten. Sschätze der durchfluss liegt so vei 2500 Liter. Aber ist blind geraten.

man kann versuchen die durchflussmenge mal etwas zu verringern oder zu erhöhen. dann kann man ggf. auswirkungen erkennen. das war damit gemeint. wenn die position des abschäumers nicht änderbar ist, dann ist das so. ich habe die erfahrung gemacht, wenn man den abschäumer etwas anders stellt, dieser besser zum "strom" steht und er damit optimaler wasser einziehen kann, ohne das zu viel an ihm vorbei fliesst. ebenso geht es dem auslauf.

Du schlägst WW vor. Dabei vermutlich wenige große? So 30-50%? Ist das sinnvoll?

vom grundasatz nährstoffe auszutragen, ja. wenn natürlich eine quelle vorhanden ist, dann muss diese abgeschaltet werden. ansonsten wird man immer grössere und häufigere wasserwechsel machen müssen um dagen anzukommen.
wenn man das nicht will/kann, dann muss man zwingend die quelle abschalten. das wird hier vermutlich die menge fisch sein im verhältnis zu verbrauchern oder auch der gesamtoberfläche der deko. und dabei nicht nur der äusserlichen.
die 10% faustformel im bezug auf deko/lebendgestein kommt nicht von ungefähr. das ist die "filtergrösse". kann man heute etwas anders machen, wegen besserer technischer mittel und besseren zugaben. bei hohem fischbesatz sollte man allerdings auch fast drankommen oder eben künstlich mit mehr/stärkerer technik gegensteuern. wenn man viel fisch haben möchte, dann sollte man das bereits bei der planung mit beachten. die empfehlung der 10% bezog sich auch immer auf lebendgestein.

m Endeffekt sind die RRR und lifeRocks ja auch echtes Gestein was nur nicht biologisch aktiv ist beim einsetzen.

wo wir bei diesem punkt angelangt sind... es dauert wirklich lange bis künstliche deko echtes lebendgestein wir. wenn sie überhaupt damit vergleichbar ist. oberflächlich bestimmt.
echtes lebendgestein ist aber auch sofort innerlich äusserst aktiv. nämlich im bezug auf die denitrifizierunng. heisst den nitratabbau unter ausschluss von sauerstoff. ich bin mir nicht sicher ob totgestein überhaupt irgendwann diese qualität erreichen kann. auch wenn es immer wieder behauptet wird das es gleichwertig ist.
wenn es dazu kommt, dann sicher erst nach sehr langer zeit. und ob dann in ausreichendem maße steht auf nem anderen blatt. vielleicht auch ein punkt der hier eine rolle spielt.

dies sind aber nur meine persönlichen sichtweisen auf die dinge. man muss da etwas mit fingerspitzengefühl und geduld immer wieder dinge probieren um den weg an sein ziel zu finden.
das bedeutet für mich erstmal wieder alles auf minimum zu stellen. daher die empfehlung auf zugaben zu verzichten und möglichkeiten für optimierungen zu finden. so bin ich bisher immer gut gefahren... weniger ist oft mehr und nicht alles was man kaufen kann muss man auch benutzen.
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-Saithron-

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Mittwoch, 14. Februar 2018, 07:54

Ich danke dir für diese ausführliche Erklärung!
Eine Frage noch: wie schnell sind denn Änderungen zu erwarten?
Große Wasserwechsel fallen mir schwer, da ich keine so großen Behälter habe und wenn ich welche kaufe die leider nirgends lagern kann. Aber ich schau das ich irgendwo was möglich machen kann.
Wenn ich alle Mittel absetze und evtl noch Optimierung finde. Wann kann ich mit einer Änderung rechnen? Und wie fällt die aus? Nach 1-2 Wochen 10 NO3 weniger? Oder eher 25? Oder 5? Letzteres würde ich gar nichts feststellen können glaube ich.

Ich werde dann jetzt beginnen und alle Zugaben reduzieren Bzw eher direkt absetzen. Das abendliche füttern kann vermutlich auch auf 2 Würfel reduziert werden. Ist dann zwar recht knapp aber sollte noch gehen. Sonst bleibt es natürlich dabei. Weniger Futter geht nicht.
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mari84

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24

Mittwoch, 14. Februar 2018, 08:53

Moin,
Michael hat ja schon geschrieben, dass bei mir am Ende nur der Neustart was gebracht hat. Ich habe auch alles ausprobiert. Wenn du lustig bist, kannst du ja Mal meinen Thread durchlesen.

Am Ende des Tages kann ich nur sagen, weniger ist mehr. Lass , wie Michael schreibt, alles an Zusätzen weg, versorge nur durch den normalen kalkhaushalt. Ww unter 100l auf einmal helfen auch nicht, das no3 drastisch zu reduzieren. Dass dein po4 hoch ist, ist gut, ohne das könnte no3 noch weniger abgebaut werden.

Wachsen denn deine Korallen, hast du einen guten Verbrauch? Den abschäumer hast du mit regelbarer Pumpe? Ich habe fast 9 Monate gebraucht, bis ich ihn richtig eingestellt hatte.

Dein Fischbesatz ist natürlich auch nicht klein, wie ist denn dein Korallenbesatz? Hast du vielleicht ein aktuelles Foto?

UV ist nicht zwingend ein Problem mit den Bakterien, viele Becken laufen dauerhaft mit UV und niedriger Nährstoffe.

Machst du balling? ATI? Hast du genügend Strömung, damit alles gammlige abgetragen wird?
Viele Grüße
Mara
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25

Mittwoch, 14. Februar 2018, 09:02

Das abendliche füttern kann vermutlich auch auf 2 Würfel reduziert werden. Ist dann zwar recht knapp aber sollte noch gehen. Sonst bleibt es natürlich dabei. Weniger Futter geht nicht.



Hallo Saithron, hab jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, aber am Füttern zu sparen ist sicher der falsche Weg. Das machst Du so schon richtig. Das ist sicher nicht das Problem.
Evt. hat der Abschäumer auch nicht so recht funktioniert in letzter Zeit, da Du ihn ja jetzt "entkalkt" hast läuft er vielleicht besser und holt die Vorstufen von Nitrat raus, die ggf. den NO3-Wert dann dauerhaft reduzieren.

Ansonsten hilft bei "hohen" Nitratwerten erstmal WW.
Ist halt so.
Damit reduzierst Du erstmal das im Wasser vorhandene Nitrat.
Ursache finden ist aber das Wichtigste.
Wurde auch sicher wahrscheinlich alles schon erwähnt. :thumbup:

Aber nochmals, das Füttern der Fische so wie Du es machst, ist sicher nicht das Problem!
Das würde ich nicht reduzieren.

Gruß,
Matthias

morcalavin

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26

Mittwoch, 14. Februar 2018, 09:30

Hast Du ein Refugium ?
Ansonsten schau Dir mal die Sangokai-Seite an. Dort im Forum posten. Jörg Kokott hat da sicherlich auch noch eine ganze Reihe Ideen.

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-Saithron-

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27

Mittwoch, 14. Februar 2018, 09:40

Ich danke euch allen Vielmals für eure rege Beteiligung! Das finde ich spitze und hilft mir sehr weiter! :dh:


Wachsen denn deine Korallen, hast du einen guten Verbrauch? Den abschäumer hast du mit regelbarer Pumpe? Ich habe fast 9 Monate gebraucht, bis ich ihn richtig eingestellt hatte.

Dein Fischbesatz ist natürlich auch nicht klein, wie ist denn dein Korallenbesatz? Hast du vielleicht ein aktuelles Foto?

UV ist nicht zwingend ein Problem mit den Bakterien, viele Becken laufen dauerhaft mit UV und niedriger Nährstoffe.

Machst du balling? ATI? Hast du genügend Strömung, damit alles gammlige abgetragen wird?

Die Korallen wachsen, ja. Je nach Koralle etwas unterschiedlich, aber sie wachsen. Momentan natürlich vor allem Zoanthus und Weiche sehr gut. Aber auch die Euphyllia und Alveopora steht super gut. Allgemein kann ich mich bei den LPS nicht beklagen. Die SPS stehen bis auf die grünen auch gut. Sind recht dunkel, aber keine Spur von braun.
Leider weiß ich nicht, wie stark Korallen wirklich wachsen können. Einige (zum Beispiel Milka, Monti digitata, Pocillopora oder auch Seriatopora) wachsen echt gut und zügig. Andere (Millepora, Enzmann und andere Acros) stagnieren bzw. wachsen seeeeehr langsam, obwohl das Polypenbild super aussieht.
Verbräuche von Balling Light sind nicht extrem, aber gut vorhanden. Nach original Rezept 120ml KH, 25ml Ca, 5ml Mg pro Tag. Werte sind ausm Kopf. Können auch leicht abweichen. Bei KH bin ich mir aber sicher, weil ich da regelmäßig minimale Anpassungen durchführe.
Würde sagen, dass der Korallenbesatz schon gut ist. Noch nicht so sehr dicht. Da müssen sie jetzt einfach wachsen. Aber wirklich viel mehr geht auch kaum noch rein, wenn ich bedenke, dass die Tiere auch noch wachsen.
Strömung sollte für mein Empfinden voll ok sein.



Hast Du ein Refugium ?

Nein. Dafür ist das TB nicht ausgelegt und Balling Light auch nicht vorgesehen. Auch wenn das natürlich jetzt helfen würde.
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Duke

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Mittwoch, 14. Februar 2018, 10:19

Hi,

ich klinke mich mal ein. Habe dein dein Thema durchgelesen.
Was mir bei deinem Bild auffällt sind die Positionen der MP40. Die scheine auf dem Bild sich genau gegenüber zu sitzen.
Das bedeutet das sie sich gegenseitig eher anströmen als das eine Ringströmung stattfindet.
Hatte das auch so bei mir. Ich diese versetzt zueinander angeordnet (also eine weiter hinter, die andere weiter vorne).
Seit ist ist die Strömung bei viel besser, da wie geschrieben eine Ringströmung stattfindet. Zudem könnte ich die Leistung um 20% reduzieren.
Also von 70% auf 50%.
Noch ein kleine Tipp. Habe mir noch eine dritte MP40 zugelegt. Diese habe ganz hinten ziemlich weit unten angebracht und mit der MP40 auf der gleichen Seite synchron geschaltet, jedoch nur mit 20 bis 25%. Somit hab ich keine Gammelecken im hinteren Riffbereich (Ablaufschacht).
Keine Ringströmung "könnte" vielleicht auch eine Ursache sein.
EHEIM incpiria marine 300 (Start 23.12.2014)
Aqua Bee UP8000, Schego Termostab 150, RE Mini Bubble King 160 VS12
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Osmoseanlage IEM AquaPro285 Liter + IEM Mischbettharzfilter
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Lieben Gruß
Denis

DerMicha

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Mittwoch, 14. Februar 2018, 10:23

Hi nochmal. Liegen deine Pumpen genau gegenüber?
Deine Milka hat keine Wachstumsspitzen da geht deutlich mehr.Deine grüne Acro links bekommt keine Strömung wo sie weiß wird
und Licht fehlt da auch.
Nehmt es mir jetzt bitte nicht übel...aber das Thema Licht nochmal.
Auch hier wieder eine LED. Ich kenne mich damit nicht aus. Jedoch bei T5 ging das Wachstum
Enorm los und die Nährstoffe runter. Dann kam eine LED und Wachstum ging zurück und die Nährstoffe extrem hoch wie bei dir.
Das soll nicht heißen das deine Lampe schlecht ist, nur ne Überlegung ob das Licht Evtl falsch ist?
Ist nur ein Gedankengang bei mir.
Habt Spaß
Tschö DerMicha


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Mittwoch, 14. Februar 2018, 10:47

Hi zusammen

was ich bisher gelesen habe, da gibt es von der Bewirschaftung her eigentlich nichts auszusetzen, auch nicht der Besatz sowie die Futtermengen, das aber alles nur in einem System mit gut funktionierender Nitrifikation. (entsprechend Siedlungsflächen für Bakterien.

1.) Mulmglocke und Sand bewegen

Hier liegen schon diverse Risiken denn man wirbelt gut funktionierende Biologie permanent durch einander (aerobe und anaerobe Zonen) Ich habe vor 30 Jahren gelernt, Hände weg vom Bodengrund, max. durch Bodentiere eine leichte Bewegung erzielen oder teilweise beim Wasserwechsel mit absaugen und erneuern.

2.) Dekoration

Ich kenne natürlich sämtliche Steine auf dem Markt und habe ja selbst auch seit 15 Jahren extrem viele Erfahrungen durch das feedback unserer Kunden. Was die derzeit auf dem Markt erhältlichen Steine betrifft muss man schon unterscheiden.

Am besten legt man mal 5kg je Gestein/Hersteller für eine Nacht ins Wasser, holt sie dann schnell an der Wasseroberfläche raus und sofort in ein Gefäß. Dann abtropfen lassen und mal die Wassermenge nach gleicher Zeit bei allen Gesteinen vergleichen. Macht natürlich kein Mensch, ist aber sehr aufschlußreich.

Was ich sagen will ist folgendes;
Poröses Gestein bietet sehr viel Siedlungsfläche auch im Inneren = mehr Abbau / weniger poröses Gestein bedeutet weniger Siedlungsfläche, da fast nur äußere Flächen zur Verfügung stehen = weniger Abbau.
Irgedwo müssen die Bakterien ja hin, früher hat man gesagt bei NO3 und PO4 Problemen, Filter vergrößern, was eigentlich der dann größeren Fläche von zusätzlichem Substrat dem Abbau dienen sollte.

Je länger ein Becken nun läuft wird sich über kurz oder lang anhand der Dekoration (auch Sand und Zusatzfilter mit Substrat) nur noch ein gewisse Menge Nitrat abbauen lassen, natürlich auch abhängig vom Besatz, Eiweißabschäumung etc.etc.

Demnach muss man bei sämtlichen Aquarien alles auf das dem System mögliche genau abstimmen. Mit möglich meine ich, schafft mein Gestein und der Sand die ihm zugeilten Aufgaben, ist die Abschäumung angepasst, Besatz und Futtermengen sowie Wasserzusätze prüfen, wie viel Wasser muss ich wechseln um die Werte zu halten, was benötige ich an Adsobern, und und und.
Ich denke hier ist das System an die Grenzen gekommen und kann selbständig nichts mehr machen. Evtl. hilft eine viel bessere Abschäumung, oder die Hinzunahme von sehr porösem Gestein oder oder.

Soforthilfe ist sicher jetzt erst mal Wasserwechsel, alles andere muss man in Ruhe prüfen und evtl. ändern/optimieren

gruß Norbert
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Norbert Dammers« (14. Februar 2018, 10:50)


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Mittwoch, 14. Februar 2018, 11:26

Hi,

ich glaube, das Verhältnis Korallenbesatz/Fischbesatz passt nicht. Die Fische produzieren mehr NH als die Korallen verbrauchen, das wandelt sich dann zu NO2 und dann zu NO3, letzteres kann der Abschäumer auch nicht mehr abschäumen, sondern der holt ja auch nur die Vorstufen raus.

Ist es der regelbare? Dreh mal das Rohr komplett auf und schau, ob das besser wird. Auf wieviel Watt läuft er?
Viele Grüße
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Mittwoch, 14. Februar 2018, 12:15


Was mir bei deinem Bild auffällt sind die Positionen der MP40. Die scheine auf dem Bild sich genau gegenüber zu sitzen.
Das bedeutet das sie sich gegenseitig eher anströmen als das eine Ringströmung stattfindet.

Ich möchte bewusste keine Ringströmung. Die Pumpen sind auch nicht genau gegenüber, sondern leicht versetzt. Die Strömung geht von beiden Pumpen aus zur Mitte und trifft dort aufeinander. Die Strömung der Linken wird nach oben/hinten abgelenkt. Entsprechend über/hinter den rechten Bogen.
Die Strömung der Rechten wird nach unten vorn abgelenkt. Trifft dort auf den Boden und fließt von dort über den Boden recht Zügig nach links und rechts weg.
Je nachdem welche der beiden gerade mehr arbeitet verschiebt es sich in der Mitte bei dem Bogen hin und her. Alle Korallen wedeln regelmäßig mehr oder weniger. Es ist also durchaus viel Abwechslung gegeben.



1.) Mulmglocke und Sand bewegen

Hier liegen schon diverse Risiken denn man wirbelt gut funktionierende Biologie permanent durch einander (aerobe und anaerobe Zonen) Ich habe vor 30 Jahren gelernt, Hände weg vom Bodengrund, max. durch Bodentiere eine leichte Bewegung erzielen oder teilweise beim Wasserwechsel mit absaugen und erneuern.

2.) Dekoration

Ich kenne natürlich sämtliche Steine auf dem Markt und habe ja selbst auch seit 15 Jahren extrem viele Erfahrungen durch das feedback unserer Kunden. Was die derzeit auf dem Markt erhältlichen Steine betrifft muss man schon unterscheiden.

Am besten legt man mal 5kg je Gestein/Hersteller für eine Nacht ins Wasser, holt sie dann schnell an der Wasseroberfläche raus und sofort in ein Gefäß. Dann abtropfen lassen und mal die Wassermenge nach gleicher Zeit bei allen Gesteinen vergleichen. Macht natürlich kein Mensch, ist aber sehr aufschlußreich.

Was ich sagen will ist folgendes;
Poröses Gestein bietet sehr viel Siedlungsfläche auch im Inneren = mehr Abbau / weniger poröses Gestein bedeutet weniger Siedlungsfläche, da fast nur äußere Flächen zur Verfügung stehen = weniger Abbau.
Irgedwo müssen die Bakterien ja hin, früher hat man gesagt bei NO3 und PO4 Problemen, Filter vergrößern, was eigentlich der dann größeren Fläche von zusätzlichem Substrat dem Abbau dienen sollte.

Je länger ein Becken nun läuft wird sich über kurz oder lang anhand der Dekoration (auch Sand und Zusatzfilter mit Substrat) nur noch ein gewisse Menge Nitrat abbauen lassen, natürlich auch abhängig vom Besatz, Eiweißabschäumung etc.etc.

Demnach muss man bei sämtlichen Aquarien alles auf das dem System mögliche genau abstimmen. Mit möglich meine ich, schafft mein Gestein und der Sand die ihm zugeilten Aufgaben, ist die Abschäumung angepasst, Besatz und Futtermengen sowie Wasserzusätze prüfen, wie viel Wasser muss ich wechseln um die Werte zu halten, was benötige ich an Adsobern, und und und.
Ich denke hier ist das System an die Grenzen gekommen und kann selbständig nichts mehr machen. Evtl. hilft eine viel bessere Abschäumung, oder die Hinzunahme von sehr porösem Gestein oder oder.

Soforthilfe ist sicher jetzt erst mal Wasserwechsel, alles andere muss man in Ruhe prüfen und evtl. ändern/optimieren

gruß Norbert

Ich danke dir für diese Ausführliche Beschreibung. Gerade der erste Punkt mit dem Sand ist interessant. Denn dort bin ich unsicher. Ich verstehe genau was du geschrieben hast. Und aus dem Grund hatte ich das in dem Post erwähnt. Im Süßwasser saugt man dort regelmäßig ab. Und auch hier im meerwasser kommt da richtig was raus. Aber hier braucht man eben die Erfahrung, ob das eher hilft, weil man ja Schmutz entfernt, oder ob das total kontraproduktiv ist, und ich evtl. genau damit das System "zerstört" habe.
Zum zweiten Punkt: Wie sind denn deiner Erfahrungen mit diesem Gestein? Ich bin eigentlich absolut zufrieden damit. Mein Laienhafter Blick sagte mir "super genial!". Augenscheinlich deutlich mehr Fläche als meine platten ehemaligen Lebenden Steine. Also die Siedlungsfläche sollte schon recht groß sein. Zumindest im Vergleich dazu, wo der Trend heute so hingeht. Mit Schwämmen wäre es natürlich ein leichtes die Siedlungsfläche schnell zu erhöhen. Auch könnte ich damit direkt das TB filtern. Das wären 2 Fliegen mit einer Klappe. Aber nicht das ich damit NO3 noch mehr hoch schiebe, da wie wild nitrifiziert wird.


ich glaube, das Verhältnis Korallenbesatz/Fischbesatz passt nicht. Die Fische produzieren mehr NH als die Korallen verbrauchen, das wandelt sich dann zu NO2 und dann zu NO3, letzteres kann der Abschäumer auch nicht mehr abschäumen, sondern der holt ja auch nur die Vorstufen raus.

Ist es der regelbare? Dreh mal das Rohr komplett auf und schau, ob das besser wird. Auf wieviel Watt läuft er?

Die Funktionen sind mir schon bekannt. Aber das Verhältnis zwischen Koralle und Fisch kann man eben auch nur mit Erfahrung bestimmen. Und die habe ich noch nicht. Ich hätte behauptet, dass es ein gutes Verhältnis ist. Aber wie gesagt... Erfahrung!
Nein. Mein MBK180 ist ohne Speedy und stumpf bei seinen originalen 30W(?). Kann ur das Einstellrohr anpassen. Das ist akutell bei etwa 60% geschlossen. Wasserstand ist genau am Rand des Topfes oben, so dass man es von außen nicht mehr sieht.


Hi nochmal. Liegen deine Pumpen genau gegenüber?
Deine Milka hat keine Wachstumsspitzen da geht deutlich mehr.Deine grüne Acro links bekommt keine Strömung wo sie weiß wird
und Licht fehlt da auch.
Nehmt es mir jetzt bitte nicht übel...aber das Thema Licht nochmal.
Auch hier wieder eine LED. Ich kenne mich damit nicht aus. Jedoch bei T5 ging das Wachstum
Enorm los und die Nährstoffe runter. Dann kam eine LED und Wachstum ging zurück und die Nährstoffe extrem hoch wie bei dir.
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Die Pumpen sind indirekt gegenüber, ja. Hab ich oben schon beschrieben. Das ist bewusst so gewählt und seit ich die so positionieren fühlen sich die Tiere viel Wohler!
Nein. Die LED ist mit Sicherheit nicht das Problem. Sie ist seit Beckenstart drüber und funktioniert. Anfangs (also bis vor ein paar Monaten) hatte ich ja eher Nährstoffarmut. Möglicherweise ist eine T5 besser. Aber ich bin ein Fan von Gleichmäßigkeit. Und sie ist mit sicherheit nicht schlecht und sollte auf jeden Fall auch das Ziel erreichen, auch wenn mit T5 möglicherweise noch ein Schluck mehr möglich ist. Und auch wenn die Milka keine mörderspitzen hat, wie man es bei anderen oft sieht, wächst sie ziemlich gut. Etwa alle 3 Monate verdoppelt sie sich im Volumen. Leider weiß ich nicht welche grüne Acro du meinst. Wenn du die meinst, wo der Gramma auf dem Bild gerade davor ist: Die bekommt gute Strömung ab, weil dort genau die Brechung beider Pumpen stattfindet. Dort kommt einige vorbei und ihr Polypenbild ist auch super. Auch ist da nichts weißes.
Falls du die beiden kleinen links vom Pinzett meinst: Mehr Strömung und sie würden ihr Gewebe verlieren. Die Polypen werden regelmäßig ganz ordentlich geschubst. Die sind nicht weiß. Die Kamera bekommt den Weißabgleich durch das intensive Licht hin hin.
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Mittwoch, 14. Februar 2018, 13:09

nach dem bild ist der korallenbesatz sehr gut, aber diese sind noch viel zu klein. also die korallenmasse ist insgesamt zu gering zum fischbesatz. ich würde schätzen das die hälfte an fisch bei diesem stand der korallenmasse richtiger wäre. mit zunehmender korallenmasse und damit fallenden nährstoffen kann der fischbestand erhöht werden. ich denke du warst da etwas schnell mit den fischen. so haben wir es auch im leitfden beschrieben... es sollte immer dem korallenbesatz der fischbesatz folgen. je nach nährstoffsituation.
daher sind heute viele becken an der unteren nährstoffgrenze... viel fisch ist in kleinen becken nicht möglich, abschäumer sind mitunter sehr effizient und manchmal dem besatz entsprechend überdimensioniert oder zu feucht eingestellt. daher muss dort schon nachdosiert werden. da käme das mit den kleineren abschäumern zum tragen, was du zuvor mal erwähntest. bei dir ist aber das gegenteil der fall.
du siehst, man muss jedes becken und dessen möglichkeiten individuell betrachten. da sind allgemeingültige aussagen vorweg schwierig.

nochmals, im verhältnis zum extrem lockeren aufbau, welcher toll ist, hast du zu viel fisch. das nährstoffaufkommen kann nicht kompensiert werden. da kann man, wenn es unbedingt so bleiben soll, mit mehr abschäumung gegenhalten. ist das nicht möglich, dann hast du nur die möglichkeit gestein aufzustocken oder den fischbesatz zu verringern. vom austausch der steine wollen wir erstmal nicht reden.

man kann auch schöne fischaquarien mit dichtem fischbesatz betreiben. dann aber auf kosten der korallenhaltung, wenn man technisch nicht dagegenhält oder viel wasser wechselt.

wenn du nun sagst das deine korallen gut stehen, vor allem lps, dann ist dies doch auch ein gutes zeichen und sagt dir, dass das no3 gar nicht so schlimm ist. natürlich für sps ein enormes überangebot die es mit teilweisem endunkeln quittieren. deshalb leiden sie aber nicht gezwungenermassen. reduzieren solltest du den wert aber auf jeden fall.

auf welche fische könntest du denn erstmal verzichten? vielleicht die fahnenbarsche? schwarmverhalten kommt ja erst ab einer gewissen beckengrösse zu stande und rückzugmöglichkeiten sind oft üppig gewachsene sps stöcke. von daher würde ich vielleicht da ansetzen.

kann man ja, wenn das becken in 1 oder 2 jahren besser bewachsen ist langsam und je nach situation wieder einbringen.

achso... änderungen brauchen immer eine gewisse zeit. nicht selten ein paar wochen. weniger fisch und einige wasserwechsel sollte sich aber recht schnell äussern.
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Huggy

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Mittwoch, 14. Februar 2018, 13:35

Hallo Saithron,

wegen deinem Problem mit dem vielen Mulm im Bodengrund kann ich dir nur den Kameraden ans Herz legen: https://www.meerwasser-lexikon.de/tiere/…ter_typicus.htm
Ich habe diesen bei mir im Becken und er reinigt mein Bodengrund wirklich sehr gut ohne alles umzugestalten oder durcheinander zu bringen. Hatte vorher nur Nassarius vibex Schnecken drin und da war der Bodengrund deutlich verdreckter. Seitdem der Seestern eingezogen ist, ist der Bodengrund deutlich sauberer.
Alex grüßt :winken:

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Mittwoch, 14. Februar 2018, 14:08

hi,

dfas becken ist zwar gut mit korallen bestückt aber um ein gleichgewicht zu erreichen müssen die noch ne ganze menge wachsen.

da sind schnellwachsende sps + weiche besser geeignet, als die langsamen lps.

ansonstendie abschäumer austauschen.

der jetzige kann wieder zum einsatz kommen, wenn das becken zugewuchert ist und nährstoffmangel auftritt.

und definitiv erst mal den/die großen ww.
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besten gruß auch...
joe

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Mittwoch, 14. Februar 2018, 14:27

Ich danke dir für diese Ausführliche Beschreibung. Gerade der erste Punkt mit dem Sand ist interessant. Denn dort bin ich unsicher. Ich verstehe genau was du geschrieben hast. Und aus dem Grund hatte ich das in dem Post erwähnt. Im Süßwasser saugt man dort regelmäßig ab. Und auch hier im meerwasser kommt da richtig was raus. Aber hier braucht man eben die Erfahrung, ob das eher hilft, weil man ja Schmutz entfernt, oder ob das total kontraproduktiv ist, und ich evtl. genau damit das System "zerstört" habe.
Zum zweiten Punkt: Wie sind denn deiner Erfahrungen mit diesem Gestein? Ich bin eigentlich absolut zufrieden damit. Mein Laienhafter Blick sagte mir "super genial!". Augenscheinlich deutlich mehr Fläche als meine platten ehemaligen Lebenden Steine. Also die Siedlungsfläche sollte schon recht groß sein. Zumindest im Vergleich dazu, wo der Trend heute so hingeht. Mit Schwämmen wäre es natürlich ein leichtes die Siedlungsfläche schnell zu erhöhen. Auch könnte ich damit direkt das TB filtern. Das wären 2 Fliegen mit einer Klappe. Aber nicht das ich damit NO3 noch mehr hoch schiebe, da wie wild nitrifiziert wird.


Hi

ein paar Jahre Zuckerwasser waren es bei mir auch, da konnte man tatsächlich etwas "grober" mit umgehen, 8) auch was den Sand betrifft.
Wie gesagt, alles basiert auf Erfahrungen und den positiven wie negativen Folgen. Ich würde auch nie alten Sand für ein neues Becken nutzen, max. eine Hand voll zum impfen. Ich denke wir haben unsere wichtigsten Bakterien im Sand und Substrat. Regelmäßige Störungen können da durchaus kontraproduktiv sein. Zumal bei der Mulmglockennutzung auch evtl. Depots frei gesetzt werden. Das eine System verträgt das, das andere eben nicht

Steine für die Meerwasseraquaristik, egal welche man nutzt, sind erst mal alle funktional. Deins sicher auch.

Langzeiterfahrungen habe ich eigentlich nur mit Lebendgestein, unserem Gestein (totes gereinigtes Riffgestein seit 17 Jahren) und seit einem Jahr mit unserem neuen Material. Alle anderen Materialien kenne ich nur vom wiegen, bohren und hören sagen. Kann mir da also kein seröses Urteil erlauben was Biologie etc. angeht.

Ich bin immer zuerst an der Beschaffenheit interessiert. (wie oben beschrieben Porösität) Fast alle Steine und Nachbauten die ich mir hier zum testen geholt habe, sind im Vergleich zu echtem Riffgestein, also im Volumen/Gewichtsvergleich relativ schwer (massiv?). Das muss aber nichts bedeuten, ausser es kommen Probleme mit den Wasserwerten

Dabei spielt es keine Rolle ob das Gestein nun von Atoll oder einem anderen Anbieter ist, eine gewisse Menge an Gestein und die Beschaffenheit der Steine kann eben nur so und so viel leisten. Du musst versuchen dein System zu optimieren um langfristig deinen Besatz und den Eintrag an Futter etc. passend zu haben. Steine wechseln wäre Quatsch und sorgt nur für noch mehr Stress

gruß Norbert
Atoll Riff Deko - Anlagenbau - Riffgestaltung mit eigener Dekolinie - Sonderanfertigungen - Problemberatung - Einzelhandel - Service - Wartung

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nanokoralle

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Mittwoch, 14. Februar 2018, 14:41

Hallo Saithron,

ich würde auch erst mal einen 50% WW machen. Du kannst dir stapelbare 40 oder 50 Liter Behälter kaufen, das lässt sich meist besser lagern als 1 Riesengefäß. Alternativ kannst du die ordentlich gereinigte Badewanne mit entsprechender Pumpe benutzen, das fertige Wasser dann einfach über einen langen Schlauch ins Becken pumpen.

Kleinere und häufigere WW bringen nicht viel, lieber einen so groß wie möglichen, wobei mehr als 50 % wegen dem Besatz sicher nicht möglich ist. Ach ja natürlich immer erst alles Wasser ablassen und dann das frische einfüllen, ansonsten bekommst du keine Halbierung der Werte.

Ansonsten würde ich in jedem Fall die Korallenfutter absetzen. Ich habe auch sehr niedrige Werte und musste dosieren, habe dann Sprint gekauft und innerhalb von 2 Wochen sind die Algen gewuchert, vor allem an der Rückwand. Ich hatte nur eine minimale 1/4 der empfohlenen Dosierung verwendet und trotzdem sind mir die Nährstoffe durch die Decke gegangen. Ich habe zu Haufen von ähnlichen Erfahrungen gehört und auch hier im Forum gibt es einen Thread dazu.

Ich wünsch dir viel Erfolg.
Viele Grüße,
Tobias

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Yuk

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Mittwoch, 14. Februar 2018, 15:19

Moin,
da ich das selbe Becken habe bilde ich mir ein eine Einschätzung zu deinem Fischbesatz machen zu können.
Es sind wohl deutlich zuviele Fische drin im Verhältnis zum Korallenbesatz, ich hatte als das Becken noch frischer war auch Probleme mit Nitrat.
Damals hatte ich aber weniger Fische drin gehabt, allerdings war der Korallenbesatz noch kleiner und gut gewachsen ist da auch nichts.
Abhilfe hat da mittelfristig ein Pelletreaktor geschafft, Nopox und Bakterienfutter in Flüssiger Form war nicht so erfolgreich.
Kurzfristig würde es sicherlich helfen den Fischbesatz zu verringern bis die Korallen zu richtigen Stöcken gewachsen sind, auch sollten darunter mehr schnellwachsende Arten sein. Ansonsten wie von vielen geraten Wasserwechsel, oder einen Pelletreaktor einsetzen.
Mein Becken halt aktuell Nitrat um 1-2 und PO4 bei <0,04 nur mit 250ml Pellets bei sehr ordentlichem Fischbesatz.
Gruß Yuk

-Saithron-

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Gestern, 14:49

Update:
Ich habe jetzt 210 Liter gewechselt... das war eine Aktion... das will ich nicht so schnell wieder.
Der Effekt scheint aber nicht vorhanden.
Freitag Abend gewechselt. Samstag gegen Mittag das letzte mal gefüttert. Heute gemessen.
Vorher:


Heute:


Keine Ahnung ob das besser geworden ist... beide Messungen mit erhöhter messskala. Also Ergebnis mal 5!
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- Royal Exclusiv Bubble King 180 - Royal Exclusiv Red Dragon 4,5m³ - Ecotech Vortech MP40w QD - Philips Coral Care LED -

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Gestern, 14:52

einen kleinen Unterschied kann man erkennen- aber ich denke mal das reicht noch nicht.... wo kommen die Werte nur bei dir her?????
Reefer 170
- ATI SIRIUS X 2
- Aquamedic Strömungspumpen mit Twin Controller
- Coral Box D 150 Abschäumer
- marinecolor Dosierungsanlage
Versorgung: Balling Light 10% WW/Woche

Becken 190 x 70 x 60
- 2x Aquarius 90 mit Controller
- Tunze Wafebox
- Nyos Multireactor
- Tunze Doc Skimmer 9410
- UV Anlage
- Ozonisator
- ATI DP6 Dosieranlage
- ATI Essentials Vesorgungssystem



wo die Korallen heimisch sind- möchte ich wohnen :yeahman: :EV8CD6~126:

Liebe Grüße Marion

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